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Thema: Gelbkörperhormonschwäche, Regelbeschwerden

  1. #1
    Kräutertee-Trinkerin
    Gast

    Gelbkörperhormonschwäche, Regelbeschwerden


    Hallo!


    Hilft Schafgarbe oder Frauenmantel zur Bildung von Gelbkörperhormonen?


    Ich habe sehr starke, krampfartige Regelschmerzen. Ich habe oft ein bis drei Tage Vorblutungen bevor die Regel richtig einsetzt und die Regel dauert lange. Ich habe (sehr?) schwache Blutungen (an den stärksten Tagen zwei Tampons normal untertags).


    Ich habe schon jahrelang Mönchspfeffer zur Stabilisierung des Zyklus in Zeiten, in denen ich die Pille nicht nahm, eingenommen. Dieser hilft bei mir zwar um den Zyklus zu stabilisieren, nicht aber gegen Regelschmerzen.


    Kann mir jemand sagen, welche Kräuter da am besten helfen? Ich habe hier im Forum gelesen, dass man da in der ersten Zyklushälfte andere als in der zweiten Zyklushälfte nehmen kann.


    Ich möchte keine Hormone mehr einnehmen.


    Danke


    Christine





    Meine Regelschmerzen-Geschichte:


    Ich habe sehr starke Regelschmerzen. Ich habe so starke krampfartige Regelschmerzen, dass ich wenn ich meine Medikamente nicht hätte ins Spital fahren müsste. Mein Kreislauf kracht zusammen. Ich bin käseweiß im Gesicht. Man nennt das, glaube ich, spastische Dismenorrhoe. Laut Frauenarzt hängt das mit einer Gelbkörperhormonschwäche zusammen.


    Nachdem ich vor einem guten Jahr so starke Krämpfe hatte, dass ich besser ins Spital gefahren wäre, da ich vier Tage zur Erholung brauchte, beschloss ich, etwas zu unternehmen. Ich ging zum Frauenarzt, der mir Gelbkörperhormone in Form eines Präparats, das sich Duphaston nennt, und sehr gute Schmerztabletten namens Miranax verschrieb. Die Gelbkörperhormone halfen nicht wirklich. Mein Frauenarzt meint, dass sie zu niedrig dosiert waren.


    Gleichzeitig machte sich auch meine Mutter in einem Buch von Maria Treben und bei Kräuterpfarrer Weidinger schlau und besorgte mir eine Teemischung bestehend aus Schafgarbe und Frauenmantel. Das half und zwar gleich nach einem Zyklus. Ich trank den Tee jeden Tag und meine Schmerzen wurden um vieles besser. Ich hatte dann normale Regelschmerzen. Es halfen auch die gewöhnlichen Schmerztabletten auf der Basis von Ibuprofen. Ich habe mir im Herbst dann eine Urtinktur aus Schafgarbe gekauft. Da wurde das ganze noch viel einfacher. Da nahm ich 3 x 15 Topfen eine Woche vor der Regel.


    Ich vergaß für vielleicht zwei bis drei Zyklen, die Schafgarbe einzunehmen. Die Regelschmerzen kehrten dann Vollgas zurück. Ich hatte schon ganz vergessen wie sich das anfühlt.


    Ich muss dazu sagen, dass bei mir auch eine starke psychische Belastung vorhanden war und die Schmerzen wahrscheinlich auch damit zusammenhängen.




  2. #2
    Otto
    Gast

    Re: Gelbkörperhormonschwäche, Regelbeschwerden


    Hallo Kräutertee-Trinkerin!


    Gegen Regelschmerzen hilft am besten Kamillenblüten-Tee.


    Für den Notfall könntest du dir auch ein paar Tabletten beschaffen (Novalgin, Analgin, Berlosin).


    Alles Gute

    Otto






  3. #3
    Sanatan
    Gast

    Re: Gelbkörperhormonschwäche, Regelbeschwerden


    Hallo


    >Hilft Schafgarbe oder Frauenmantel zur Bildung von Gelbkörperhormonen?


    Ja, beide enthalten sogar Stoffe, die dem Gelbkörperhormon sehr ähnlich sind.

    Es gibt enorm viele Pflanzen, die östrogenartige Stoffe enthalten, aber eher wenige, die Gelbkörperhormon-artige Stoffe enthalten.

    Zu diesen wenigen gehören Frauenmantel und Schafgarbe.


    Ausserdem Mönchspfeffer, Bockshornklee, Papayasamen und Yams.

    Chinesische Yamswurzel kann man in Asialäden frisch kaufen und als Tinktur ansetzen.

    Papayasamen kann man aus Papayafrüchten aus dem Supermarkt pulen.


    Hier noch mehr Infos über Phytohormone.

    Das Gelkörperhormon wird dort als Progesteron (Gestagen) bezeichnet.

    http://wechseljahre.gesund.org/phytohormone/index.htm


    >Ich habe sehr starke, krampfartige Regelschmerzen. Ich habe oft ein bis drei Tage Vorblutungen bevor die Regel richtig einsetzt und die Regel dauert lange. Ich habe (sehr?) schwache Blutungen (an den stärksten Tagen zwei Tampons normal untertags).


    Zur Stärkung der Menstruation eignet sich Beifuss, der ausserdem krampflösend wirkt.


    Ganz besonders krampflösend ist das Gänsefingerkraut.

    Bei extrem starken Periodenkrämpfen halte ich es für das am besten geeignetste.

    http://heilkraeuter.net/lexikon/gaensefi.htm


    Vielleicht wäre eine Mischung aus Beifuss, Gänsefingerkraut und Kamille während der Periode geeignet.


