Nach einer frühen christlichen Legende ist die Pflanze aus dem vergossenen Blut Johannes des Täufers entstanden - daher auch das "Blut", das beim Zerreiben der Blätter und Blüten erscheint. Die Ärzte der Antike, z.B. Hippokrates, kannten das Johanneskraut bereits. Schon damals gab es Legenden um dieses heilkräftige Kraut - es sollte magische Kräfte besitzen und die Götter milde stimmen. In der Antike wurde Johanniskraut vor allem bei Wunden und Verletzungen eingesetzt, aber auch schon bei Entzündungen, Fieber, Verdauungsbeschwerden. Im Mittelalter war Johanniskraut ein weitverbreitetes Hausmittel.
Die beruhigende, antidepressive, angstlösende, schlaffördernde und streßreduzierende Wirkung des Johanniskrauts macht diese Pflanze zu einem so ungewöhnlich faszinierenden Naturheilmittel. Die ausgleichenden Wirkungen auf die Psyche haben dem Johanniskraut auch die Anerkennung der Schulmedizin eingebracht.
Johanniskraut unterdrückt die Symptome nicht, aber es wird eine enorme Hilfe dabei sein, die seelischen Beschwerden in den Griff zu bekommen. Es ebnet den Weg - aber gehen muss man ihn selbst!
Johanniskraut gilt als Heilmittel für äußere und innere Wunden. Seiner geistig-seelischen Wirkung kommt damit eine zentrale Bedeutung zu. Es hat die volle Kraft der Sonne an ihrem höchsten Stand im Jahr eingefangen. Das macht es zu einer Lichtpflanze. Mit allen Poren nimmt sie die lichte Energie auf. Aufrecht und stark wächst sie in die Höhe und ist zugleich mit einem kräftigen Wurzelstock fest im Boden verankert und zudem ein ausdauerndes Gewächs. Aus dieser Pflanzensignatur läßt sich ableiten, dass sie sehr gut zu Menschen paßt, die sich nach dem inneren Licht sehnen, aber leicht verzagen und sich sorgen, weil es ihnen an heller, sonniger Zuversicht und auch an Überlebenskraft fehlen kann. Ihnen kann Johanniskraut innere Gelassenheit und wahre Stärke schenken.
Johanniskraut reguliert die Säureverhältnisse im Magen und trägt zu einer Umstimmung der Fermentbildung bei. Darüber hinaus regt es die Verdauungs- und Gallenfunktion an und fördert die Ausscheidung und man kann es verwenden bei:
Magen- und Darmbeschwerden, Durchfällen, Blähungen, Sodbrennen
Katarrhe der Magenschleimhaut (Magenschleimhautentzündung, Magengeschwüre)
Anregung der Verdauungsfunktion (bei Appetitlosigkeit)
Anregng der Leber- und Gallenfunktion, Gallenkoliken
Gelbsucht, Wassersucht,
Nieren- und Blasensteine, Koliken
Erschlaffung der Muskulatur der Harnorgane
Johanniskraut wirkt über das Nervensystem ausgleichend auf die Herztätigkeit, steigert außerdem die Durchblutung des Herzmuskels und verhindert Stauungen durch Blutüberfülle. Daher empfiehlt es sich es einzunehmen bei:
nervösen Herzbeschwerden - Herzneurosen
gestörter Blutzirkulation
Kongestionszuständen in verschiedenen Organen
Anämie (Anregung zur Blutbildung)
Wetterfühligkeit
auch bei Asthma und starken Beklemmungszuständen
Durch seine Wirkung auf den Gehirnstoffwechsel und das innersekretorische Drüsensystem hat Johanniskraut einen tiefgreifenden, regulierenden Einfluß auf den Hormonhaushalt und ist bei vielen damit in Verbindung stehenden Beschwerden einsetzbar, darunter:
hormonelle Unterfunktion
krampfartige Menstruationsschmerzen
Gebärmutterentzündungen
hormonell bedingte Kopfschmerzen/Migräne
Beschwerden der Wechseljahre
Bei folgenden Hautleiden ist Johanniskraut-Öl zu empfehlen:
juckende Hautausschläge, Schuppenflechte, Herpes,
Furunkel und Geschwüre, Akne
Verbrennungen, Hieb-, Stich- und Schnittwunden
blutenden Wunden, Blutergüssen,
Quetschungen und Prellungen
Durch die Verbindung zum Gehirn und Nervensystem entfaltet Johanniskraut eine besondere Wirksamkeit bei allen peripheren Nervenverletzungen. Vor allem Verletzungen an Körperstellen, die besonders reich an Empfindungsnerven sind, wozu z.B. die Fingerspitzen, die Fußzehen und das Steißbein gehören. Rasch läßt der Schmerz nach, die Nerven regenerieren und werden wieder lichtdurchlässiger:
gestochene, geschnittene, gequetschte oder zerrissene Wunden in den Füßen
Dornen oder Splitter unter den Nägeln
drückende oder hämmernde Schmerzen in Finger, Zehen oder Nagelbett
eitrige Finger- und Handentzündung
Schlag auf den Finger
Stauchung der Wirbelsäule, Bandscheibenvorfall
Steißbeinprellung
Nervenschmerzen, Nervenentzündungen
Neuralgien, Ischias, Hexenschuß
Lähmungserscheinungen und Taubheitsgefühle
Johanniskrautöl läßt sich durch seine krampflösende, entspannende und gewebetonisierende Wirkung sehr gut für Einreibungen und Massagen verwenden bei:
allgemeiner Gliederschwäche
Rückenschmerzen
Verspannungen und Verrenkungen
Gelenk- und Muskelschmerzen (Muskelkater)
rheumatisch bedingte Schmerzen
Kneipp empfahl den Tee aus Johanniskrautblüten als vorzügliches Leberheilmittel. Für Tee kann man Blüten und Blätter verwenden.
Ab und zu eine Tasse von diesem aromatischen, rötlich gefärbten Johanniskrauttee schmeckt sehr gut und ein bisschen Leber- und Nervenstärkung kann jeder gebrauchen.
Liebe Grüße,
Viola![]()



LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren


Lesezeichen