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Thema: Disziplin und Freiheit

  1. #1
    rot-lila
    Gast

    Disziplin und Freiheit

    Hallo zusammen,

    also mich würde mal Eure Meinung zu folgendem interessieren...

    Mein eigener FReiheitsbegriff hat sich alleine in den letzten 8 Jahren ständig verändert.
    Im Moment glaube ich, dass FReiheit sehr viel mit Disziplin zu tun hat, und ausserdem, dass es sehr viel mit Lachen, freier VErfügbarkeit von Zeit, Herzenswärme ohne erstarrte Formen (z.B. die Omi musst Du jetzt küssen - ist doch die Omi... (auch wenn man sich natürlich fragen kann, wo da da die Herzenswärme ist...)) etc. zusammenhängt.

    Es stellt sich mir damit die FRage, wo das Gleichgewicht zwischen Strenge/Disziplin gegen sich selbst einerseits und freier Verfügbarkeit von Zeit, flexibler Form etc. andererseits liegt.

    Wo steht ihr da? Was ist für Euch Freiheit? Wie lebt ihr FReiheit? Seid ihr zufrieden? Bin sowohl an GEdankengängen/Überlegungen als auch an Erfahrungsberichten interessiert...

    viele Grüsse, Rot-Lila

  2. #2
    Leah
    Gast
    Hallo rot-lila :D

    Herzenswärme ist das richtige Wort in meine Richtung. Disziplin ändere ich um in Rücksichtnahme. Stamme aus einer großen Familie ... 4 Schwestern und zwei Brüder. Ihnen gegenüber kann ich meine verücktesten Ideen kundtun und sie nehmen mich wie ich bin, bedingungslos.

    Gedankliche Freiheit ist für mich bedingt, sie kann nur in kleinem Rahmen stattfinden, deshalb ist für mich Freundschaft auch sehr selten. Gedankliche Freiheit, die ich in meiner Umgebung äußern kann, ein besonderes
    Gut , das ich sehr schätze

    Gruß Leah

  3. #3
    Soph
    Gast
    Freiheit ist für mich, wenn ich aus dem Gefühl heraus lebe und es mir egal ist was mein Umfeld dazu sagt, Freiheit ist sein eigenes Wesen zu leben ohne das soziale Umfeld im Nacken zu spüren. Freiheit ist etwas wunderbares und kann andere Menschen anstecken...

    Strenge, Disziplin lasse ich beim reflektieren walten, Meinungsverschiedenheiten die zum Streit werden, was hab ich dazu beigetragen, wo hab ich falsch gehandelt, wo hat meine Freiheit die Freiheit anderer verletzt?

    Sich selbst zu leben setzt einen manchmal den Angriffen des Umfeldes aus, man fürchtet um die gewahrte Form, Knigges Regeln und projeziert seine eigenen Vorurteile auf Menschen die sich selbst leben.

    Für mich ist es ein ständiger Kampf innerhalb einer Gesellschaftsstruktur anerkannt zu werden weil ich bin wie ich bin (und das schon seit meiner Kindheit), unabhängig davon was andere denken. Der Kampf kann sehr kräftezehrend werden wenn man als einziger auf seiner Seite steht... aber diese Kämpfe haben auch was gutes, sie machen Stark und Selbstbewusst.

    Die Konformen dieser Welt entwickeln bestehendes weiter, aber die sich selbst leben sind es meist, welche Durchbrüche schaffen.

    Drum steht auf meinem Banner: Forever Freak

  4. #4
    rot-lila
    Gast
    Diese FReiheit (Austicken, wann man will, voller Lachen und Freude im Regen spazieren, einfach mal blöd albern sein etc.) finde ich auch total wichtig. Und interessanterweise teile ich mit Euch die ERfahrungen, was den Kampf um Freiheit angeht... (Aber dazu gleich)

    Nur noch mal ein paar GEdanken vorweg...

    Die Freiheit hat für mich zwei Dimensionen.

    Zum einen die Freiheit von der sozialen Welt/Konventionen (soweit das möglich ist, ohne dass man sich selber verletzt...).
    Zum anderen die spirituelle FReiheit, die man durch spirituelles Wachstum erreicht, wozu man aber Disziplin aufbringen muss, die die soziale Freiheit einschränkt (banales Beispiel: wenn man Übungen machen muss, kann man nicht ins Kino gehen).

    Nun stellt sich mir die Frage, wie man die Freiheit immer zu tun, was man gerade möchte, und von unnützen Konventionen frei zu sein etc. (mal überspitzt formuliert) - soziale Dimension - mit der Disziplin zusammenführt, die nötig ist um zu wachsen und sich dadurch spirituell zu befreien - spirituelle Dimension. Wie sieht Eure Balance aus???

    @Leah
    Sehe das mit den Freunden auch so.
    Beobachte leider nur immer öfter, wie Menschen in den Sog sozialer Einengung reingezogen werden und sich so die Möglichkeiten nehmen, diese Freiheit zu teilen...
    Eine weitere BEobachtung. Letzte Woche hat mir eine Bekannte gesagt, dass man es halt akzeptieren müsste, dass Freundinnen nicht mehr so sind wie früher, weil jeder halt jetzt sein Leben hat und sich nciht nohc um das Leben anderer kümmern kann.
    Das finde ich sehr traurig. Denn wenn der Glaube an diese Form der Freundschaft stirbt, ....
    Stimme Dir auch ganz heftig zu was den kleinen Rahmen angeht. Finde so was auch immer sehr viel schöner. Zum einen ist es freier, zum anderen meistens emotionaler und tiefer...

    @Soph
    Das trifft es sehr gut. Dazu kann man gar ncihts mehr sagen - ausser: *nickende Zustimmung*

    Vielleicht nur eine SAche. Ich behalte die Hoffnung, dass die Konformen nicht so konform sind, wie sie scheinen. *hoffnungsfroh guck*

    Viele Grüsse, Rot-Lila

  5. #5
    Soph
    Gast
    Balance:
    Hab ich leider noch keine gefunden, lebe zu sehr nach Gefühl und bin gut im Verdrängen, wenn die Pflicht ruft... Drum wird die Balance bei mir stets in inneren Kämpfen versucht zu erreichen, geschafft hab ichs bislang nicht wirklich.

    Wie sieht die Balance bei Dir aus? Schaffst Du den Spagat zwischen individueller Freiheit und den Pflichten?

    Liebe Grüße, Toni

  6. #6
    rot-lila
    Gast
    @Balance

    nachdem ich jahrelang gelebt habe, als hätte ich gar keine Pflichten, lebe ich momentan in einem sehr engen Pflichtengerüst.
    Muss allerdings auch sagen, dass mir gerade die Übungen usw., als ein selbstgewählter Teil dieses GErüstes, sehr viel bedeuten, so dass ich es nciht belastend finde, sondern sie mittlerweile ein angenehmer, fester BEstandteil meines Lebens geworden sind.

    Ausserdem scheint es mir, als wäre ich auf mehreren Ebenen an einem Knotenpunkt in meinem Leben. Habe dementsprechend das GEfühl, dass sich gerade sehr vieles verändert, das im Guten wie im Schlechten ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens war. Das führt bei mir zu Unsicherheit und auch dazu, dass mir die Verpflichtungen in ihrer Gesamtheit in meinem Leben im Moment Halt geben...

    Fazit: LEben verändert sich gerade. Es wird spannend, wie das neue Gleichgewicht aussieht...

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