beim Beschäftigen mit Wolf-Dieter Storl fand ich einen Hinweis auf die wilde Karde, die als pflanzliches Heilmittel bei Borreliose helfen soll
http www borreliose.ch/d.karde.html
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Die Wilde Karde (dipsacus silvestris) wächst in ganz Europa an kargen, trockenen Stellen und an Geröllhalden. Sie ist keine Distel, sondern gehört zur Familie der Kardengewächse (dipsacacae). Die Pflanze ist zweijährig, wird bis zu 2 m hoch und blüht im Juli/August.-> Beschreibung und Verwendung der wilden Karde
-> schöne Bilder mit kurzem Beschrieb der Wilde Karde (Dipsacus fullonum) und Schlitzblatt-Karde (D. laciniatus)
-> weitere Bilder zur wilden Karde
*Die Wurzel der Karde wird seit langem und bei vielen Völkern zur Reinigung und Entgiftung des menschlichen Organismus verwendet. Bei Gicht und Arthritis, bei Rheuma und Wassersucht, bei Dermatose, Furunkel, Akne. Sie unterstützt die Nieren- und Leberfunktion.
Das Merkmal dieser Pflanze bezieht sich geradezu auf die Borreliose. Die Blüten, als rötlicher Ring geordnet, teilen sich in der Mitte des Köpfchens und wandern beim Abblühen nach oben und nach unten. So entsteht ein Abbild des Erythema migrans, der Wanderröte bei Borreliose.
Bei der Einnahme der bitteren Tropfen reagieren die Spirochäten (Borrelien) sofort. Man meint, dass Pfeile aus dem Körper heraus schiessen. Dies ist ein eindrückliches Zeichen des Heilungsprozesses. Es ist so, wie wenn die zurückgestauten Krankheitskräfte, den spitzen Stacheln der Karde ähnlich, sich so ihren Weg nach aussen suchen und damit den Platz für die Gesundung frei machen.*
*Auszüge aus dem Buch "Mit Pflanzen verbunden" von Dr. W. D. Storl, -> Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart, 40 Farbfotos und Zeichnungen, gebunden, Schutzumschlag, 281 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, Erscheinungsdatum: Oktober 2005, 1. Auflage, ISBN: 3-440-10332-3, EUR 14,95
-> "Kein Kraut gegen Borreliose?" Artikel aus der Zeitschrift "Natürlich"
-> "Ich bin ein Teil des Waldes" Wolf-Dieter Storl im Interview
Der deutsche Arzt Dr. med. Dietrich Klinghardt, in den USA lebend, verwendet bei Borreliose-Patienten nach einer üblichen Therapie (Antibiotika und Ausleitung) zur Unterstützung bzw. zur Immunstimulierung die Karde-Minze-Würze Nr. 12 oder eine reine Karden-Tinktur in Kombination mit weiteren, alles jeweils mittels kinesiologischen Muskeltests bestimmten Substanzen wie z.B. Lymphdiaral. Die Minze wurde nur aus Gründen des Geschmacks beigegeben.
-> mehr Infos zu Dr. med. D. Klinghardt und -> VEREIN NEUROBIOLOGIE SCHWEIZ
Persönliche Anmerkungen:
Bei der Recherche über die Karde wurde mir klar, dass viel zu wenig über diese alte Heilpflanze und deren Wirkungsweise bekannt ist. Ich konnte keine Studien oder der gleichen über die Kardebehandlung bei Borreliose oder einer anderen Krankheit (Rheuma, Arthritis, Furunkel, Akne....) finden.
Die Karde enthält Inulin, Bitterstoffe, Saponine, organische Säuren und das Glykosid Scabiosid. Bereits im Buch "Gift- und Arzneipflanzen von Mitteleuropa", von Otto Gessner, 3. Auflage, herausgegeben und neu bearbeitet von Gerhard Orzechowski, Heidelberg 1974, wird darauf hingewiesen, dass das Glykosid Scabiosid noch nicht näher erforscht ist und dessen pharmakologische Wirkung bisher nicht geprüft worden ist. Weiter wird erwähnt, dass die Essenz aus frischer, blühender Pflanze in der Homöopathie (Urtinktur in D1) bei Hautleiden und bei Tuberkulose angewendet wird.
Im Buch "Synonyma-Lexikon der Heil- und Nutzpflanzen" von Franz Berger, Wien 1954/1955, findet man unter Dipsacus silvester folgenden Eintrag: = 'D. fullonum, Wilde Karde, Europa, Orient. Liefert Radix Dipsaci silvestris, Früchte und Blüten im Orient gegen den Biss toller Hunde. Als Weberkarde nicht verwendbar, da zu biegsame Spreublätter.'
Obwohl ich nichts über Nebenwirkungen und Giftigkeit gefunden habe, wird doch davor gewarnt Kardeprodukte im Selbstversuch einzunehmen. Ich wurde darauf hingewiesen, dass die Behandlung überwacht werden sollte. Oft wird die Karde individuell mit weiteren Pflanzen kombiniert. In dieser Hinsicht besteht jedoch keine Einigkeit unter den Pflanzenheilkundigen, da die Kardetinktur auch so verkauft wird und ohne Überwachung. Es wird lediglich darauf hingewiesen, dass man gerne erfahren möchte, wie die Behandlung, ob und welche Nebenwirkungen, Verbesserung des Beschwerdebildes.... bemerkt wurden. Leider kommt selten jemand wieder zurück um zu berichten......
Die Kardetinktur wurde bis jetzt, gemäss meiner Recherchen, nicht bei Swissmedic angemeldet oder zugelassen. Dieser Text dient zur Information und ist mit keinem Heilversprechen verbunden. Diese Pflanze wird in den Selbsthilfegruppen immer wieder diskutiert und deshalb habe ich mich entschlossen Informationen zusammen zu tragen.
Ich möchte mich ganz herzlich bei all meinen Ansprechpartnern (Max Zumsteg, Drogerie und Naturheilmittel in Turgi, Daniel Jutzi, Schlossdrogerie Kräuterhaus in Oberhofen, Frau Bloch von Swiss Flower Power und weitere) herzlich für Ihre Hilfe und Zeit bedanken.
Weiterführende Informationen zur Karde:
-> Heilkräuter-Seiten - Über 600 Heilpflanzen und ihre Heilwirkungen
-> Karde aus Oekonomische Encyklopädie von J. G. Krünitz -> "direkt zum Artikel: Dipsacus" anklicken
Ein kritischer Bericht zum neuen Buch „Borreliose natürlich heilen“ (AT-Verlag 2007) von Wolf-Dieter Storl.
-> Karde gegen Borreliose - Heilungsversprechungen der fragwürdigsten Art
Siehe auch in der chinesischen Heilkräutertherapie wird die Karde, Xu Duan = dipsacus asperoides als Heilpflanze bei Symptomen, die denen der Borreliose ähnlich sind, verwendet.
Verfasst von Ingrid, März 06Kennen Sie weitere Informationen zum Thema Karde, die für andere Betroffene interessant sein könnte? Bitte schreiben Sie mir ein Mail.



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