Der Ingwer ist als Gewürz auf der ganzen Welt beliebt. Allerdings wächst er nur im Tropen- und Subtropengürtel. Die Herkunft dieser würzigen Pflanze ist nicht sicher bekannt. Man vermutet, dass die Wiege des Ingwers auf den Pazifischen Inseln liegt. Seit über 3000 Jahren werden die Ingwer-Rhizome als Gewürz im Fernen Osten verwendet. Schon Konfuzius soll seine Speisen mit Ingwer gewürzt haben. Im 1. Jahrhundert nach Christus kam das Gewürz mit den Arabern nach Rom und Griechenland. Von dort aus gelangte es im 8./9. Jahrhundert über Frankreich zu uns nach Deutschland.
Der Ingwer ist ein mehrjähriges Kraut, hat elegant schilfartige Blätter und wird ca. 1 m hoch. Die Pflanze treibt schöne große gelbe Blüten. Der für uns wichtigste Teil entwickelt sich unterirdisch. Die unregelmässig verzweigten Rhizome haben eine beige bis hellbraune Farbe und einen angenehm aromatischen Geruch. Der Geschmack dagegen ist scharf und würzig. Verantwortlich dafür ist ein zähflüssiger Balsam, der aus ätherischen Ölen und einem Scharfstoffanteil, den Gingerolen und Shoagolen, besteht. Die Ingwerwurzel enthält zahlreiche Vitamine und Mineralien wie Kalium, Kalzium, Eisen und mehrere ätherische Öle. Daher werden der Ingwerwurzel auch zahlreiche Heilwirkungen nachgesagt:
Ingwerbäder sollen bei Rheuma, Muskelschmerzen und Erkältungen helfen. Hautprobleme wie Reizungen und Rötungen können mit in Scheiben geschnittener Ingwerwurzel eingerieben werden. Seine besondere Stärke hat Ingwer bei der Behandlung von Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen. Der Verzehr der Wurzel wirkt entzündungshemmend sowie anregend auf die Magensaft-, Speichel- und Gallenbildung und beschleunigt die Darmfunktion. Auch bei der Pferdefütterung wird Ingwer als Heilmittel bei Entzündungen und Arthrosen eingesetzt.
In der Küche ist Ingwer ein Universalgewürz. Es passt zu süßen, vor allem weihnachtlichen Speisen, sowie zu vielen herzhaften Gerichten. Die jungen Ingwersprossen werden in den Tropen auch als Gemüse gegessen oder zum Würzen verwendet.
Die jungen Sprossen schmecken hervorragend und man verwendet sie in der Küche oder ißt sie einfach so zwischendurch. Ingwer kann man auch selber ziehen. Besonders gut wächst der Japanische Ingwer (Zingiber mioga) oder das thailändische Ingwergewächs Kra Chai. Diese Sorten wachsen problemlos als Zimmerpflanzen bei uns und kommen hier in Deutschland auch zur Blüte. Der Japanische Ingwer kann im Sommer ins Freie ausgepflanzt werden und soll in milden Lagen winterhart sein. In Japan wird ein Stück Ingwer gerne nach einem harten Arbeitstag gegessen. Dies soll die Lebensgeister wecken und aphrodisierend wirken.
Asia-Soße:
1 Chilischote
1 kleines Stück frischen Ingwer
1/2 Knoblauchzehe
etwas Öl
etwas Zitronen- oder Limettensaft
Kokosmilch
Alle Zutaten mixen
Curry-Soße:
1 Scheibe Ananas
1/2 Orange, 1/12 Apfel, 1/2 Orange
1 Eßlöffel Öl
1 Teelöffel Curry
1 Prise getrockneten Ingwer
Orange u. Zitrone auspressen, alles mixen
Aus: "Natürlich leben!"
Liebe Grüße,
Viola![]()



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