Emil Stejnar
1.
Herr Stejnar, Sie sind vor etlichen Jahren häufig in den öffentlichen Medien in Erscheinung getreten und haben dadurch einen großen Bekanntheitsgrad als Astrologe erreicht. Ihr Schutzengelbuch und die bisher erschienen Meisterbücher haben dann Ihren Ruf als kompetenter Magier begründet. Sie haben mit Ihrer "Gnostischen Hermetik" eine Tradition begründet, welche die Esoterik ins einundzwanzigste Jahrhundert führen soll.
Im Gegensatz zu unserem üblichen Vorgehen zuerst die sonst an letzter Stelle stehende Frage. Welche drei Bücher empfehlen Sie unseren Lesern, um sich damit einen Zugang zu Ihren eigenen Schriften- vor allem den Meisterbüchern- zu schaffen?
Ich habe immer Ihre Interviewpartner bewundert, weil sie alle auf diese Frage eine Antwort bereit hatten. Ich kann mich da nicht festlegen. Es gibt doch für jede Erkenntnisfähigkeit und Entwicklungsstufe ein anderes hilfreiches Buch das eine Zeitlang als Wegweiser das Suchen erleichtert.
Da ist Gustav Meyrink, seine Werke sind viel mehr als Okkultromane, man sollte sie immer wieder lesen und auch seine anderen Geschichten, z.B. "Die Verwandlung des Blutes" wo er seinen persönlichen Weg und alle seine Irrwege beschreibt, sind ungemein aufschlussreich. Da ist weiters Rudolf Steiner. Ich lese ihn mit Wut im Bauch und prinzipiell nur am WC, weil ich da nicht davonlaufen kann. Trotzdem halte ich ihn für einen der bedeutendsten Esoteriker. Da ist Thomas Ring, der hervorragendste Psychologe unseres Jahrhunderts. Die ersten drei Bände seiner "Astrologischen Menschenkunde" bieten den besten Einstieg in die Hermetische Anatomie. Da sind die Werke der christlichen Mystiker, die Bhagavad Gita, die Bergpredigt, die...
2.
Darf ich Sie trotzdem um drei Titel bitten?
Also gut. Aber ich muss Sie enttäuschen, die alten Scharteken der Gnosis und Hermetik sind nämlich nicht besonders geeignet den gnostisch-hermetischen Weg zu erschließen.
Die alten Meister und Adepten verwendeten ein Vokabular das wir heute nicht verstehen oder falsch übersetzen würden. Sie überlieferten hauptsächlich Theorien für Erkenntnisse und nur wenige nachvollziehbare Anweisungen für die Praxis. Daher für den Anfang (aber nicht nur für Anfänger, denn auch der Fortgeschrittene wird sich an diesen wertvollen Ratschlägen ein Leben lang orientieren können), ein Lebenshilfebuch für die Praxis: "Unfug des Lebens und des Sterbens und das Ende des Unfugs", von P Mulford. (Fischer Taschenbuch) Damit kann sich jeder auf rasche und einfache Weise davon überzeugen, dass es möglich ist, mit seinen Gedanken und Gefühlen sein Leben gezielt zu beeinflussen. Für die nächsten Operationen: "Der Weg zum Wahren Adepten" von Franz Bardon. (Verlag Hermann Bauer) Es ist das beste Lehrwerk der Hermetik. Mit diesem wohl wertvollstem Okkult-Buch, das je geschrieben wurde, lernt man, wie man seinen Geist und seine Seele, also die Bewusstseinsträger seines wahren ICHSELBST und damit sich selbst, gezielt und willentlich verändern kann, und dabei ganz nebenbei magische Fähigkeiten entfaltet. Und zuletzt für die ganz großen Meister: "DasKronenzeitung-Kochbuch".(Verlag Dichand und Falk Wien). Neben phantastischen Rezepturen der Österreichischen Küche wird da auch das alchemistische Geheimnis der Zubereitung des wahren Wiener Milchrahm-Topfenstrudels offen gelegt.
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