Lieber Samuel,
ich möchte dir herzlich für deinen offenen und ehrlichen Einsatz beim Erstellen deines web-Tagebuchs bezüglich einer Technik zum Erreichen eines speziellen Klartraumzustandes, danken!!!
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In meinen Augen stellt dein Tagebuch einen VOLLEN ERFOLG dar !!!
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Naja, ich gebe zu, der ganze Ansatz war von Anfang an als sogenannte win-win Situation angelegt. (Gewinn - Gewinn Situation)
Das bedeutet: ganz egal was immer dabei rauskommt, es wird in jedem Fall ein Erfolg sein!
:-)
Hättest du mit der Technik durchschlagenden Erfolg gehabt, dann hätten wir das natürlich als grandiosen "Sieg" gebucht und hätten dann in diese Richtung weitergearbeitet / geforscht.
Hast du aber dabei KEINEN durchschlagenden Erfolg, dann wird dadurch ein Prinzip demonstriert, das mir sehr, sehr wichtig ist! Die Demonstration, das Vorführen dieses Prinzips war mir fast noch wichtiger, als wenn du großartigen Erfolg mit der Technik gehabt hättest.
Zur Erinnerung: Samuel versuchte eine derartige Kontrolle über sein Bewusstsein während des Einschlafens zu erreichen, dass er seinen Bewusstseinszustand sozusagen genau an der Grenze zwischen Wachen und Schlafen fixieren kann.
Dies ist natürlich kein triviales Unterfangen. Dazu gehört schon ein gehöriges Maß an Bewusstseinskontrolle bzw. Meisterschaft! Zahlreiche Probleme und Schwierigkeiten sind mit einem Einüben dieser Fähigkeit verbunden. Man muss in der Lage sein, sein Ichbewusstsein sozusagen nur an die lange Leine zu nehmen, und genau im richtigen Augenblick, wenn das Ichbewusstsein sich aufzulösen beginnt, sobald die Egogrenzen zu verschwimmen beginnen, muss man sich selbst mit einem praktisch fast nicht mehr vorhandenen kleinen Rest an "Ich Bewusstsein" aus der Schlafzone in die "Fast-Schlafzone" zurückkämpfen.
Es ist so ähnlich, wie wenn man versucht, mit einem Magneten (fast unüberwindlicher Zug des Schlafzustandes) eine Metallmünze (Ich-Bewusstsein) genau im Hundertstel-Millimeterbereich so anzunähern, dass sich die Münze zwar auf den Magneten ruckartig zubewegt, aber nicht so weit, dass die Münze auf den Magneten zuspringt und an ihm kleben bleibt. Jeder der es schon mal versucht hat, wird zumeist nach zahlreichen erfolglosen Versuchen dieses Experiment entnervt abgebrochen haben.
Folge eines erfolgreichen Haltens des Bewusstseinszustandes an der Grenze zwischen Wachen und Schlafen wäre gewesen, dass Samuel zahlreiche Phänomene hätte erleben können, die mit diesem Bewusstseinszustand verbunden sind, wie:
- direktes Auslösen von Klarträumen
- OOB Erlebnisse ('Astralreisen')
- katathymes Bilderleben
- Hypnagoge Bilder und Erlebnisse
- usw.
Wie gut funktionieren Meditationstechniken?
Die Technik, die Samuel verwendet hat, um diesen Bewusstseinszustand bzw. Bewusstseinsakt zu erlernen, war sehr einfach. Er sollte während des Einschlafens einfach seine Aufmerksamkeit auf den Einschlafprozess bzw. auf ein Element desselben richten, und sich dann "befehlen" wieder etwas "wacher" zu werden, sobald er bemerkte dass er dabei war, den Einschlafpunkt zu erreichen.
Nun, wie gut hat diese Technik funktioniert?
Samuel hat sich redlich über einen längeren Zeitraum bemüht, wie man sehr anschaulich im Tagebuch nachlesen kann.
Nun, die Technik hat gar nicht oder nur sehr schlecht funktioniert.
Wer ist nun Schuld daran? Es ist aus der entsprechenden Literatur bekannt, dass mithilfe der angegebenen Technik der angestrebte Bewusstseinszustand ausgelöst werden kann!
Ist also Samuel schuld daran, dass er den Zustand nicht erreichen konnte?
Nein natürlich nicht !!!
Natürlich ist es die Technik die versagt hat!
In der esoterischen Literatur gibt es hunderte, ja tausende verschiedene Techniken, Methoden, Anleitungen, Vorschläge, Andeutungen, Beschreibungen, ..., wie man einen bestimmten Bewusstseinszustand bzw. eine bestimmte Fähigkeit erreichen kann.
Was ist all diesen Beschreibungen gemeinsam?
Dass die Ansprüche, die an die Technik gestellt werden, reine Behauptungen sind!
Klar, wir sind jederzeit bereit zu glauben, dass eine bestimmte Technik bei einem bestimmten Menschen eine spezielle Fähigkeit ausgelöst hat.
Aber wer will schon garantieren, dass sie auch bei einem anderen Menschen wirksam ist?
Einverstanden, eine bestimmte Technik wird sehr wahrscheinlich bei einer bestimmten Anzahl von Menschen zum Erfolg führen.
Was aber ist mit all den anderen?
