Als Sensitiver wird man mit vielen Eindrücken und Emotionen konfrontiert und es ist wirklich nicht einfach, damit umzugehen. Da man eindeutig "mit einer Haut zuwenig" geboren wurde, ist man gezwungen, sich von Zeit zu Zeit zurückziehen, um wieder einen Schutz aufbauen zu können.
Es ist aus diesem Grund selten ein Segen, wenn man die Emotionen und Gedanken anderer wahrnimmt oder zum Beispiel auch weiss, dass der Mensch, dem man gerade begegnet nicht mehr lange leben wird. Man spürt auch, wenn jemandem in naher Zukunft ein Unglück widerfährt und gerät in den Zwiespalt, ob man es dem Betreffenden sagen soll, oder besser nicht.
Generell ist es ein gewisser Vorteil, dass man den Gedanken und Aussagen Sensitiver keinen grossen Glauben schenkt.
Die Wahrnehmung von irgendwelchen Wesenheiten sind, nach meiner Erfahrung, zum Teil Eigenprojektionen, aber auch Projektionen anderer, die je nach Intensität, von mehreren Sensitiven mit gleichem Aussehen beschrieben werden.
Als ich einmal schwer krank war, stand vor meinem Bett eine Gestalt, ohne Gesicht, mit langem Mantel und Hut. Ich war wie gelähmt und dachte, es sei der "Tod" in Person. Darüber redet man natürlich zunächst mit niemandem. Später allerdings ergaben sich Gespräche mit anderen Personen, die diese Gestalt ebenso vor ihrem Bett standen sahen, als sie sehr krank waren und dann fand ich auch in der Literatur Hinweise auf dieses "Wesen".
Ich hatte mehrere derartige Erlebnisse, in denen mir "Wesen" erschienen, die, wie ich immer später bestätigt bekommen habe, auch von anderen wahrgenommen wurden. Man könnte daraus schliessen, dass jemand irgendwann eine solche "Gestalt" gedanklich kreiert hat, nach dem Beispiel des "Golems" von Meyrink, und dieses "Bild" mehreren Personen glaubwürdig vermittelt hat, wodurch wiederum die Intensität der Energie eines solchen Wesens zunimmt und von Sensitiven, als ein und dieselbe Erscheinung beschrieben wird.
Was Bardon betrifft, so habe ich diesen einmal im "Traum" erlebt, indem er als riesiger Koloss aus dem Erdboden geschossen ist, wie der "leibhaftige Teufel".
Man kennt ja nun meine Einstellung über Bardon und könnte es so interpretieren, dass ich ihn als drohende Erscheinung wahrnehmen musste, weil meine Einstellung ihm gegenüber negativ ist *g*.
Ich gehe prinzipiell davon aus, dass die Energie, die Personen durch ihre Gedanken an Verstorbene senden, diesen entsprechende Gestalt und Macht verleihen. Durch diese Gedanken wird auch eine Verbindung hergestellt, die zu einer gegenseitigen Anziehung führt und sicherlich über den Tod hinaus bestehen bleibt. So gesehen, könnten sich die Jünger Bardons glücklich schätzen, dass sie mit Sicherheit irgendwann ihrem Meister begegnen werden *g*.
Wie bereits erwähnt, waren Sensitive bisher gewissermassen dadurch geschützt, dass man ihren Aussagen kaum geglaubt hat. Es ist kaum auszudenken, was alles geschehen könnte, wenn man die Fähigkeiten von Sensitiven bewusst für egoistische Zwecke einsetzen will.
...nur mal so zum Nachdenken.
Herzliche Grüsse
Maya



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