Welches sind die richtigen Wege in der Familienpolitik? Welche Weichen müssen heute gestellt werden, damit in einer Gesellschaft von morgen wieder mehr Kinder geboren werden, damit die Kinderarmut und somit auch die Familienarmut sinkt und auf dem Weg die Belange von Frauen und Müttern nicht untergehen, sondern ebenfalls berücksichtigt werden? Kaum ein Thema erhitzt die Gemüter mehr, ist ideologisch belasteter und umstrittener in den Mitteln, die zu finden sind, als dieses. Die Politik beruft sich dabei immer gerne auf internationale Studien, internationale Beispiele, sei es bei der Frage der Frauenquote beim Vorbild Norwegen oder in Sachen Kinderbetreuung am Beispiel Frankreichs. Nun ist Studie aber nicht gleich Studie, und frei nach dem Sprichwort: »Ich glaube nur an die Zahlen, die ich selber gefälscht habe« findet leider unter wissenschaftlichem Deckmantel oftmals gar nicht so wissenschaftliche Arbeit statt. Stattdessen werden Statistiken oft so lange umgeschrieben, bis sie auf das Ergebnis passen, das man gerne hätte. Manche verschwinden auch gleich wieder in der Schublade, wenn das ehrliche Ergebnis zu sehr erschreckt. Oft werden Einzelaspekte aus dem Kontext gerissen und dadurch sinnentleert oder gar –verkehrt. Hinzu kommt, dass es zu jeder Studie inzwischen eine Gegenstudie gibt – ein reines Berufen auf angeblich sachliche, unabhängige Zahlen wird also gerade für den ahnungslosen Leser zunehmend schwieriger.
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