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Thema: Rezepturen-Übersicht

  1. #1
    Gänseblümchen
    Gast

    Rezepturen-Übersicht


    Hallo Sanatan,


    vielleicht etwas off topic, aber wie hältst Du Ordnung und Übersicht bei all den verschiedenen Rezepturen für Tees, Tinkturen, Salben etc. pp.?

    (Ich mein jetzt nicht die, die schon auf Deinen Seiten im Web stehen; es gibt ja noch viel mehr).


    Schreibst Du alle auf Kladden (eher unwahrscheinlich), in Bücher bzw. Hefte oder in ein Rechnerprogramm (wenn ja, welches;-)? Hast Du nach Pflanzen bzw. Substanzen oder nach Leiden sortiert, oder beides?


    Habe einige Mühe, da noch durchzublicken:-)


    Man holt sich ja auch noch weitere Anregungen aus den Tiefen des www und dann entsteht die Frage, wohin damit (wo man es im Bedarf auch wiederfindet)? Und man kann beim besten Willen nicht alles im Kopf speichern.


    MfG

    Gänseblümchen




  2. #2
    Sanatan
    Gast

    Re: Rezepturen-Übersicht


    Hallo


    >vielleicht etwas off topic, aber wie hältst Du Ordnung und Übersicht bei all den verschiedenen Rezepturen für Tees, Tinkturen, Salben etc. pp.?


    Ganz früher hatte ich ein Ringbuch, das war eigentlich recht praktisch.

    Aber das ist schon seit langem voll und dient mir nur noch als altes Archiv.


    Dann habe ich geraume Zeit alles auf DIN A5 Zettel geschrieben, weil ich davon immer welche zur Hand habe.

    Aber obwohl ich die ab und zu mal gebündelt und gebunden habe, bin ich wieder davon abgekommen, weil das so hingeschmiert ist.


    Zur Zeit schreibe ich neue Rezepte in ein gebundenes DIN A5 Büchlein rein, so eins, wie man in Schreibwarenläden kaufen kann.

    Solche Bücher zum Reinschreiben habe ich schon immer geliebt und ich finde es auch ganz praktisch als Rezeptsammlung.

    Wann ich was gemacht bzw. entwickelt habe, habe ich ungefähr im Kopf, daher finde ich die Sachen auch schnell wieder.

    Man kann sich aber auch ein Inhaltsverzeichnis anlegen, aber das muss man dann natürlich auch regelmässig führen.


    >Hast Du nach Pflanzen bzw. Substanzen oder nach Leiden sortiert, oder beides?


    Die Rezepte habe ich nach der Zeit sortiert, wann ich sie gemacht habe.


    Notizen zu einzelnen Pflanzen usw. mache ich meistens im Computer in schlichten Textdateien.


    >Man holt sich ja auch noch weitere Anregungen aus den Tiefen des www und dann entsteht die Frage, wohin damit (wo man es im Bedarf auch wiederfindet)? Und man kann beim besten Willen nicht alles im Kopf speichern.


    Für Texte von anderen habe ich im Computer ein extra Verzeichnis, wo ich die Dateien reinspeicher und natürlich Bookmarks.

    Und ich habe mehrere Regalmeter Kräuterbücher, die ich im Laufe von Jahrzehnten angesammelt habe.


    Den grossen Überblick habe ich aber vor allem im Kopf, sonst würde ich wohl durcheinander kommen.

    Wenn man den Kopf regelmässig mit Kräuterinfos füttert, passt eine Menge rein ;-)

    Dabei hilft mir, Freund mit den Kräutern zu werden und Grundprinzipien zu lernen (z.B. Saponine lösen Schleim und dadurch Husten, wirken harntreibend und dadurch entgiftend, aber reizen die Nieren, usw.)

    Für diese Grundprinzipien will ich auch noch mal extra Web-Seiten schreiben, denn das ist sehr nützlich.


    Tschuess


    Sanatan



  3. #3
    Gänseblümchen
    Gast

    Re: Rezepturen-Übersicht


    Hallo,


    Das mit der Zettelwirtschaft kenne ich auch. Das hat mir nicht wirklich was gebracht. Textdateien im Rechner habe ich auch eine ganze Menge, nur mit dem sortieren, um den Überblick zu behalten, hapert´s eben.


    >Wann ich was gemacht bzw. entwickelt habe, habe ich ungefähr im Kopf, daher finde ich die Sachen auch schnell wieder.


    Von Selbstentwickeln bin ich noch meilenweit entfernt. Ich verlasse mich momentan auf das, was andere ausprobiert haben.normal


    >>Hast Du nach Pflanzen bzw. Substanzen oder nach Leiden sortiert, oder beides?

    >Die Rezepte habe ich nach der Zeit sortiert, wann ich sie gemacht habe.

    >Notizen zu einzelnen Pflanzen usw. mache ich meistens im Computer in schlichten Textdateien.


    Das ist eigentlich eine Anregung aus einem meiner alten Bücher (Dinand, Handbuch der Heilpflanzenkunde, 1926). Da gibt es ein doppeltes Inhaltsverzeichnis. Einmal die Pflanzen, einmal die Krankheiten (eigentlich ist es vierfach: botanische Namen und Rezeptverzeichnis kommen noch dazu), und da alles alphabetisch. Sich aber selbst so etwas zu erstellen über das, was man im Laufe der Zeit zusammensucht bzw. -findet, macht schon verteufelt viel Arbeit.

