Es gibt wenige Pflanzen, die unseren Organismus in derart idealer Weise mit dem lebenswichtigen Jod versorgen können wie die Kresse. Sie trägt damit zu einem wesentlich aktiveren Stoffwechsel und Schlackenabbau bei. Im Interesse unserer schlanken Linie können wir also gar nicht genug Kresse essen.

Die Kresse ist in den letzten Jahren zu einem beliebten Kraut in unseren Küchen geworden. Durch ihr rasches und problemloses Wachstum liefert sie uns wichtige Mineralien und Vitamine, doch ist sie vor allem in ihrer Eigenschaft als Jodspender unbezahlbar.

Es ist ja eine heute bereits bekannte Tatsache, dass Jod für unseren Körper lebenswichtig ist - aber nur in einer ganz bestimmten Menge. Zuviel Jod wirkt auf unseren Organismus wie Gift. Ebenso schädlich aber ist ein Mangel an Jod; der führt zu geistiger und körperlicher Trägheit.

Wir leben also nur dann gesund und können unsere schlanke Linie bewahren, wenn wir eine ganz bestimmte Menge Jod im Blut aufweisen: in einem gesunden Organismus ist das 1/20 g. Das Vorhandensein oder Fehlen dieses geheimnisvollen Elements beeinflusst bereits bei kleinsten Abweichungen die zentralen Schalthebel unseres Körpers.

Jodmangel ist heutzutage eine der häufigsten Krankheitsursachen. Und doch ist diesem Mangel so einfach vorzubeugen, denn wer regelmässig Kresse und vollwertige Nahrung ißt, der nimmt gerade so viel Jod auf, wie sein Körper braucht. So wunderbar vermag die Natur ihre Schätze zu verteilen.

Unter den verschiedenen Kressearten halten die Ernährungswissenschaftler die bei uns wenig verbreitete Kapuzinerkresse für die wertvollste. Am bekanntesten sind jedoch in unseren Breiten die Brunnen- und die Gartenkresse. Sie findet in der Küche als eigener Salat, als Beimischung zu anderen Salaten, als Saucengewürz, als Brotbelag und als Suppeneinlage Verwendung, wozu stets bloß die Spitzen der rasch wachsenden Pflanze abgeschnitten werden sollen. Wegen ihrer geringen Haltbarkeit soll Kresse sofort nach dem Abschneiden verzehrt werden.

Brunnenkresse mit Orangen-Sauce
Eine Schüssel voll Brunnenkresse wird gut gewaschen.
Dann bereiten wir aus dem Saft von 2 Blutorangen, 1 Teelöffel Senf, etwas Olivenöl, Kräutersalz und etwas Pfeffer mit dem Handmixer eine Sauce, die wir erst kurz vor dem Servieren über die frische Kresse gießen.

Kresse-Grapefruit-Salat
Wir schälen 3 Grapefruits, schneiden die Fruchtstücke und geben sie in eine Schüssel gewaschener Kresse. Dann bereiten wir die Marinade aus Sonnenblumenöl, 5 Eßlöffel Zitronensaft, 3 Teelöffel Honig, 1 Teelöffel Kräutersalz und einer ausgepressten Knoblauchzehe und gießen das Ganze über die Kresse-Grapefruit-Mischung.

Die Brunnenkresse findet man hauptsächlich am Rand von Gewässern (Gräben, Bach- und Flußläufen). Sie wird hauptsächlich als Wildsalat gesammelt oder aus Samen gezogen. Der Geschmack ist scharfbitter und hat einen eigenen Geruch. Sie ist reich an den Vitaminen A, C und D.
Brunnenkresse gilt als harntreibend, appetitanregend und kräftigend. Angewandt wurde sie gegen Skorbut, bei Katharren der oberen Atemwege in dem man den Samen mit Honig vermischt eingenommen hat, und zur Förderung des Haarwuchses.
Die Brunnenkresse ist auch reich an Senfölen, diese wirken vorbeugend gegen Krebserkrankungen. Die harntreibende, reinigende Wirkung macht die Brunnenkresse ideal für Frühjahrskuren.

Brunnenkresse-Aufstrich
25 dag Quark, 3-4 Eßlöffel sauren Rahm, 1 kleine Zwiebel, 1 Teelöffel Senf, Salz, Pfeffer, reichlich Brunnenkresse
Den Quark in einer Schüssel mit dem Sauerrahm glatt rühren. Die Zwiebel sehr fein hacken und beigeben. Mit Senf, Salz und Pfeffer abschmecken. Zuletzt die gehackte Brunnenkresse einrühren.

Die Kapuzinerkresse stammt aus Peru. Die spanischen Eroberer brachten sie, wie viele andere Pflanzen, aus der Neuen Welt nach Europa.
Kapuzinerkresse enthält viel Vitamin C und ist reich an Senfölen. Senföle die auch in Zwiebeln, Knoblauch, Senf und in anderen Kressearten vorkommen, sind Bestandteil einer antimikrobiellen Ernährung. Sie stärken die körpereigene Abwehr und wirken bei lang andauerndem Husten und Harnwegsentzündungen.

Liebe Grüße,
Viola