Hallo,
die Beschwörung einer Gottform vom Pema Tense gebe ich gekürzt,
übersetzt in einfacher Sprache, wieder.
Pema Tense wurde als 9jähriger Schüler 1939 in einem tibetischen Kloster
in der Nähe von Lhasa aufgenommen.
Seit seiner frühsten Kindheit zeigte Pema großes Interesse an okulten und
spirituellen Themen. Bald konnten die Lehrer Pemas Fragen nicht mehr
beantworten und legten ihm nahe, sich einen persönlichen Guru zu suchen.
Nach langer Zeit traf Pema endlich hoch in den Bergen Kang Rinpoche, der
ihn zuerst nicht als Schüler annahm, sondern Pema eine Woche in der
Kälte draußen sitzen liess.
Am Ende der Unterweisungen seines Gurus erhielt Pema die Aufgabe eine
mystische Gottheit namens Yidam zu beschwören.
Vorher sollte er einige Monate in seinem Kloster mit Studien über diese
Gottheit verbringen. Dabei fand Pema heraus, dass diese Gottheit, eigendlich
ungewöhnlich für für die Götter Tibets, einen furchterregenden dämonischen
Aspekt hatte und seine Beschwörung als gefährlich galt.
Die tibetanische Beschwörung unterscheidet sich im Gegensatz zur westlichen
Tradition, dass der Genius in den Kreis beschworen wird und der Magier
außerhalb steht.
Das Ritual für Yidam war so kompliziert, dass eine zufriedenstellende
Ausführung für den Guru mehrere Monate in Anspruch nahm.
Pema wurde dann für die Ausführung, die eine Beschwörung per Visiualisation
mit aller Kleidung und Symbolen vorsah, in die Wildernis geschickt.
Nach monatelanger Übung bekam er zusätzlich den Auftrag die Stimme
der Gottheit hörbar und Yidam noch zusätzlich fühlbare Subtanz zu
ermöglichen.
Alle Aufgaben zogen sich endlos hin, jedoch Pema konnte Yidam dann
jederzeit rufen, hören , fühlen und mit ihm, hinter seiner linken Schulter,
durch die Gegend wandern.
Sein Guru war sehr erfreut und entliess Pema, da dieser jetzt ja einen
machtvollen Lehrer zur Seite hatte.
Pema wanderte durch Tibet und erhielt von Yidam viele weise Lektionen.
Mit der Zeit kam immer mehr Zweifel auf, dass Yidam mehr ein konstruierter Gott,
als ein beschworener war.
Deshalb kehrte er zu Kang Rinpoche zurück. Dieser war sehr zornig und befahl
Pema sich tief in Meditation zu versehken, um alle Zweifel auszurotten.
Auf Knien bat Pema seinen Guru um Vergebung, aber auch nach der Meditation
blieben die Zweifel.
Kang fragte: Kannst du Yidam sehen?
Kannst du Yidam hören?
Kannst du Yyidam fühlen?
"Ja Meister" und trotzdem bin ich überzeugt, dass er nichts mehr als eine
Kreatur meines Geistes ist.
Plötzlich lächelte sein Lehrer. "Dann hast du die Lektion gelernt"
Pema verstand plötzlich, dass die welt um ihn herum nicht mehr war, als eine
Gedankenform und er aus sich selber einen machtvollen Lehrer erschaffen hatte.
Grüße Leah



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auch stellt sich mir die frage, wenn -nach dem text zu gehen- jede "erscheinung" eine manifestation des eigenen geistes ist, wie man sich dann in höhere welten "einklinken" will? diese dürften dann auch nicht existieren.


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