Eines der ersten sonnenneugierigen Frühjahrsblümchen ist der Huflattich. Lange vor den großen, graufilzigen Blättern drängen sich die goldgelben Körbchenblüten ans Licht.

Schon die griechischen und römischen Ärzte wussten, dass der Huflattich den Husten vertreibt.
"Doktor Blüemeli" nennen ihn die Schweizer. "Heilblatt", "Teeblümel", "Brustlattig" taufte ihn der Volksmund.
Der Kräuterpfarrer Künzli sprach von "Hustenblüemli" und mischte die gelben Blüten mit den Schlüsselblumen zusammen zu einem vortrefflichen Hustentee.
Um die Wende des Mittelalters nahm man statt Teewasser lieber Wein. Noch 1563 schrieb Matthiolus: "Eine Handvoll Huflattich in ein Maß weißen Wein gelegt und davon nach Belieben getrunken, wehret den Husten ...".

Wehren auch wir dem Husten. Trinken wir im Frühling und im Herbst, immer wenn Erkältungen drohen, zum Frühstück und zum Abendessen eine Tasse Tee aus Huflattichblüten, gesüßt mit Honig.

Mit diesem angenehm schmeckenden Getränk hält man sich die Grippe und Katarrhe buchstäblich "vom Leib". Wenn man aber schon vom Husten gequält wird, wird man bald Erleichterung verspüren.

Liebe Grüße,
Viola