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Thema: Diskussion des Rythmus-Prinzips

  1. #1
    Bronte
    Gast

    Diskussion des Rythmus-Prinzips

    Das Prinzip des Rhythmus - Kurzfassung

    "Alles fließt; aus und ein; alles hat seine Gezeiten; alles hebt sich und fällt, der Schwung des Pendels äußert sich in allem; der Ausschlag des Pendels nach rechts ist das Maß für den Ausschlag nach links; Rhythmus gleicht aus."
    Das Kybalion

    Dieses Prinzip enthält die Wahrheit, dass sich in allem eine abgemessene
    Bewegung, hin und her, äußert; ein Fluten und Einfluten; ein Rückwärts und
    Vorwärtsschwingen; eine pendelartige Bewegung; eine gezeiten gleiche Ebbe und Flut; eine Hoch-Zeit und eine Tief-Zeit; zwischen den beiden Polen, die in Übereinstimmung mit dem eben besprochenen Prinzip der Polarität existieren. Es gibt immer eine Aktion und eine Reaktion; einen Fortschritt und einen Rückschritt; ein Steigen und ein Fallen; und dies in allen Angelegenheiten des Universums, der Sonnen, Welten, Menschen, Tiere, des Mind, der Energie und der Materie. Dieses Gesetz äußert sich in der Erschaffung und Zerstörung der Welten; im Aufstieg und Verfall der Nationen; im Leben aller Dinge; und schließlich auch in den mentalen
    Zuständen der Menschen (und gerade im Zusammenhang mit letzteren finden die Hermetiker das Verständnis dieses Prinzips am wichtigsten). Die Hermetiker haben dieses Prinzip erfasst, da sie seine universale Anwendung erkannten; sie haben auch gewisse Mittel entdeckt, um durch Anwendung geeigneter Formeln und Methoden der Wirkung dieses Prinzips in sich selbst zu begegnen. Sie wenden das mentale Gesetz der Neutralisation an. Sie können das Prinzip nicht aus der Welt schaffen, können seine Wirkung nicht aufheben, aber sie haben gelernt, seine Wirkungen auf sich selbst bis zu einem gewissen Grade, der von der Beherrschung des Prinzips abhängt, zu vermeiden. Sie haben gelernt, es zu gebrauchen, statt von ihm gebraucht zu werden. Die Kunst der Hermetiker besteht in dieser und ähnlichen Methoden. Die hermetischen Meister polarisieren sich auf jenen Punkt,
    auf welchem sie zu ruhen wünschen und neutralisieren dann die rhythmische Pendelschwingung, welche sie zum anderen Pol tragen wollte. Alle Individuen, welche irgendein Maß von Selbstbeherrschung erlangt haben, tun dies bis zu einem gewissen Grad, mehr oder weniger unbewusst; aber der Meister tut es bewusst und mit Hilfe seines Willens. Er erreicht einen Grad von Gleichgewicht und mentaler Festigkeit, der für die Massen, die gleich einem Pendel vor- und rückwärts geschwungen werden, kaum glaublich ist. Dieses Prinzip und das Prinzip der Polarität wurde von den Hermetikern eingehend studiert, und die Methoden des
    Entgegenwirkens, der Neutralisation und der Gebrauch derselben bilden einen Hauptteil der hermetischen mentalen Alchimie.

    aus: Das Kybalion

  2. #2
    Viola
    Gast
    Hallo,

    Weiß jemand in welchen Situationen Menschen, die ein gewisses Maß an Selbstbeherrschung erlangt haben, sich unbewusst an einem Punkt polarisieren und dann den rhythmischen Schwung des Pendels neutralisieren?

    Könnte da der Vergleich mit dem Gewicht abnehmen und dem Jo-Jo-Effekt passen? Jemand macht eine Kur, nimmt Gewicht ab und danach fordert sein Körper noch mehr übermässig Nahrung, um den scheinbaren Mangel wieder auszugleichen. Ein Mensch mit einem gewissen Maß an Selbstbeherrschung wird dieser Forderung des Körpers nicht nachgeben und sein Gewicht halten können, er hat den rhythmischen Schwung neutralisiert.

    Liebe Grüße,
    Viola

  3. #3
    Bronte
    Gast
    Hi Viola,

    wir alle praktizieren dieses Neutralisieren, indem wir durch die Seelenschulung das elementare Gleichgewicht Stück für Stück vollkommener in uns erreichen.

    (Und das ist jetzt nicht nur reine Theorie). Ich bin in den letzten paar Wochen immer wieder in Situationen gekommen, in denen ich deutlich das empfunden habe, was im Kybalion als Neutralisation bezeichnet wird. Die Seelenspiegel-Arbeit der Stufen I+II ist wirklich lohnenswert und wichtig.

    Allerdings würde ich es nur bedingt mit der Selbstbeherrschung beschreiben, da man es streng genommen auch als eine Form von Gewalt gegen sich selber bezeichnen kann. Und Unterdrückung führt nur dazu, dass es später wieder auftaucht. Das gleiche Prinzip übrigens wie bei der Körperbeherrschung. Hierbei darf die Empfinung nicht unterdrückt, sondern muss die Wahrnehmung umgewandelt werden.

    Ich würde den ganzen Prozess eher als TRansmutation bezeichnen. Wir wandeln die negative Energie, die das Pendel dem Rhythmus entsprechend ins negative pendeln liesse so um, dass die Energie positiv wird. Wir nutzen die Energie also, um entsprechend dem Prinzip der Polarität weiter auf der "hohen" Schwinungshöhe der beiden Pole zu bleiben.

