Antibiotika, die keine Nebenwirkungen haben, die wirklich nur die krankmachenden Keime hemmen - gibt es die? Kaum vorstellbar, aber sie wachsen sowohl auf Bäumen als auch auf der Erde.
Gemeint sind die Flechten. Sie sind ein Kuriosum der Natur. Die Pflanze ist nämlich halb Pilz, halb Alge. Sie erinnern an Moos, sind jedoch trockener und großflächiger.
In Ägypten, Finnland, China, Afrika und Chile werden sie schon seit Jahrhunderten zu Heilzwecken eingesetzt. Bei uns interessierte man sich für diese erstaunliche Pflanze erst in den letzten 20 Jahren. Wissenschaftler stellten fest, dass von allen Flechtenarten die Baumflechten den Organismus am stärksten beeinflussen, dass sie praktisch genauso wirksam wie Antibiotika sind - nur ohne deren unliebsamen Nebenwirkungen.
Für diesen erstaunlichen Effekt ist die Usninsäure der Pflanze verantwortlich. Sie hemmt die Vermehrung vieler Krankheitserreger - oder vernichtet sie sogar ganz und wird reizlos von jeder Haut vertragen.
Baumflechten-Präparate haben sich bei harmlosen Erkältungen genauso bewährt wie bei den gefürchteten Streptokokken (krankmachende Bakterien), die für Blutvergiftung, Gelenkrheuma, und Scharlach verantwortlich sind.
Doch damit nicht genug: Baumflechten stärken das gesamte Abwehrsystem, machen giftige Stoffwechselprodukte unschädlich.
Liebe Grüße,
Viola![]()



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