Die Kirsche haben wir den Römern zu verdanken, die vor allem die Süßkirsche nach Germanien brachten - die Sauerkirsche folgte etwas später. Seitdem haben Generationen von Jungen und Mädchen das Klettern auf Bäume nur deswegen gelernt, weil sie zu den Kirschen (des Nachbarn) vordringen wollten.

Sie sind besonders rot, leuchtend, süß und saftig: die heimischen Kirschen. Die meisten von uns essen sie, weil sie einfach köstlich schmecken. Nur wenige wissen, dass Kirschen auch natürliche Kräfte für unsere Gesundheit besitzen. Bereits in der Antike setzte sie der griechische Arzt Hippokrates auf der Insel Kos als Medizin ein und zwar gegen Epilepsie. Im Jahr 1920 wurden Kirschen in Deutschland, Frankreich und England von vereinzelten Ärzten bei Nierensteinen, Gallenblasenerkrankungen und zur Schleimlösung eingesetzt. Auch heute sind Kirschen wieder bei Ärzten der Ganzheitsmedizin geschätzt und zwar gegen drei verschiedene gesundheitliche Alltagsprobleme:

Kirschen liefern dem Organismus reichlich Ballaststoffe, welche im Darm enorm aufquellen und daher die Verdauung in Schwung bringen. Gegen Verstopfung eine Handvoll Kirschen essen.

In Amerika hat man in den Kirschen antibakterielle Substanzen und Enzyme gegen Karies und Paradontose entdeckt. Die Enzyme verhindern die Bildung von Zahnbelag, der dann in der Folge bei mangelnder Zahnhygiene Karies auslöst. Zur Vorbeugung zur Kirschenzeit nach jeder Mahlzeit 10 bis 15 Früchte genießen.

Täglich 20 frische Kirschen wirken sich positiv auf Gichtschmerzen aus, auch Rheumabeschwerden können zurückgehen, weil Kirschen reich an Vitamin C und an den Vitaminen der Gruppe B sowie Vitamin E sind. Außerdem liefern Kirschen große Mengen von dem Spurenelement Molybdän, welches entscheidend am Abbau der krankmachenden Übersäuerung des Körpers beteiligt ist.

Kirschen sind ideal zur Gewichtsreduktion und zur Erhaltung der Hautgesundheit. Eine Woche lang 250 Gramm Kirschen pro Tag senken den Harnsäurespiegel und beugen Gicht vor. Anthozyane bzw. Anthozyanidine (Pflanzenfarbstoffe) in Kirschen bauen Bindegewebe neu auf, indem sie (zusammen mit Vitamin C und Zink) Eiweißbausteine zu Kollagenfasern in einem kräftig-elastischen Geflecht verknüpfen. Außerdem neutralisieren sie zellschädigende freie Radikale und vernichten schädliche Enzyme, die Bindegewebe anfressen und dadurch für welke, alte Haut verantwortlich sind. Anthozyane lindern Entzündungen, indem sie Hormone wie Histamin oder Prostaglandin vermindern. Gebündelt machen diese Eigenschaften die Kirsche zur idealen Naturmedizin gegen Entzündungen, Parodontose und Arthritis.

Kirschen enthalten sehr viel Vitamin C (Für Immunsystem, mentale Frische) und Folsäure (wichtig für Gehirn und Nerven, Blutbildung und Wachstum). Kirschen bieten viel Kalzium (für Knochen, Zähne, Nervenfunktion), Eisen (für Blutbildung, Zellatmung) und Kalium (für Zellversorgung, wirkt entwässernd).

Eine Kirschenkur reguliert die Verdauung, beseitigt Verstopfungen und wirkt entgiftend - eine Woche lang täglich ein halbes Pfund Kirschen essen.

Die Biostoffe der Kirschen binden Schadstoffe, die dann ausgeschieden werden können. Kirschen helfen auch gut beim Abspecken, weil die Inhaltsstoffe der Kirschen Fettsubstanzen neutralisieren, die dann nicht mehr durch die Darmschleimhaut ins Blut gelangen können.

Kirschen

schützen das Bindegewebe vor enzymatischem Abbau
wirken verjüngend, fördern eine schöne Haut
wirken entzündungshemmend
helfen bei Parodontose
lindern rheumatische Gelenkerkrankungen und Gicht
unterstützen Maßnahmen zur Gewichtsabnahme

Das rote Steinobst ist bei Kindern sehr beliebt. Vielleicht, weil man Kirschenkerne so herrlich ausspucken kann? Kirschen haben zusätzlich ein ganz spezielles Fruchtaroma, das nahezu süchtig macht. Kirschen sind außerordentlich gesund, Saft und Fruchtfleisch sind prallvoll mit wertvollen Nährstoffen.

Kirschen helfen unserer Gesundheit, egal ob aus dem Laden, aus dem eigenen - oder aus Nachbars Garten ....

Liebe Grüße,
Viola