Eine vielseitige Heilpflanze ist die Schafgarbe. Sie hat sich bei unbestimmten Magenbeschwerden mit Appetitlosigkeit und bei Krämpfen im Magen-Darm-Bereich ausgzeichnet bewährt. Sie regt die Verdauung an, fördert den Gallenfluß, hilft bei Leber- und Gallenstörungen.

Wegen ihrer entzündungswidrigen und krampflösenden Eigenschaften ist ihr eigentliches Hauptanwendungsgebiet die sogenannte "vegetative Dystonie des kleinen Beckens" bei Mädchen und Frauen. Die Symptome: krampfartige Schmerzen im Unterleib in Verbindung mit Kreuzschmerzen.

Die frische Pflanze wird von Juni bis Oktober auf trockenen Wiesen und an Wegrändern gesammelt. Für den Tee nimmt man einen gehäuften Teelöffel Schafgarbenkraut auf eine Tasse heißes Wasser. Täglich drei Tassen über eine längere Zeit trinken.

Ein Sitz- oder Vollbad mit Schafgarbe ist zusätzlich sehr wirksam. Drei Hände voll auf einen Liter kochendes Wasser ergeben nach 20 Minuten einen Absud, den man in das Badewasser gießt.

Schafgarbe macht nicht nur gesund, sondern auch schön, besonders bei fetter und unreiner Haut, geplatzten Gesichtsäderchen und Falten. Für Schafgarben-Kompressen zerschneidet man das frischgepflückte Kraut (zwei Hände voll auf einen halben Liter Wasser) und läßt es zehn Minuten leicht kochen. Das gereinigte Gesicht mit dem Absud befeuchten, dann den Schafgarbenbrei auf Mull streichen, zehn Minuten auf die Gesichtshaut legen, die Augen mit Wattebäuschchen abdecken. Die dreimalige Anwendung in der Woche bringt einen verblüffenden Erfolg, der die kleine Mühe lohnt!

Liebe Grüße,
Viola