Die Eiche, dieser uralte Kultbaum der Germanen, kann vor allem bei chronischen Hautleiden eine gute Hilfe sein. Und zwar stecken die heilkräftigen Wirkstoffe der Eiche vor allem in ihrer Rinde.
Besonders in der Rinde junger Bäume oder Triebe ist jener Gerbstoff reichhaltig vorhanden, der auf die entzündete Haut - und auch auf Schleimhäute - zusammenziehend, austrocknend und damit heilend wirkt. Die Bakterien werden gewissermassen ausgehungert, die Entzündung wird gestoppt.

Beachtliche Resultate konnte man mit der Eichenrinde bei nässenden Ekzemen - auch in Verbindung mit Unterschenkelgeschwüren - erzielen. Ebenso bei schwer heilenden Wunden, aber auch bei chronischen, juckenden, schuppenden Hauterkrankungen. Bewährt haben sich auch Kompressen oder Bäder mit Eichenrinde bei schmerzenden, entzündeten Hämorrhoiden, bei Einrissen an den Händen, bei Fußschweiß, bei Frostbeulen, sowie bei Skrofulose.

Für diese Anwendungen gibt es heute fertige Eichenrinden-Extrakte. Man kann sich jedoch auch geschnittene oder pulverisierte Eichenrinde besorgen. In diesem Fall kocht man eine Handvoll der Rinde mit einem Liter Wasser 5 - 10 Minuten lang. Die Flüssigkeit wird dann durch ein Sieb gegeben und am besten noch warm für Umschläge oder als Zusatz zu Teil- oder Sitzbädern verwendet. Bei Umschlägen mit Eichenrinde ist darauf zu achten, dass sie unbedingt locker und luftdurchlässig angelegt werden.

Wem hartnäckige Entzündungen der Mund- und Rachenhöhle oder Zahnfleischbluten Beschwerden machen, dem können Spülungen mit einem Eichenrindenabsud oft rasch Linderung bringen.

Doch die Eichenrinde eignet sich auch zur inneren Anwendung. Eichenrinden-Tee wirkt entzündungshemmend und kräftigend auf Magen- und Darmschleimhäute. Er sollte jedoch nicht über eine zu lange Zeit getrunken werden, da er dann stopfend wirkt.

Liebe Grüße,
Viola