    Vielleicht lade ich mir aus dem Netz ein Kochrezept-Verwaltungsprogramm herunter; damit müßte es wohl gehen, etwas Ordnung hineinzubringen.


    >Und ich habe mehrere Regalmeter Kräuterbücher, die ich im Laufe von Jahrzehnten angesammelt habe.


    Wie schön!! (*etwasneidisch*) smile. Auf einen knappen Meter komme ich auch. Das Schwierige ist aber, daß die Meinungen in den Büchern (u.a. abhängig vom Erscheinungsdatum) teils erheblich voneinander abweichen. Nicht immer möchte man mit der moderneren Sichtweise konform gehen.



    >Dabei hilft mir, Freund mit den Kräutern zu werden und Grundprinzipien zu lernen (z.B. Saponine lösen Schleim und dadurch Husten, wirken harntreibend und dadurch entgiftend, aber reizen die Nieren, usw.)

    >Für diese Grundprinzipien will ich auch noch mal extra Web-Seiten schreiben, denn das ist sehr nützlich.


    Das wäre toll!


    Freundliche Grüße

    Gänseblümchen



  4. #4
    Sanatan
    Gast

    Re: Rezepturen-Übersicht


    Hallo


    >Das mit der Zettelwirtschaft kenne ich auch. Das hat mir nicht wirklich was gebracht. Textdateien im Rechner habe ich auch eine ganze Menge, nur mit dem sortieren, um den Überblick zu behalten, hapert´s eben.


    Ich helfe mir dadurch, dass ich die Dateinamen möglichst sprechend wähle.

    Dadurch finde ich vieles schon anhand des Namens wieder.

    Und im Zweifelsfall bemühe ich die Volltextsuche meines Computers, die sucht dann das ganze Verzeichnis durch.


    >Das ist eigentlich eine Anregung aus einem meiner alten Bücher (Dinand, Handbuch der Heilpflanzenkunde, 1926). Da gibt es ein doppeltes Inhaltsverzeichnis. Einmal die Pflanzen, einmal die Krankheiten (eigentlich ist es vierfach: botanische Namen und Rezeptverzeichnis kommen noch dazu), und da alles alphabetisch.


    Mehrfache Inhaltsverzeichnisse oder Stichwortverzeichnisse sind eigentlich ziemlich verbreitet bei Kräuterbüchern und machen beim Medium Papier ja auch durchaus Sinn.


    >Sich aber selbst so etwas zu erstellen über das, was man im Laufe der Zeit zusammensucht bzw. -findet, macht schon verteufelt viel Arbeit.


    Genau, das ist der Nachteil.

    Bei eigenen Sammlungen artet sowas in extreme Arbeit aus.

    Und die Frage ist dann, ob man es regelmässig genug pflegt.


    >Vielleicht lade ich mir aus dem Netz ein Kochrezept-Verwaltungsprogramm herunter; damit müßte es wohl gehen, etwas Ordnung hineinzubringen.


    Könnte klappen, aber dann musst du immer alles dort eintippen.

    Bei mir würde sowas nicht klappen, weil es mir zuviel Arbeit wäre.


    >Wie schön!! (*etwasneidisch*) smile. Auf einen knappen Meter komme ich auch. Das Schwierige ist aber, daß die Meinungen in den Büchern (u.a. abhängig vom Erscheinungsdatum) teils erheblich voneinander abweichen. Nicht immer möchte man mit der moderneren Sichtweise konform gehen.


    Die unterschiedlichen Meinungen haben den Vorteil, dass dadurch Raum entsteht, sich eine eigenen Meinung zu bilden.


    Bei den modernen Kräuterbüchern sind es besonders oft die, die von Ärzten oder Apothekern geschrieben wurden, die zwar sehr umfangreich und informativ sind, aber wo am Ende vor lauter Inhaltsstoffen und Studienergebnissen kaum noch was von den Pflanzen und ihrem Charakter übrig bleibt.

    Oft habe ich den Eindruck, dass die Medizin einerseits enorm viel Wert auf Doppelblindversuche und umfangreiche, teure Studien legt, denn ohne gilt alles als unwirksam.

    Wenn dann dank solcher Studien die Wirksamkeit eines Pflanzenwirkstoffes bewiesen ist, dann wollen sie diesen Einzelstoff am liebsten pur extrahieren oder noch besser synthetisieren.

    Und weil so ein Stoff dann eine echte Wirksamkeit zeigt, bekommen sie Angst davor, fabulieren noch irgendwelche Giftwirkungen dazu, die sich immer finden lassen, wenn man ausgiebig sucht, und wollen den Stoff und die Pflanze verschreibungspflichtig machen.

    Und das alles, wo die Ärzte doch so schon überlastet sind und ein knappes Behandlungsbudget haben.

    Sollen sie sich doch freuen, wenn die Menschen sich mit Kräutern selbst weiterhelfen.


    Es gibt allerdings auch moderne Kräuterbücher, die ganz anders an die Sache herangehen.

    Ich mag besonders die Susanne Fischer-Rizzi und Wolf-Dieter Storl, und dann gibt es auch die christlich dominierten Eva Aschenbrenner und Maria Treben.


    Am liebsten ist mir die Kombination aus verschiedenen Büchern, denn dann ist das Spektrum der Information besonders gross.


    Tschuess


    Sanatan



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