Würden nicht Politiker oder Verfassungsrichter über die Zukunft des Euro entscheiden, dann wären die Tage der Gemeinschaftswährung in ihrer derzeitigen Form wohl gezählt. In einer Umfrage für die ARD und die Tageszeitung Die Welt bekannten drei Viertel der Befragten, sie fürchteten wegen der Euro- und Schuldenkrise um ihren Wohlstand. Und rund 80 Prozent der Bürger sind der Überzeugung, das Schlimmste komme erst noch. Angetrieben von den mächtigen Lobbyisten der exportorientierten Großindustrie und der Banken werden die Regierungen alles versuchen (»Koste es, was es wolle«), um den Euro mit weiteren milliardenschweren Garantien und Finanzspritzen eine Weile am Leben zu erhalten. Dabei ist die Europäische Währungsunion längst ins Stadium der Agonie getreten. »Das Euro-Abenteuer geht zu Ende«, davon sind die fünf Professoren überzeugt, die vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den sogenannten Euro-Rettungsschirm klagten. Und so lautet denn auch der Titel ihres topaktuellen Buches, das jetzt im Kopp Verlag erschienen ist.



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