Die Königskerze (Verbascum) wurde von unseren Vorfahren als eine Art hilfreicher Geist betrachtet.
Sie sollte nicht nur Unholde und bösen Zauber fernhalten, sondern auch vor Krankheiten schützen. Vor allem aber sollten die auch "Wetterkerzen" genannten Pflanzen den Blitz abwehren. In ländlichen Gegenden haben noch viele Bauern Königskerzen aus diesem Grund neben ihrem Haus stehen und achten streng darauf, dass diese nicht abgepflückt oder womöglich ins Haus gebracht werden.
Im Altertum wurde die Königskerze als Heilmittel bei Brust- und Lungenkrankheiten verwndet. Bis heute ist sie wegen der in ihr enthaltenen Schleimstoffe häufiger Bestandteil von Präparaten zur Linderung von Erkältungskrankheiten.
Die griechischen Ärzte von Hippokrates (ca. 460-370 vor Chr.) bis Dioskurides hoben zudem ihre außerordentlich beruhigende Wirkung hervor. Hildegard von Bingen empfahl jedem, "der ein schwaches und trauriges Herz hat", die Pflanze zusammen mit Fleisch oder Fisch zu kochen und zu verzehren - dann würde das Herz gekräftigt und wieder freudig werden.
Liebe Grüße,
Viola![]()



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