Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: Themavertiefung

  1. #1
    A L S
    Gast

    Themavertiefung


    Hi PA,

    ich greife das Thema nun wieder auf und versuche es auf eine andere Weise.

    Dein Problem ist, dass du dich nicht in meine Worte versetzen kannst und sie daher direkt abweist. Das heißt, wir müssen uns mühevoll eine Basis schaffen die ein gegenseitiges Verstehen ermöglicht.




    ZITAT:"

    Ich habe die Behauptung aufgestellt, dass zahlreiche Methoden in den Werken von Esoterikern und Okkultisten, nicht funktionieren bzw. nicht so funktionieren, wie diese Okkultisten behaupten, bzw. nur bei einem Teil der Menschen funktionieren.


    Dies ist meine Behauptung, und auf diese Behauptung sollte man in einer Antwort eingehen.

    "


    Ich habe dir Antworten geliefert, aber Sie leuchten dir nicht ein.

    Du behauptest, zahlreiche Methoden sollen angeblich nicht funktionieren, wie diese Okkultisten behaupten, bzw. nur selten.

    Wir haben dann einen Sprung zu Castaneda gemacht um zu zeigen, dass der Weg der Weg ist und mit Kraft zu tun hat.

    Kraft zu besitzen heißt, seine eigene Person ausgeglichen zu haben und somit auch alle Sinne entfaltet zu haben, die uns den Weg in obige Praxis erlaubt.

    Das dies nach Castaneda bedeutet einen starken Willen zu besitzen und sein eigenes Bewusstsein so zu verschieben, wie man es will ist übereinstimmend mit Franz Bardon.


    Seien wir jetzt einmal logisch und realistisch.

    Viele Leute die hier ihre Praxis beginnen, haben sich vorher nicht wirklich informiert. Sie machen Übungen, die noch garnicht für Sie bestimmt sind und zwar nur, weil Sie selbst noch nicht die Kraft besitzen um dies zu verwirklichen. Das heißt nichts anderes, als dass Sie die ersten 2 Stufen von Bardon noch nicht bewältigt haben oder dass Sie in der Lage sind ihr Bewusstsein zu verändern.

    Viele Übungen, die gegeben werden orientieren sich an den ersten 2 Sufen von Bardon. Man soll sich ausgleichen, den Körper trainieren, dazulernen, verstehen.


    Wie viele von den gescheiterten Leuten hat die Übung regelmäßig gemacht?

    das sind sehr wenig.


    Es ist eben mühsam, sehr mühsam das durchzuhalten.


    Jetzt kann man sich selbst fragen, für wen waren dann die Übungen bestimmt?

    ja, das sollte man sich fragen. Ich mache Übungen und muss wissen, welchen Zweck die Übung hat und für wen diese eigentlich gemacht wurde.


    Der westliche Mensch hat ein ganz anderes Lebensmuster, wie der Mensch aus dem Osten. Viele Übungen haben einen völlig anderen Zweck, als er vielleicht von der Person gewünscht wird. Viele möchten irgendwelche besonderen Fähigkeiten erlangen, die sich zu ihrem persönlichen Vorteil nutzen wollen.

    Das zeigt einfach, dass nur egoistische Wünsche im Vordergrund standen und nicht das eigentliche Ziel gesehen wird und auch angestrebt wird.

    Ein Scheitern ist unvermeidlich. Das hat mit den Lehren also nichts zu tun.


    Eine Person, die nicht ständig an sich arbeitet wird nichts erreichen.


    Du sagst, manche Praktiken funktionieren nicht wie Sie sollen.

    Wie bereits erwähnt sind sich viele garnicht bewusst dass die Übungen ein ganz anderes Ziel haben.

    Das ist vergleichbar wie mit dem Muskeltrainigbeispiel.

    Es ist beinahe so, als hätte ein etwas schmächtiger, der Jahre lang trainiert eine Anleitung zur Stärkung des Willens benutzt, wo eine Person drauf abgebildet, die auch Muskeln hatte. Nun ärgert er sich, dass er nicht wie die Person auf dem Bild aussieht, aber er hat nie verstanden, wozu die Übungen eigentlich wirklich waren. Er war so fasziniert von dem Bild, dass alles andere unwichtig war. Das nennt man bekanntlich Maya. Diesen Illusionen unterliegen viele Menschen.

    Alleine schon dadurch, dass mans ich ständig mit einem solchen Bild vergleicht muss man frustriert sein, weil man ein Individuum ist und jedes Individuum sieht nun einmal anders aus.

