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Thema: Radieschen - eine scharfe Waffe gegen Bakterien und Pilze

  1. #1
    Viola
    Gast

    Radieschen - eine scharfe Waffe gegen Bakterien und Pilze

    Den leuchtenden roten Radieschen sieht man nicht an, dass sie brennendscharf und würzig schmecken können. Ihr Name stammt vom lateinischen "radix" die Wurzel. Radieschen sind Miniwurzeln, vollgesogen mit hochkarätigen, lindernden und heilenden Wirkstoffen.

    Wenn Radieschen unter der Erde heranwachsen und reifen, sammeln sie wertvolle Spurenelemente und reichern u.a. Vitamine an. Auf diese sind so manche Erdkäfer, Bakterien usw. richtig scharf. Damit Radieschen nicht schon angeknabbert und aufgefressen werden, wenn sie vielleicht gerade erst stecknadelkopfgroß sind, entwickeln sie eine mächtige Abwehrwaffe: Senföle. Dieses natürliche Abschreckungsgift jagt nahezu alle gierigen Feinde in die Flucht. Wenn wir nun ein Radieschen essen, bleiben die darin enthaltenen Senföle ihrer Aufgabe treu: Schon auf der Zunge, der Gaumenschleimhaut, in Magen und Darm gehen sie auf die Jagd nach Bakterien und Pilzen und vernichten sie. Diese antibakterielle und antimykotische Wirkung spüren wir an dem Brennen, das diese Senföle auslösen.

    Bakterienbefall kann Blähungen und Durchfall auslösen, Darmpilze z.B. Candida, können hartnäckig sein, sie verursachen leichtere Befindlichkeitsstörungen (Darmreizungen) oder im chronischen Verlauf sehr schwere Darmerkrankungen. Radieschen wirken darüber hinaus schleimauflösend, reinigen Nasen- und Rachenraum, wirken desinfizierend auf die Schleimhäute und beugen Infektionen vor. In der Volksheilkunde gelten Radieschen seit alters her als vorbeugend gegen die Bildung von Gallen-, Nieren- und Blasensteinen.

    Radieschen sind reich an Ballaststoffen, die die Darmperistaltik fördern, also die Darmpassage des Nahrungsbreis beschleunigen. Dadurch werden Gift- und Schadstoffe rascher ausgeschieden, Verstopfungen und Darmträgheit beseitigt. Bemerkenswert ist der Reichtum der Radieschen an Folsäure (wichtig für Blutbildung, Wachstum, Gehirn und Nerven) und Vitamin C (für die Immunabwehr und mentale Gesundheit). Darüber hinaus sind Radieschen mit die besten Lieferanten von Selen (ebenfalls unerlässlich für das Immunsystem), das alle unsere Körperzellen vor gefährlichen freien Radikalen schützt.

    Radieschen

    töten Magen- und Darmbakterien sowie -pilze
    wirken desinfizierend auf Schleimhäute
    helfen bei Blähungen, Durchfall und Verstopfung
    wirken vorbeugend gegen Gallen-, Nieren- und Blasensteine
    senken den Cholesterin- und Blutfettspiegel
    aktivieren Nerven und Gehirn
    wirken schleimlösend z.B. bei Husten u. Schnupfen
    liefern Nährstoffe für Blutbildung und Zellwachstum

    Radieschen sind vielseitige Wurzeln. Roh im Mund geknackt oder in Scheibchen geschnitten auf dem Rohkostteller angeboten, zeigen die Radieschen was in ihnen steckt. Und das ist nicht nur Schärfe: Sie wirken verdauungsfördernd, entgiften den Darm, kräftigen das Immunsystem und entschleimen die Atemwege.

    Warnhinweis: Radieschen zählen - je nach Anbaugebiet - zu den am höchsten mit Nitrat belasteten Bodenfrüchten. Die Salze der Salpetersäure gelangen aus stickstoffhaltigen Düngemitteln in die Pflanze. Radieschen deshalb unter fließendem Wasser gründlich waschen und abrubbeln. Bei erhöhtem Verzehr (ab 100 Gramm pro Tag) sollte nur biologisch angebaute Ware gekauft werden oder die Radieschen aus dem eigenen Garten ernten.

    Alle Tage Radieschen! Man sollte Radieschen stets daheim haben und immer wieder als Snack einzeln essen. Nicht zuviel und nicht zuwenig: Schon sechs Radieschen am Tag genügen, um die Bakterienbesiedelung der Schleimhäute von Mund, Rachen, Speiseröhre, Magen und oberem Dünndarm zu normalisieren.

    Die beim Knacken und Knabbern ausdünstenden Heilöle desinfiszieren gleichzeitig die Schleimhäute von Nase und Nebenhöhlen.
    Ein Tip von Sportexperten: während Sport und Gymnastik (Joggen, Aerobic, Radfahren,...) Radieschen essen.

    Ein Gesundheitsrezept:
    Butterbrot mit Radieschen
    2 Scheiben Vollkornbrot, 10 g Butter, 10 Radieschen, Salz
    Brotscheiben mit Butter bestreichen. Radieschen mit dem Messer in dünne Scheiben schneiden und die Brotscheiben damit dick belegen. Mit Salz bestreuen und servieren.

    Aus "Obst und Gemüse als Medizin"
    von Klaus Oberbeil/Dr.med.Christiane Lentz

    Liebe Grüße,
    Viola

  2. #2
    Tariel
    Gast

    AW: Radieschen - eine scharfe Waffe gegen Bakterien und Pilze

    Als Erweiterung des oben Erwähnten.

    Wenn es mal keine Radischen/Rettich zu kaufen gibt,oder man keine Lust hat,oder 99% Inhaltsstoffe zu Verfügung haben möchte läßt man Rettichsamen keimen.Nach 3-4 Tagen kann man die Sprossen ernten.Sie schmecken genauso wie Rettich.Mmmhhh.

  3. #3
    Viola
    Gast

    AW: Radieschen - eine scharfe Waffe gegen Bakterien und Pilze

    Danke Tariel für den Tipp, klingt lecker, muss ich probieren!

    Grüße, Viola

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