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Thema: Freier Wille und helfen wollen

  1. #1
    Viola
    Gast

    Freier Wille und helfen wollen

    Hallo,

    da hier so viel über den freien Willen diskutiert wurde, hätte ich auch noch eine Frage, da mich dieses Thema auch betrifft und ich in diesen Tagen immer wieder in Gewissenskonflikten stecke deswegen.

    Gestern konnte ich meinen Vater vom Krankenhaus abholen, nachdem er arge Durchblutungsstörungen und Schmerzen im linken Fuß hatte und 9 Tage dort war. Daheim verlangte er sofort nach Alkohol, obwohl er noch ständig Medikamente nehmen muss und Spritzen bekommt. Sein Fuß hat noch immer eine offene Stelle. Er ist es gewohnt täglich mässig Bier, Rotwein u. Schnaps zu trinken. Müssen wir seinen freien Willen respektieren und ihm welchen geben?? Sollen wir nun dabei zuschauen, wie er eventuell damit langsamSelbstmord begeht? Wenn ich ihm Alkohol gebe, mache ich mich da nicht auch mitschuldig? Denn er will ja leben. Wie mache ich mich mehr schuldig, wenn ich seinen Willen respektiere und ihm Alkohol gebe oder wenn ich seinen freien Willen ignoriere?

    Kann man dieses Thema über den freien Willen überhaupt jemals ausdiskutieren? Da es doch eine sehr individuelle Entscheidung für jeden Menschen ist, wie er es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, in welcher Situation er den freien Willen eines Mitmenschen respektiert und wann er ihn nicht beachtet.

    Das war jetzt über das praktische Helfen. Und wie ist es mit dem geistigen Helfen? Wenn es einer Person schlecht geht, darf man dann für sie beten? Oder muss man da auch vorher um Erlaubnis fragen? Darf man als Privatperson eine Lebenskraftstauung, ... für einen anderen Menschen machen, auch wenn dieser nicht daran glaubt und dies ablehnt? Oder ist es klüger denjenigen erst gar nicht zu fragen, ob er das will oder nicht? Denn wenn er nichts davon weiß, kann er innerlich auch keine Abwehr aufbauen? Irgendwo in dem WWA-Buch habe ich gelesen, dass es edler u. besser ist, heimlich zu helfen. Ich finde die Seite nicht mehr. Das leuchtet mir zwar ein, wenn man Gutes tun soll ohne Dank dafür erwarten zu wollen,.. aber damit wird ja auch der freie Wille dieses Menschen dem man hilft, umgangen, außer Acht gelassen. Oder wie seht Ihr das?

    Viele liebe Grüße,
    Viola

  2. #2
    Zlan
    Gast
    Hallo Viola,

    schön, dass Du eine Frage stellst. Dabei eine die so leicht und eindeutig nach den spirituellen Gesetzen, zu beantworten ist.

    Freier Wille: Wenn Dein Vater Alkohol will, obwohl er unter Medikamenten steht, musst Du ihm natürlich keinen Alkohol geben. Das ist Dein freier Wille. Wenn er sich den Alkohol selbst holt, ist das sein freier Wille. Aber vielleicht ist der Alkohol so gut versteckt, dass er ihn nicht findet. Dann kann er seinen freien Willen nicht ausführen.

    Kann man dieses Thema über den freien Willen überhaupt jemals ausdiskutieren?
    Es ist kinderleicht, Viola! Du musst nur zwischen Deinem und dem freien Willen des anderen unterscheiden.

    Das war jetzt über das praktische Helfen. Und wie ist es mit dem geistigen Helfen?
    Immer um Erlaubnis fragen! Es ist unethisch und verursacht schlechtes Karma, wenn man den freien Willen übergehst.

    Wenn es einer Person schlecht geht, darf man dann für sie beten? Oder muss man da auch vorher um Erlaubnis fragen?
    Warum, wieso greifst Du in den freien Willen ein, wenn Du für jemanden betest? Du bittest lediglich um Hilfe. Sie wird oft nicht gewährt, weil die geistige Welt nicht gegen den Willen des Hilfsbedürftigen eingreift.

    Darf man als Privatperson eine Lebenskraftstauung, ... für einen anderen Menschen machen, auch wenn dieser nicht daran glaubt und dies ablehnt?
    Niemals, Ausnahme, wenn der Patient nicht ansprechbar ist und man innerlich abgefragt hat oder weiß, dass er Hilfe annehmen würde.