Warum beschweren sich so viele Leute, dass sie mit den Übungen keinen Erfolg haben? Oft zwar nur hinter vorgehaltener Hand, in privaten Emails. Warum kommt es so oft zum Abbruch der Übungssequenzen? Wäre der Erfolg da, dann würde doch mit Eifer und Freude weitergeübt werden!
All diese Beschreibungen von Meditationstechniken und "okkulten" Praktiken kranken an ein und demselben Missstand: es ist absolut nichts darüber bekannt, wie gut sie bei einer bestimmten Anzahl von Menschen wirken!
Und sofort beginnt wieder die so gut bekannte und typische esoterische Ausreden Litanei!
Der Schüler ist eben noch nicht "reif". Der Fortschritt ist leider von der "Reife" abhängig. Da kann man nichts machen, wer die nötige Reife nicht erlangt hat, wird eben keinen oder fast keine Fortschritte mithilfe der jeweils angepriesenen, "eigentlich" höchst wirkungsvollen Technik machen.
Wie üblich wird von eigenen Fehlern in der Methodik abgelenkt und alle Schuld auf das schwächste Glied der Situation abgeladen. Auf den Schüler.
Genauso läuft es in der Schule: versteht ein Schüler nicht oder kann er eine verlangte Leistung nicht erbringen, dann ist er, der Schüler eben zu dumm, oder zu faul, oder unkooperativ, lernbehindert, zu uninteressiert, usw. man kennt die lange Liste der Fehler von "Schulversagern".
Dass möglicherweise der Lehrer und seine Unterrichtsmethoden Schuld an der Misere sind - nein unmöglich, das kann nicht sein.
Kommen wir wieder auf die Meditationstechniken der esoterisch - okkulten Literatur zurück.
Wie viele statistische Untersuchungen wurden durchgeführt um zu prüfen, wie erfolgreich eine bestimmte Methode nun wirklich ist? Keine natürlich. Man verspricht den Menschen das Blaue vom Himmel, kann aber nicht das Geringste aufweisen, das dem Anspruch auch wirklich zumindest einen leichten Anstrich von Seriosität geben könnte!
Der Schüler ist zur schlechtesten aller Lagen verdammt: er muss auf gut Glück einfach probieren ob er Erfolg hat. Wenn nicht: Pech gehabt! 6 Monate erfolglose Investition von unglaublich viel Zeit, Energie, Hoffnungs-Gefühlen, alles nichts. Schreib es in den Wind!
Ärger kommt hoch. Don't blame it on the author! Selbst Schuld. Zuwenig Reife! Ätsch.
Aber wie heißt es so schön: du musst dem Guru vertrauen, vertraue, vertraue, übe noch ein Jährchen länger. Du musst auf den Augenblick der GNADE warten. Wieder ein Jahr rum, immer noch kein Erfolg? Äähem, Pech gehabt, immer noch zuwenig Reife. Gut. Grün-Schimmel braucht Weile. Wie wär's mit noch ein Jährchen weiterüben? Schnauze voll? Vollkommen unreif der Mann (Frau): Geduld ist die Grundtugend des Aufstiegs ...
Hat irgendjemand noch nicht verstanden wovon ich hier rede?
Ich rede von Inkompetenz! Nicht des Schülers, sondern des Lehrers, der Techniken.
Menschen sind sehr, sehr verschieden. Menschen benötigen UNTERSCHIEDLICHE, an den speziellen Menschentyp angepasste Methoden, um bestimmte Fähigkeiten erlernen zu können.
Dazu muss allerdings ein bisschen mehr Aufwand betrieben werden, als einfach nur ein paar Techniken in einem Buch zu beschreiben. Dazu muss man in der Lage sein, mit Präzision festzustellen, wie das innere Erleben eines Menschen aufgebaut ist. Und abgestimmt auf dieses Wissen müssen dann die Erfolg versprechenden Techniken eingesetzt werden, von denen bereits bekannt ist (durch empirische Untersuchungen), dass und wie schnell sie für einen Menschen dieses Typs wirksam sind.
Was den Fall von Samuel in diesem Zusammenhang so interessant macht, ist, dass er den Erfolg, den er mit der oben genannten Technik anstrebte, vor Jahren schon spontan erlebt hat. Er übte dazu nur kurz eine andere Methode und traf dabei voll ins Schwarze: Die Beschreibung seiner Erlebnisse sind im ARR Forum nachzulesen.
Es geht also. Ohne viel Aufwand. Ohne viel zu üben. Man muss nur wissen wie!!! Nix isses mit all dem "Reife"-Gelabere! Man muss die richtige Technik, Methode für den speziellen Menschen in seiner speziellen, momentanen Lebenslage finden. Dann öffnet sich die Tür ganz leicht, einfach durch Antippen. Macht man es falsch, dann kann man sich auch mit dem ganzen Gewicht seiner Persönlichkeit dagegen werfen: no way, keine Chance, die Tür bleibt eisern zu. Dann kann man sich dumm und dämlich üben - ohne Erfolg.
Wozu haben wir unseren Verstand: ich finde wir sollten ihn auch benutzen!
Solange wir uns allerdings mit Ausreden abspeisen lassen, wird sich nichts ändern.
Freundliche Grüße, Paul.



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, der ganze Ansatz war von Anfang an als sogenannte win-win Situation angelegt. (Gewinn - Gewinn Situation)


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