Die Brombeere ist eine alte Heilpflanze. Sie wurde bereits in der Antike verwendet. In der altägyptischen Medizin war das "Ibisblut" wie man die Brombeere damals nannte, ein gebräuchliches Heilmittel.
Zu Hause ist die Brombeere in Asien und Nordamerika, doch seit vielen Jahrhunderten hat sie auch die mitteleuropäischen Wälder erobert.
Nicht nur das Fruchtfleisch der Brombeere, sondern auch die behaarten Blätter stecken voller Heilkräfte. Saft und Fleisch der reifen Beere sind wahre Bomben an Karotenen, die die empfindsamen Samen vor freien Radikalen schützen. Brombeeren kräftigen somit - nicht zuletzt wegen ihres hohen Vitamin-C-Anteils - das Immunsystem. Die Bioflavonoide konzentrieren sich im Fruchtfleisch: Sie sind dort zehnmal höher als im gepreßten Saft. Sie schützen u.a. Vitamin C sowie das wichtige Streßhormon Adrenalin vor Oxidation durch kupferhaltige Enzyme. Gleichzeitig binden sie Kupfer. Zu hohe Kupferkonzentrationen können zu nervöser Unruhe und psychischen Beschwerden führen. Die Wirkstoffe der Brombeere kräftigen das Bindegewebe und die Gefäßwände und beugen somit Alterungsprozessen, Venenleiden und Hämorrhoiden vor.
Brombeeren
kräftigen das Immunsystem
helfen bei Venenleiden, Krampfadern und Hämorrhoiden
wirken entzündungshemmend auf Schleimhäute
helfen bei Nervosität und stärken gegen Streß
festigen das Bindegewebe
wirken anregend auf die Drüsentätigkeit
Brombeerblätter enthalten ätherische Öle, Gerbstoffe und Säuren. Brombeerblättertee wirkt entzündungshemmend auf die Schleimhäute des Mund-Rachen-Raums.
Neben den Brombeerblättern als Tee findet auch der Brombeersaft in der Naturheilkunde Anwendung. Besonders wirksam ist der Saft bei Heiserkeit. Zu diesem Zweck wärmt man den frischgepreßten Saft an, gurgelt mit ihm und trinkt ihn nach und nach schluckweise aus. So wird die überanstrengte Stimme gepflegt und dem Organismus zusätzlich erfrischende und belebende Fruchsäuren zugeführt.
Der Tee aus den Blättern der Brombeere ist blutstillend, blutreinigend, stopfend, blutzuckersenkend und zusammenziehend und beruhigt außerdem entzündete Schleimhäute. Die Blätter sammelt man in der Zeit zwischen April und Juni. Sie werden klein geschnitten und getrocknet. Wegen seiner blutstillenden Eigenschaft hat sich der Tee auch bei zu starker Menstruation, Magenblutungen und blutigen Durchfällen bewährt.
Frauentee
2 Teile Brombeerblätter
2 Teile Frauenmantelblätter
1 Teil Taubnesselblüten
1 Teil Walnussblätter
2 Teelöffel der Mischung mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen. Pro Tag 2 Tassen davon trinken.
Blutzuckertee
3 Teile Brombeerblätter
2 Teile Bohnenschalen
2 Teile Wegwartenwurzeln
2 Teile Heidelbeerblätter
1 Teil Tormentillwurzel (Blutwurzel)
1 Teelöffel der Mischung wird mit 1 Tasse kaltem Wasser übergossen. Erhitzen und kurz aufkochen lassen. Anschließend nochmals 5 Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Pro tag 2 bis 3 Tassen davon trinken.
Die blutreinigende Wirkung der Brombeerblätter macht sie zu einem unterstützenden Mittel zur Behandlung von Hautunreinheiten, Flechten und Hautausschlägen.
Blutreinigungstee
2 Teile Brombeerblätter
2 Teile Brennesselblätter
2 Teile Klettenwurzel
1 Teil Feldstiefmütterchenkraut
1 Teil Erdrauchkraut
1 Teil Birkenblätter
1 Teil Wasserdostkraut
1 gehäufter Teelöffel der Mischung mit 1 Tasse Wasser übergießen. Erwärmen und kurz aufkochen lassen. Anschließen zugedeckt 5 Minuten ziehen lassen. Pro Tag 2 bis 3 Tassen davon trinken.
Hausteemischung:
Brombeerblätter, Himbeerblätter, Walderdbeerblätter, Johannisbeerblätter, Waldmeister, Schlüsselblumen, Schlehdornblüten, Fichtenspitzen, Kirschblätter, Lindenblüten, Apfelschalen, Birnenschalen, Hagebutten
Auch die Beeren haben Heilkräfte. Heißer Brombeersaft mit Honig ist ein guter Erkältungstrank. Er erwärmt und stärkt die Bronchien. Außerdem wirkt er krampflösend bei Asthma. Für Kinder ist er ein blutbildendes und stärkendes Getränk. Aus den Brombeeren wurde früher auch ein köstlicher Branntwein hergestellt. Mit dem Beerensaft färbte man zu blass geratenen Wein.
Selbst die Wurzel wurde früher für Heilzwecke verwendet. Sie galt als stark harntreibend.
Die Blätter der Brombeere wurden in Aschenlauge kräftig ausgekocht und mit diesem Absud färbten sich die Frauen ihre Haare schwarz. Die Blätter lassen sich zudem gut fermentieren und schmecken dann wie schwarzer Tee.
Sogar das Holz des Brombeerstrauchs war zu etwas zu gebrauchen. Man brannte daraus Kohle zur Herstellung von Schießpulver.
Liebe Grüße,
Viola![]()



LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren


Lesezeichen