Liebes moonchild,
"Kontemplation, Meditation sind die Werkzeuge und der Mensch ist der zu wandelnde Stein"
"Esoterik - Gott im Menschen und die Hoffnung für uns dies zu erkennen."
Wunderbare Sätze von Dir, und dies stellt ganz sicher keinen Widerspruch zur Natur dar. Verbinde es einfach mit meiner Überlegung zur Definition von Realität.
Wer sich zu der Definition bekennt, Realität ist das, was objektiv messbar ist,der muss konsequenterweise Atheist sein, den alle anderen Überlegungen, egal ob religiös oder estoerisch, kommen unweigerlich an einen Punkt, der objektiv nicht mehr messbar ist.
Bekenne ich mich aber zu der Definition, Realität entsteht erst durch die Abbildung im betrachtenden Objekt, dann weite ich meinen Realitätsbegriff so beträchtlich aus, dass auch esoterische Vorstellungen in ihm Platz haben.
Wenn das erste konsequenterweise zum Atheismus führt, dann führt das zweite konsequenterweise zum Ende aller Religionen. Denn der zweite Realitätsbegriff verlangt die Toleranz, einzugestehen, dass eigentlich alles möglich ist.
Religionen aber, die über ein wie auch immer geartetes Dogma diese Toleranz einzuschränken versuchen, haben dann keinen Platz mehr.
Und an dieser Stelle beginnt die ungeheure Verantwortung des esoterisch denkenden Menschen. Denn das praktisch alles möglich ist, heißt noch nicht, dass alles gut ist. Deshalb muss der esoterisch denkende Mensch, bei allem, was ihm begegnet, in seinem eignen, aber auch im Interesse der anderen ethische Bewertungen vornehmen.
Dass soviel Elend durch Esoterik un Magie angerichtet wird, liegt an der mangelnden Bereitschaft vieler zur ethischen Bewertung.
Übrigens, wer an diesem von mir beschriebenen Punkt angekommen ist, der hat eine grosse, aber auch schöne Aufgabe übernommen, und er hat das Recht, zu denen, die aus reinem Skeptizismus immer neu bei "Adam und Eva" anfangen zu diskutieren, zu sagen: Ohne mich!
Zum Schluss noch eine persönliche Bemerkung zum Thema Farben:
Alle meine Träume aber auch alle Visionierungen finden spielen bei mir in einem seltsamen Dämmerlicht aus Schlamm- und Brauntönen. Die Gefühle, die sich dabei einstellen, sind aber sonnendurchflutet und hell, und passen so gar nicht zu dem was man normalerweise mit Dämmerlicht verbindet.
Ich empfinde das als gefühlte Farbe, so wie du, moonchild, es beschrieben hast.
Auch wenn meine Überlegungen gerade eben das Ende aller Religionen beinhaltet hat, ist die Idee der Nächstenliebe spektakulär.
In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Weihnachtsfest
R.B.



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