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Thema: Wasserdost

  1. #1
    Ninagirl
    Gast

    Wasserdost


    Hallo ihr lieben, kann mir jemand sagen ob ich aus Wasserdost Honig machen kann?

    wenn ja nur von den Blüten oder auch vom ganzen Kraut.?

    Und warum ist der Wasserdost Apothekenpflichtig?


    Herzlichen Dank und LG Renate kuss



  2. #2
    Sanatan
    Gast

    Re: Wasserdost


    Hallo


    >Hallo ihr lieben, kann mir jemand sagen ob ich aus Wasserdost Honig machen kann?


    Das geht bestimmt, hab ich aber noch nicht ausprobiert.


    Meinst du sowas wie den Löwenzahnhonig oder willst du die Kräuter in Honig einlegen?


    >wenn ja nur von den Blüten oder auch vom ganzen Kraut.?


    Für welchen Zweck soll der Honig denn sein?


    Wenn es eher um Genusszwecke geht, dann sind die Blüten wohl am geeignetsten, wobei der Wasserdost als Nahrungspflanze in grossen Mengen wohl eher weniger geeignet ist.


    Wenn du auch eine gewisse Heilwirkung damit bezwecken willst, würde ich auch die Blätter mitverwenden.

    Allerdings wird das Ganze dann wohl leicht bitter, denn Wasserdost ist ein wenig bitter.


    >Und warum ist der Wasserdost Apothekenpflichtig?


    Weil er in geringen Mengen Pyrrolizidinalkaloide enthält.

    Einige aber nicht alle dieser Pyrrolizidinalkaloide (es ist eine ganze Gruppe von unterschiedlichen Stoffen) können isoliert und über einen langen Zeitraum hochdosiert angewendet bei Versuchstieren Leberschäden hervorrufen.

    Beispielsweise wenn man Laborratten ausschliesslich Blätter des Hain-Kreuzkrautes zu essen gibt, bekommen die nach Monaten Leberprobleme.

    Allerdings weigern sich die Tiere auch, die Blätter so ausschliesslich zu essen, man muss sie also damit zwangsernähren.

    Bei den Studien wurden die Pyrrolizidinalkaloide aber auch gespritzt, um die Wirkung zu verstärken.


    Diese Studien wurden schon vor Jahrzehnten unternommen, wohl um eine ganze Gruppe von Heilpflanzen in Misskredit zu bringen, was ihnen auch gelungen ist, denn sowohl Gesetzgeber als auch viele Phytotherapeuten haben sich davon beeindrucken lassen.

    Auch Huflattich und Beinwell sind davon betroffen.


    Beim Huflattich haben sie die Regeln offenbar wieder etwas gelockert, wahrscheinlich weil die Proteste zu laut waren.


    Aber andere Kräuter, bei denen Spuren von Pyrrolizidinalkaloiden nachgewiesen werden konnten, dazu gehört der Wasserdost, dürfen nicht mehr frei verkauft werden.


    Eine feine Sache für die Apotheken, denn auf diese Weise haben sie alleinigen Zugriff auf eine wertvolle Erkältungspflanze wie den Wasserdost.


    Tschuess


    Sanatan



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