sabine bäumler kräuterparadies seit 1887
Gast
Re: Wo finde ich denn normalerweise Brunnenkresse? Wie sieht sie aus?
Die Brunnenkresse ist ein Opfer unserer Umweltverschmutzung. Als Bäche und Wassergräben, in denen sie wächst, noch sauberes Wasser führten, konnte man sie den ganzen Winter über bekommen. Die Verwandte unserer Gartenkresse wurde schon seit dem späten Mittelalter in vielen Bächen und Wassergräben angebaut.
Heute ist der Brunnenkresse-Anbau in Deutschland kaum der Erwähnung wert, weil Pflanzen, die in verschmutztem Wasser wachsen, gesundheitsschädlich sind. Deshalb muß man schon ein Glückspilz sein, um einmal auf dem Markt oder im Gemüseladen Brunnenkresse angeboten zu finden. Und sie selbst anzubauen, ist so gut wie unmöglich. Es sei denn, man hätte einen Garten, durch den ein Bach fließt, und zwar einer mit sauberem Wasser. So muß man sich in der Regel mit Gartenkresse begnügen, die aber längst nicht so aromatisch schmeckt.
Brunnenkresse ist eine mehrjährige, überwinternde und meist im Wasser lebende Pflanze mit hohlen, kantigen Stengeln, etwa 5-80 cm lang, an den Knoten wurzelnd. Die Blätter sind wechselständig, unpaarig gefiedert und von scharfen Geschmack. Die Blattfiedern, an den unteren 1-3, an den oberen 5-9 oder mehr, sind rundlich oder breit-eiförmig. Die Stengel kriechen im unteren Teil und bilden zahlreiche Nebenwurzeln.
Der Blütenstand ist end- und achselständig, die Blüten sind weiß bis ganz leicht lila.
Brunnenkresse liebt klares Wasser und so findet man ihn an fließenden Gewässern, Quellen oder Gräben. Ebenso wird er kultiviert.
Die Brunnenkresse zeigt unterschiedliche Wuchsformen. Im flachen Wasser ist sie krautiger mit 3-4 Fiederpaaren, im tieferen Wasser ist der Stengel rund, sie schwimmt und hat nur 1-2 Fiederpaare. Auf dem Lande ist sie krautiger und hat ungeteilte Blätter mit höchstens 1-2 Fiederpaaren.
Die Fruchtschoten sind ca 2 cm lang und sichelförmig.
Ich empfehle Ihnen lange Spaziergänge an Flüssen und Bächen
Lesezeichen