Wer erinnert sich nicht an Abdel Basset al-Megrahi? Der als Drahtzieher des Lockerbie-Attentats von 1988 überführte und verurteilte libysche Geheimdienstmann wurde im August 2008 von der schottischen Regionalregierung begnadigt, weil ihm ärztliche Gutachter wegen eines Prostata-Krebses im Endstadium eine Lebenserwartung von weniger als drei Monaten bescheinigten. In Libyen bekam Basset al-Megrahi einen triumphalen Empfang. Der begnadigte Massenmörder machte durchaus nicht den Eindruck eines Sterbenskranken, als er in Tripolis dem Flugzeug entstieg. Tatsächlich lebte er noch mindestens drei Jahre munter weiter. Erst vor wenigen Wochen wurde gemeldet, er liege nun im Koma und sei nicht mehr zu retten.



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