    Oder ist es klüger denjenigen erst gar nicht zu fragen, ob er das will oder nicht? Denn wenn er nichts davon weiß, kann er innerlich auch keine Abwehr aufbauen?
    Oh, oh, Viola???? Oder ist es klüger denjenigen erst gar nicht zu fragen, ob er mir Geld geben will oder nicht, sondern es gleich zu stehlen? Denn wenn er nichts davon weiß, kann er innerlich auch keine Abwehr aufbauen?

    Irgendwo in dem WWA-Buch habe ich gelesen, dass es edler u. besser ist, heimlich zu helfen. Ich finde die Seite nicht mehr. Das leuchtet mir zwar ein, wenn man Gutes tun soll ohne Dank dafür erwarten zu wollen.
    Der gute Meister Bardon hat auch öfters die Gesetze gebeugt. Z.B. als er eine MS Kranke geheilt hat, von der Vorsehung (Karma) zur Verantwortung gezogen wurde und sie wieder krank machen musste. D.h. selbst der geliebte Meister hat mal mehr getan, als von oben erlaubt war.

    Liebe Grüße!



    Zlan

  3. #3
    Leah
    Gast
    Persönlich habe ich oft die Erfahrung gemacht, dass Krankheit für manche
    Menschen auch Lebensessenz ist.

    Ihre Seele gibt das innere Leid an den Körper ab, damit es erträglicher
    ist. 'Inzwischen habe ich es gelernt, es zu repektieren und mich nicht mehr
    einzumischen.

    Wenn ich den geistigen Heilungsbereich betrete so bitte ich um Heilung für den Menschen, die nur eine Unterstüzung für den Menschen sein soll,
    zur Lernerfahrung, zum Leben oder als Begleitung zum Tod, denn ich habe kein
    Recht mich einzumischen, außer der Äußerung meiner Liebe zum Mitmenschen.
    Grüße Leah

  4. #4
    Viola
    Gast
    Hallo Zlan,

    danke für Deine schnelle und ausführliche Antwort.

    Der Alkohol lagert im Keller und mein Vater kann mit seinem kranken Fuß und mit seinen Krücken nicht die steile Kellerstiege hinabsteigen um sich selbst welchen zu holen. Von uns bekommt er keinen. So ist es gut, dass ich meinen freien Willen umsetzen kann.

    Ich verstehe nun, dass man unter dem eigenen freien Willen und dem freien Willen von anderen unterscheiden muss.

    Lieber Zlan, da die spirituellen Gesetze sagen, dass man den freien Willen eines anderen Menschen respektieren muss, bist Du natürlich im Recht!

    Ich bitte Dich, mir im WWA-Buch die Seite 107 zu erklären. Endlich habe ich sie gefunden! Das ist der Anhang zu Stufe III über den Biomagnetismus. Ich lese da: "Idealdenkende Magier helfen Leidenden, ohne dass diese davon etwas wissen. Diese Art der Hilfe ist die segensreichste,..." Ich würde sagen, damit ist das selbe gemeint, das ich voriges Mal über das heimliche Heilen geschrieben habe. Ich verstehe es so, dass wenn z.B. der Nachbar krank ist, ich geistig etwas für ihn tun kann, ohne vorher seine Zustimmung eingeholt zu haben und ohne, dass er nachher etwas davon erfährt. Und diese Art des Heilens ist nach Bardons Meinung sogar die segensreichste! Bist Du auch dieser Meinung? Bardon hat doch selbst am besten die spirituellen Gesetze gekannt und er hätte das wohl kaum in sein Buch geschrieben, wenn es falsch wäre.

    Was Deinen Vergleich mit dem Geld stehlen betrifft, ich würde auf so einen Gedanken gar nicht kommen. Vielleicht ist es so rübergekommen, als wenn ich recht salopp durch die Weltgeschichte gehen würde und da ein bisschen Geld stehlen und dort ein bisschen lügen und betrügen,... würde. Aber so ist es nicht! Ich versuche anständig durch Leben zu gehen. Ich weiß, es war nur ein Vergleich und nicht persönlich gemeint.

    Hallo Leah,

    danke, Deine Art zu heilen gefällt mir besonders gut.
    Ich bin auch ganz Deiner Meinung, dass es meist so ist, dass die Seele das innere Leid an den Körper abgibt, damit es erträglicher wird. Ich habe schon oft bei Menschen die ich gut kenne, bemerkt, dass ihre Seele schon jahrelang vorher sehr gelitten hat, bevor eine schwere Krankheit ausbrach.

    Ich denke auch, dass Krankheiten sehr oft eine Lernerfahrung darstellen. Ich sehe das gerade bei meiner Schwiegermutter die derzeit im Krankenhaus ist und wieder einmal am Knie operiert wird. Sie war immer so eine tatkräftige, selbstständige Frau und nun muss sie lernen Hilfe anzunehmen, was ihr sehr schwer fällt. In diesem Sinne hast Du sehr recht, dass man sich eigentlich bei Krankheiten nicht immer einmischen sollte.

