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Thema: Beinwell

  1. #1
    Lilly aus Oesterreich
    Gast

    Beinwell


    Hi, also erstmals Gratulation zu der tollen Website. Hochinformativ...gibt es auch Quellenangaben zu den jeweiligen Pflanzen?


    2tens: wollte mir im Vorjahr eine Beinwellsalbe selbermachen (weil Knieschmerzen), bin dann zur Apotheke und wollte mir das Kraut dort kaufen (weil es im Winter halt doch nicht waechst), und die Apothekerin hat mich ganz entgeistert angeschaut, und gemeint dass Beinwell nach neuen Erkenntnissen der Wissenschaft zum Teil kanzerogen und leberschaedigend sein kann. Hab dann auch im Internet recherchiert, was das gleiche ergeben hat.

    Mich wuerde nun interessieren, ob das auch fuer aeusserliche Anwendungen gilt?!


    lg


    Lilly



  2. #2
    Alex
    Gast

    Re: Beinwell


    gibt es auch Quellenangaben zu den jeweiligen Pflanzen?


    Was meinst du genau mit "Quellenangaben".


    ...dass Beinwell nach neuen Erkenntnissen der Wissenschaft zum Teil kanzerogen und leberschaedigend sein kann.


    Wie sehr viele Pflanzen und Nahrungsmittel auch Stadtluft. Selbst guter Wein ist in der Hinsicht gefährlich. Wie bei allen Heilmittel gilt: Nichts ohne Nebenwirkung und möglichst nichts als Dauermittel und die Menge machts.


    Ich fürchte, dass man in jeder Pflanze und Nahrung kanzerogene und leberschaedigende Stoffe nachweisen kann, wenn man nur lange genug sucht.


    Wenn jemand aufpassen sollte, dann sind das Kleinkinder, Schwangere, Stillende und Leute mit empfindlicher Haut.


    Beinwell wird fast nur für äusserliche Zwecke eingesetzt. Aber es erfreuen sich einige, die das ab- und zu als Gemüse essen: bester Gesundheit.


    Mich wuerde nun interessieren, ob das auch fuer aeusserliche Anwendungen gilt?!


    Ich halte einen Nachmittag im Freibad für deutlich gefährlicher.


    cu Alex

  3. #3
    Magie
    Gast

    Beinwell


    Es stimmt, dass Beinwell oder auch Wallwurz, wie die Pflanze noch heisst, Pyrrolizidin-Alkaloide enthält, und das in wechselnden Mengen. Diese Pyrrolizidin-Alkaloide sind prinzipiell leberschädigend. Jedoch bin ich der Meinung, dass man die Wurzel wahrscheinlich kiloweise pur essen müsste und das täglich, um Vergiftungserscheinungen zu bekommen.


    Mir ist es vor ein paar Jahren ähnlich gegangen in Österreich: Wir waren dort im Urlaub und mein Sohn bekam einen sehr starken hartnäckigen Husten. Also bin ich in die Apotheke gegangen und wollte Huflattich-Tee holen. Der stand damals in Österreich auf dem Index wegen der Pyrrolizidin-Alkaloide. Ich musste dann auf Spitzwegerich ausweichen...

    Ich wusste das schon, dass es da "Studien" darüber gab, jedoch auch da bin ich der Meinung, dass es viel braucht (etwa 12! Liter Tee pro Tag), um eine leberschädigende Wirkung zu erzielen. Beim Huflattich ging die Hetzjagd von einer jungen Mutter aus, die während der Schwangerschaft jeden Tag eine Tasse Huflattichtee getrunken hatte und ein Kind geboren hatte mit einem Leberschaden, an dem es später starb. Es wurde jedoch verschwiegen, dass die Mutter ausser einer Tasse Huflattichtee pro Tag auch noch Drogen zu sich genommen hatte. Ein guter Schachzug der Pharma, um ein billiges Kraut aus dem Verkehr zu ziehen...


    Ich würde also auf diese Panikmache nicht viel geben. Meiner Tochter hat Beinwell jedenfalls nicht geschadet als sie ihren Knochenbruch hatte. Ihr habe ich jeden Abend vor dem Einschlafen ein Blatt vom Beinwell mit în die Unterwäsche gegeben.


    Statt des Krautes ist es empfehlenswert, wenn irgend möglich, die Wurzel zu verwenden. Wenn sie geerntet wird, solange die Pflanze noch nicht ausgetrieben hat, dann sind die ganzen Wirkstoffe in den Teilen der Wurzel. Keine Angst, Beinwell ist eine Pflanze, die es sogar schätzt, wenn sie etwas "verjüngt" wird. Natürlich sind auch die Blätter wirksam, wenn es Dir zu aufwändig ist, die Wurzel auszugraben.


    À propos: Soweit ich weiss, ist inzwischen der Huflattichtee wieder in österreichischen Apotheken erhältlich.



  4. #4
    Rita
    Gast

    Re: Beinwell


    Hallo, Alex,

    >Ich halte einen Nachmittag im Freibad für deutlich gefährlicher.


    Mir hat dein Beitrag sehr gut gefallen.herz


    Ich halte Beinwell für eine ausgezeichnete Pflanze, deren Wurzel jetzt geerntet werden kann.

    Beinwell verwende ich innerlich und äußerlich und kann sie nur weiter empfehlen.


    Liebe Grüße

    Rita




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