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Thema: Walnuß

  1. #1
    Gänseblümchen
    Gast

    Walnuß


    Hallo Sanatan,


    im Netz bis auf Frau Aschenbrenners Nußkämbentinktur gestoßen, die

    herzstärkend sein soll, insbesondere gegen Rhytmusstörungen. Die Kämben

    sind wohl die inneren harten Trennwände in der Nuß.

    Andererseits wird ebenso im Netz davor gewarnt, Walnußbestandteile (außer der eßbaren Nuß) zu verwenden wegen des darin enthaltenen Juglons.

    Ich kann mir da im Ganzen noch keinen Reim drauf machen, habe aber einen stattlichen Walnußbaum im Garten, den ich auf diese Weise gerne noch nutzbarer machen möchte.

    Wie siehst Du das?


    MfG

    Gänseblümchen

  2. #2
    Sanatan
    Gast

    Re: Walnuß


    Hallo


    >im Netz bis auf Frau Aschenbrenners Nußkämbentinktur gestoßen, die

    >herzstärkend sein soll, insbesondere gegen Rhytmusstörungen. Die Kämben

    >sind wohl die inneren harten Trennwände in der Nuß.


    Das klingt sehr interessant.

    Werd ich wohl mal ausprobieren, wenn mir die nächsten Walnüsse in die Hände fallen.


    >Andererseits wird ebenso im Netz davor gewarnt, Walnußbestandteile (außer der eßbaren Nuß) zu verwenden wegen des darin enthaltenen Juglons.


    Das klingt für mich stark nach der verbreiteten Panikmache vor allen Arten von natürlichen Substanzen, die irgendeine Wirkung haben.

    Da werden dann bedauernswerte Labormäuse mit einem hochdosierten hochkonzentrierten Stoff solange gequält, bis sie krank werden.

    Wenn sie selbst einen Krebs entwickeln, ist die "böse" Substanz dann "krebserregend", wenn die Nachkommen krank sind, ist die Substanz "erbgutverändernd".

    "Leberschädigend" ist auch eine beliebte Masche.


    Solche Schäden kann man aber praktisch mit jeden x-beliebigen Stoff erzeugen, wenn man die armen Mäuse nur intensiv genug damit quält.


    Da diese Hysterie häufig von Gesundheitsfanatikern und Umweltaktivisten ausgeht, frage ich mich, was der Sinn dahinter sein soll.

    Wenn es die Pharmaindustrie wäre, dann würde ich es wenigstens verstehen.


    Ob es vielleicht eine krankhafte Neigung ist, in allem ein gesundheitsschädliches Übel zu sehen?

    Eine Art Verfolgungsangst vor allem, was die Welt so hergibt?

    Und das sanktioniert durch offizielle Bundesinstitute, die den lieben langen Tag nichts andere tun als Risiken zu bewerten?


    Da ich eine Menge Leute kenne, die sich sogar vor der krebserregenden Wirkung ihres eigenen Schattens fürchten, kann ich mir sogar vorstellen, dass die Einstellung solcher Leute zu den vielen Warnungen führt.


    Richtig ist wohl, dass man sich dieses Juglon nicht zum einzigen Hauptnahrungsmittel machen sollte.

    Man sollte sich das Zeug wohl auch nicht unverdünnt literweise spritzen.


    Bei Nusskämben in einer Tinktur tropfenweise eingenommen, glaube ich kaum, dass es besonders schädlich ist.

    Eher im Gegenteil.


    Denn wie sagte noch der alte Pracelsus:

    "Allein die Dosis macht, das ein Ding kein Gift ist."


    Tschuess


    Sanatan



  3. #3
    Magie
    Gast

    Re: Walnuß


    Gänseblümchen: Andererseits wird ebenso im Netz davor gewarnt, Walnußbestandteile (außer der eßbaren Nuß) zu verwenden wegen des darin enthaltenen Juglons.

    Sanatan: Das klingt für mich stark nach der verbreiteten Panikmache vor allen Arten von natürlichen Substanzen, die irgendeine Wirkung haben.

    >Da werden dann bedauernswerte Labormäuse mit einem hochdosierten hochkonzentrierten Stoff solange gequält, bis sie krank werden.


    Erstaunlich finde ich in diesem Zusammenhang, dass es im Tessin einen Nusslikör gibt, der aus grünen Walnüssen gewonnen wird. Ich habe auch ein paar Flaschen davon im Keller stehen, die ich selbst angesetzt habe.

    Beim Genuss dieses Nocino müssten schon ganz Kulturen zugrunde gegangen sein.


    Oder sind die italienisch sprechenden Völker härter im Nehmen? Schliesslich gibt es auch Amaretti und Amareno in Italien, Bittermandel wird ja auch verteufelt... *nachdenk*



  4. #4
    Gänseblümchen
    Gast

    Re: Walnuß


    Hallo Sanatan,


    danke für Dein statementsmile. Da werd ich mich mal ans Aufsetzen machen.

    Hier mal noch der entsprechende Link dazu:

    http://www.br-online.de/umwelt-gesun...enner/herz.xml

    (bin beim ersten Posten auf der Tastatur "gestolpert"; sorry für das schlechte Deutsch)





    >Erstaunlich finde ich in diesem Zusammenhang, dass es im Tessin einen Nusslikör gibt, der aus grünen Walnüssen gewonnen wird.


    Schön und gut. In den Walnüssen selbst soll ja dieses Juglon auch nicht in dem Maße enthalten sein wie in den nicht zum Verzehr gedachten Bestandteilen.


    MfG

    Gänseblümchen






  5. #5
    Magie
    Gast

    Re: Walnuß


    Magie: Erstaunlich finde ich in diesem Zusammenhang, dass es im Tessin einen Nusslikör gibt, der aus grünen Walnüssen gewonnen wird.

    Gänseblümchen: Schön und gut. In den Walnüssen selbst soll ja dieses Juglon auch nicht in dem Maße enthalten sein wie in den nicht zum Verzehr gedachten Bestandteilen.


    Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt, Gänseblümchen.

    Der Likör wird aus grünen Nüssen hergestellt, die im Juni geerntet werden. Die Nüsse werden geviertelt und mit Zucker in Alkohol angesetzt. Nach ca. 2 Monaten werden die Nüsse abgeseiht und der Likör darf dann noch eine gewisse Zeit altern, nachdem man ihm noch ganz nach Gutdünken noch ein paar Gewürze wie Nelken, Zimt, Macis und Vanille beigefügt hat.




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