    >Ich habe schon jahrelang Mönchspfeffer zur Stabilisierung des Zyklus in Zeiten, in denen ich die Pille nicht nahm, eingenommen. Dieser hilft bei mir zwar um den Zyklus zu stabilisieren, nicht aber gegen Regelschmerzen.


    Den Mönchspfeffer halte ich auch durchaus für sinnvoll, um einen Mangel des Gelbkörperhormons auszugleichen, zumindest was die Zyklus-Stabilisierung angeht und auch gegen PMS-Beschwerden.


    >Kann mir jemand sagen, welche Kräuter da am besten helfen? Ich habe hier im Forum gelesen, dass man da in der ersten Zyklushälfte andere als in der zweiten Zyklushälfte nehmen kann.


    In deinem Fall würde ich den Zyklus wohl sogar dreiteilen.


    Nach der Periodenblutung einen wohlschmeckenden Tee nach Wahl trinken, Melisse würde sich vielleicht eignen.

    Ab der Hälfte des Zyklus einen Tee mit Schafgarbe, Frauenmantel, vielleicht auch Mönchspeffer usw.

    Und während der Periode oben beschriebene Mischung aus Beifuss, Gänsefingerkraut und Kamille.


    Tschuess


    Sanatan



  4. #4
    Kräutertee-Trinkerin
    Gast

    Re: Gelbkörperhormonschwäche, Regelbeschwerden


    Hallo Sanatan,


    Vielen Dank!


    Wie soll ich die Tees dosieren? 1 TL auf 1 Tasse 1x pro Tag? Wie lange soll denn der Tee ziehen? Es gibt ja da die unterschiedlichsten Angaben.


    Melissentee mag ich gerne.


    Den Mönchspfeffer habe ich bisher täglich in Form eines alkoholischen Auszugs namens Agnumens genommen.


    Kräutertee-Trinkerin



  5. #5
    Sanatan
    Gast

    Re: Gelbkörperhormonschwäche, Regelbeschwerden


    Hallo


    >Wie soll ich die Tees dosieren? 1 TL auf 1 Tasse


    Bei grossen Tassen (ca. 1/4L) würde ich 2 TL nehmen, bei kleinen Tassen reicht 1 TL.


    >1x pro Tag?


    Besser wäre dreimal am Tag, sonst ist die Wirkung eher schwach.

    Das gilt vor allem für die Zeit vor der Periode und noch viel mehr während der Periode.


    Am Anfang des Zyklus reicht eine Tasse pro Tag.

    Auch eine Kräutertee-Pause macht in dieser Zeit Sinn.


    >Wie lange soll denn der Tee ziehen? Es gibt ja da die unterschiedlichsten Angaben.


    Bei den vorgeschlagenen Kräutern sind etwa 10 Minuten Ziehzeit sinnvoll.


    >Melissentee mag ich gerne.


    Das ist doch schon mal viel wert :-)

    Jetzt im heissen Sommer ist er auch schön erfrischend mit seinem zitronigen Aroma.


    >Den Mönchspfeffer habe ich bisher täglich in Form eines alkoholischen Auszugs namens Agnumens genommen.


    Wenn von dir aus nichts dagegen spricht, kannst du das ja beibehalten.

    Und wenn du ihn mal leid bist, kannst du in der ersten Zyklushälfte mal eine Pause einlegen.


    Tschuess


    Sanatan



  6. #6
    Kräutertee-Trinkerin
    Gast

    Re: Gelbkörperhormonschwäche, Regelbeschwerden


    Hallo Sanatan,


    Danke!


    Beim Präparat Agnumens (=alkoholischer Auszug von Mönchspfeffer) steht in der Packungsbeilage, dass man wenn sich der Zyklus stabilisiert hat, das Präparat absetzen kann, jedoch erst sechs Monate nachher. Wie ist das bei den Kräutertees? Sollte man die ganze Zeit über trinken oder gibt es eine kurmäßige Anwendung?


    lg


    Kräutertee-Trinkerin



  7. #7
    Sanatan
    Gast

    Re: Gelbkörperhormonschwäche, Regelbeschwerden


    Hallo


    >Beim Präparat Agnumens (=alkoholischer Auszug von Mönchspfeffer) steht in der Packungsbeilage, dass man wenn sich der Zyklus stabilisiert hat, das Präparat absetzen kann, jedoch erst sechs Monate nachher. Wie ist das bei den Kräutertees? Sollte man die ganze Zeit über trinken oder gibt es eine kurmäßige Anwendung?


    Ob du den Tee nach einer Weile wieder absetzen kannst, hängt von deinem Körper ab und wie er auf die Tees anspricht.

    Daher kann man das nicht so pauschal sagen.


    Du kannst die Tees ja erst mal drei Zyklen lang versuchen, um festzustellen, ob sie helfen.

    Wenn sie dir gut tun kannst du sie weitere drei bis sechs Zyklen weitertrinken, um die Wirkung zu stabilisieren.

    Anschliessend kannst du dann ausprobieren, was passiert, wenn du weniger trinkst bzw. die Tees weglässt.

    Erst kannst du ja testweise die Anzahl der täglichen Tassen reduzieren und dann auf deinen Körper hören, wie es weitergehen soll.


    Mich würde dann auch interessieren, ob es hilft und wie du mit den Tees zurechtkommst.


    Tschuess


    Sanatan



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