Aus der deutschen Bezeichnung ist noch zu erkennen, dass dieser Tag dem Mond zugeordnet ist. Der Mond gehört zu den schicksalsbestimmenden Planeten, fordert uns also auf, zu Beginn der neuen Woche tatkräftig das Naheliegende anzupacken und zu gestalten. Wie der Mond das Sonnenlicht reflektiert, so ist der Montag eine Aufforderung an uns, noch etwas vom Glanz des Sonntags wiederzuspiegeln und mit der am Wochenende gewonnen Kraft den Alltag zu gestalten.
Dem Mond und damit dem Montag zugeordnet ist der Reis. Seine Beziehung zum Mond kommt dadurch zum Ausdruck, dass er das wasserliebendste aller Getreide ist und dass seine wichtigsten Inhaltsstoffe sich in dem das Reiskorn umhüllenden Silberhäutchen befinden. Einerseits vermittelt der Reis nicht die organische Grundlage zur Entwicklung unseres westlichen Bewusstseins. Andererseits entbehrt aber unsere unruhige westliche Zivilisation einer kontemplativen Grundhaltung. Insofern hat der Reis als Vertreter östlicher Sinnesart durchaus seinen berechtigten Platz an unserer Tafel.
Der Reis ist eine alte Kulturpflanze Asiens, die in unseren Breiten noch gar nicht so lange heimisch ist. Saat, Pflanzung und Ernte wurden früher nach kultischen Ritualen vollzogen. In vielen Gegenden Asiens wird Reis bis heute oft zeremoniell und vor allem in Ruhe und Gelassenheit gegessen. Die ihm innewohnende Ruhe und das Gleichmaß der strömenden Flüssigkeit (Reis wird ja auch zur Entwässerug verwendet) wirken auf Geist und Seele.
Aus: "Die weiße Magie der Hexen"
von Anthea
Liebe Grüße,
Viola![]()



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