    Liebe Grüsse, Bronte

  4. #4
    Viola
    Gast
    Hallo Alex,

    Du meinst Selbstbeherrschung sei auch eine Form von Gewalt gegenüber einem selbst? Und diese Unterdrückung seiner Gelüste und Triebe würde dauerhaft nicht funktionieren.
    Du meinst, man sollte sie lieber umwandeln mit Hilfe des Seelenspiegels.
    Da hast Du sicher recht. Kann ich das so verstehen, dass jemand der Gelüste nach Schokolade hat, sie nicht unterdrücken soll, sondern er soll sie durch Autosuggestion umwandeln, sodass es Gelüste nach Obst und Salat werden?

    Viele Grüße,
    Viola

  5. #5
    Zlan
    Gast
    Hallo Viola,

    wenn wir etwas mit Autosuggestion umwandeln, im sinne von „ich bin jetzt frei vom rauchen, “ dann tun wir das, weil wir tief drin überzeugt sind, dass Rauchen schädlich ist. Es lässt sich aber nicht leugnen, dass Schokolade gut schmeckt, deshalb würde man sich bei der Anwendung von Autosuggestion im Bezug auf Schokolade nur sich selbst belügen. Mit Schokolade wäre es besser, wenn man versucht sie durch ein gesünderes Produkt, event. mit Fruchtzucker gesüßt, oder eine Schnitte mit Honig gesüßt aus dem Naturkostladen, zu ersetzen.



    Zlan

  6. #6
    Viola
    Gast
    Hallo Zlan,

    Danke, Deine Antwort überzeugt mich.
    Ich versuche immer weiche Datteln statt der Schokolade zu essen
    und inzwischen schmecken die wirklich besser!
    Das Rauchen betrifft mich nicht, ich habe noch nie eine Zigarette oder sonst was geraucht, weil mir schon vom Geruch schlecht wird.
    Heute bin ich froh darüber, denn so habe ich kein Problem damit.

    Liebe Grüße,
    Viola

  7. #7
    Leah
    Gast
    Hallo ...

    Zu diesem Thema habe ich einen bestimmtem Gedankengang verfolgt.

    Der Rhythmus von Nähe und Distanz !!!!!

    Für mich geht es bei dieser Betrachtung nicht darum, einen Neutralisationspunkt
    zu finden, oder eine Umwandlung der Distanz in Nähe sondern:

    Ein Gleichgewicht finden .... nach einiger Zeit der Distanz wieder Nähe suchen.

    Grüße ... Leah

  8. #8
    Bronte
    Gast
    Liebe Leah,

    interessanter Fall. Vordergründig wirkt es, als widersprächen sich Polaritätsprinzip und Rythmus-Prinzip.

    Denn endweder bedeutet WEiterentwicklung, dass man sich dem höher schwingenden Pol hinwendet (Prinzip der Polarität).
    Oder es bedeutet Neutralisierung der beiden Aussschläge des Pendels zu etwas Neuem; dem Gleichgewicht - wie hier bei Nähe und Distanz (Prinzip des Rythmus). Und damit eben nicht, dass man sich dem vermeintlich höheren zuwendet. Denn was schwingt höher? Nähe oder Distanz? Wer will sich schon für eines festlegen? Beides hat doch in verschiedenen Situationen seinen Wert! Die richtige Nähe und Distanz, ein Gleichgewicht ist wichtig.

    Dennoch glaube ich, dass dieser Widerspruch nur vordergründig existiert. Und nur so lange besteht, so lange man Nähe und Distanz als zwei Pole der gleichen Sache mit unterschiedlichen Schwingungshöhen ansieht.

    Frage: Sind Nähe und Distanz zwei Pole der gleichen Sache? Haben sie eine unterschiedliche Schwingung? Ich glaube nciht.
    Ich halte sie eher für zwei Zustände bzw. Verhaltensweisen. Sowohl Nähe als auch Distanz resultieren in den meisten Fällen aus Beweggründen (oder unseren viel geliebten Larven ).... Angst, Vorsicht, Freude etc.

    Vor dem Hintergrund dieser Betrachtung sind Nähe und Distanz dann nur zwei unterschiedliche Zustände, die aber sogar aus jeweils identischen Beweggründen resultieren können. Die Angst führt mal zu Nähe und beim nächsten mal zu Distanz. Es liegt also hinter beiden Verhaltensweisen die gleiche Schwingung.

    Gelingt es dem Schüler nun, sich auf den höher schwingenden Pol auszurichten (Selbstwertgefühl statt Angst z.B.), wird er gleichzeitig den Ausschlag des Pendels zwischen Nähe und Distanz immer mehr zu einem Gleichgewicht führen können.

    Liebe Grüsse

  9. #9
    Leah
    Gast
    Liebe Alex,

    Deine Gedankengänge sind sehr schlüssig, doch möchte ich gern das Augenmerk noch auf einen Punkt werfen.

    > Angst führt manchmal zur Nähe und beim nächsten Mal zur Distanz.<

    >höhere Schwingung - Selbstwertgefühl <

    Ergänzende Sichtweise: Beim Selbstwertgefühl ist der Wechsel zwischen
    Nähe und Distanz genauso wichtig, da sich sonst kein fruchtbares Ergebnis aus
    der Dualität ergibt.

    Selbstwertgefühl ist jedoch in sofern eine höhere Schwingung, da die
    Qualität der Nähe und Distanz eine völlig andere ist.

    Grüße Leah

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