    Viele liebe Grüße,
    Viola

  5. #5
    Zlan
    Gast
    Hallo Viola,

    "Idealdenkende Magier helfen Leidenden, ohne dass diese davon etwas wissen. Diese Art der Hilfe ist die segensreichste,..."
    Viola, lies mal S.141 im Frabato: „….Ihr wisst, dass Ihr trotz aller Freiheit die Macht dieser Wissenschaft (Magie) nur im Rahmen der göttlichen Gesetze verwenden dürft. (Frabato) nickte reumütig mit dem Kopf, denn er wusste, dass dieser Hinweis besonders in selbst betraf. Es geschah….., dass er den negativen Kräften Einhalt gebot, bevor dies nach den Gesetzen des Karmas zulässig war. Besonders bei den Aktivitäten der sogenannten schwarzen Magie konnte er manchmal dieser Versuchung nicht widerstehen.“

    Selbst wenn jemand akute Schmerzen hat, darf man ihm - streng genommen - nicht ohne Einwilligung helfen. Wenn er aber z.B. in ein Krankenhaus eingeliefert wird oder um Hilfe bittet oder auf die Frage, ob man ihm helfen darf, nickt oder er Angehörigen zu verstehen gegeben hat, dass er Hilfe will, darf man ihm Hilfe geben. Natürlich ist es menschlich jemandem zu helfen, der Schmerzen hat. Ausgeschlossen ist Hilfe aber, wenn es eine karmische Krankheit ist, es sei denn Du reinigst seinen Astralbewußtsein vorher, z.B. indem er Ängste diesbezüglich abbaut. (Eigene Erfahrung) Selbst Jesus hat Kranke nicht gegen ihren Willen geheilt. Weder Gott noch die Engel greifen ohne Bitte in den eigenen freien Willen ein.

    Jetzt wissen wir endlich wozu das Beten gut sein soll. :D

    Und diese Art des Heilens ist nach Bardons Meinung sogar die segensreichste!
    Manchmal bringt anderen zu helfen positives Karma. Deshalb sagt er segensreich. Wenn man ohne, dass der andere es weiß hilft, kann das aber karmische Rückschläge bringen. (MS Kranke im Frabato!)

    Unser geliebter Meister hat eben auch manchmal die Gesetze etwas gebeugt. Der freie Wille eben! Für mich ist er trotzdem der Größte!




    Zlan

  6. #6
    Viola
    Gast
    Danke Zlan für diese gute Erklärung!

    Ich sehe das mit dem freien Willen ein. Es ist doch wichtig ihn zu beachten.
    Das Buch "Frabato" von Bardon das sehr viel Autobiografisches über ihn enthalten soll, habe ich noch nicht gelesen. Ich werde es mir mal besorgen. Klingt ja sehr interessant!

    Viele liebe Grüße,
    Viola

  7. #7
    Leah
    Gast
    Hallo Viola :D

    Die Heilkraft, die in uns wohnt, die wir mit unserer Liebe übertragen können,
    dient dazu, unseren Angehörigen in ihrem Leid zu unterstützen. Wir benutzen dabei vieleicht andere Kräfte,
    greifen aber niemals in ihren freien Willen ein.

    Wenn ich als Frau zu meinem Mann gehen würde, und ihn von Heilmethoden
    erzählen würde, die er nicht akzeptieren kann und ich anwenden möchte, unterbinde
    ich damit sogar eine Heilung.

    Als mein Vater sehr krebskrank war, unterstützte meine Mutter ihn mit Methoden,
    die sie perönlich nie interessiert hatten, aber von denen sie wusste, dass
    er auf sie ansprach.. dafür hat sie stets meine absolute Achtung.

    Wenn jemand starke Schmerzen hat, zeige ich ihm meine Gefühle und versuche
    die Schmerzen mitzutragen, ohne um Einwilligung zu fragen.

    Liebe Grüße Leah

  8. #8
    Lilo
    Gast
    wenn ich in der Vergangenheit geholfen oder auch nur gebetet habe, so immer mit dem Zusatz "Wenn GOTT will".

    So fühlte ich mich immer sicher und war überzeugt, nichts falsch gemacht zu haben.

    Aber selbst wenn es falsch gewesen wäre, so wäre es mein Karma, das ich auf mich geladen hätte und NIEMAND hat das Recht, darüber zu urteilen oder gar zu verurteilen.

    Jeder muss tun, was ihm sein Gewissen vorschreibt.

    Lilo

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