    Die Ziele er Okkultisten usw zielen garnicht darauf ab persönliche Vorteile zu erwirtschaften, so wie es der westliche Mensch gewohnt ist.

    Auch Praktiken aus dem Osten können nicht ähnlich wie beim Menschen im Westen funktionieren.


    Die Aufgabe heißt also, dass wir eben suchen müssen und an uns anpassen sollten.

    Stupides Aufgreifen kann kein Erfolg liefern.

    Es ist aber falsch zu behaupten die Übungen funktionieren nur manchmal oder bei bestimmten Personen. Das ist die falsche Ausrichtung.

    Viel eher ist die Frage, warum habe ich diese Übung ausgesucht?

    und meist kommen dabei solche verblendeten Bilder darin vor, denn um solche Übungen zu beginnen benötigt man auch die Reife und muss das Verständnis dafür haben. Viele eignen es sich garnicht erst an und springen ins kalte Wasser.

    Das dies meistens nach hinten losgeht ist verständlich.

    Jene Übungen können nicht nur "nicht funktionieren", sie können sogar sehr schädlich sein.

    Das letzten Endes aber alles vom Willen abhängt ist Fakt und selbst wenn die Übung nicht direkt für uns gemacht wurde so sind wir selbst anpassungsfähig!

    es gibt also in Wirklichkeit kein Hindernis, auch das ist eine Täuschung.

    Vielleicht verstehst du, dass wir uns ständig selbst Hindernisse in den Weg legen und somit ist der selbe Weg vielleicht kurz ein Hinderniss.

    Es ist aber dein persönlicher Weg und der ist nicht falsch. Soetwas gibt es in diesem Sinne nicht, vielleicht hast du nicht die passende Frage gestellt, das schon eher.


    Vielleicht ist dir als CC-Leser aufgefallen, dass man die Absicht auf etwas richten muss. Man benötigt soetwas wie eine Zielausrichtung.

    Man sollte dieses Ziel aber ganz genau kennen, man muss es direkt vor Augen haben oder man benötigt eben einen Lehrer, der einen das erste Mal dort hinführt.

    Wie viele können behaupten, ihr Ziel genau vor Augen zu haben?


    Glaube mir, jeder der sein Ziel genau vor Augen hat, wird es erreichen und Nichts und Niemand wird ihn hindern.

    Jene Anleitungen sind also nicht mehr als Methoden um sein Ziel zu erreichen und deswegen können diese Anleitungen eben auch nicht falsch sein. Es liegt doch an dir selbst, wie du diese nutzt?


    Wie du vielleicht merkst bin ich nicht sonderlich bemüht meine Gedanken dazu zusammenzufassen und wissenschaftlich zu verpacken, weil das nicht mein Ziel ist. Ich möchte es diskussionmäßig näherbringen, sonst könnte ich gleich eine kurze Abhandlung darüber verfassen.


    Mit freundlichen Grüßen


    A L S






  2. #2
    Moonchild
    Gast

    Re: Themavertiefung


    Der westliche Mensch hat ein ganz anderes Lebensmuster, wie der Mensch aus dem Osten. Viele Übungen haben einen völlig anderen Zweck, als er vielleicht von der Person gewünscht wird. Viele möchten irgendwelche besonderen Fähigkeiten erlangen, die sich zu ihrem persönlichen Vorteil nutzen wollen.

    Das zeigt einfach, dass nur egoistische Wünsche im Vordergrund standen und nicht das eigentliche Ziel gesehen wird und auch angestrebt wird.

    Ein Scheitern ist unvermeidlich. Das hat mit den Lehren also nichts zu tun.


    Eine Person, die nicht ständig an sich arbeitet wird nichts erreichen.




    Hallo ALS,


    deine Worte sind einfach zu verstehen und für mich stehen sie nicht im Wiederspruch zu dem was wir moderene Wissenschaft nennen.


    Und damit kein Missverständnis entsteht: Der einzige Schlüssel, der den Weg zu dem höheren Wissen öffnet, ist das Verlangen zu wissen, um zu dienen.

    Jedes andere Motiv ist Selbsttäuschung . Gareth Knight


    Das ist ein Weg der als Mensch nicht einfach ist und oft fehlt noch viel.

    Hoffen und bemühen wir uns, wenn auch oft mit Fehlern, das es uns gelingt

    einen Teil davon zu gehen


    Die Kardinaltugend von Netzach ist Selbstlosigkeit – die bis zu einem Zustand unvoreingenommener Hingabe reicht, dies impliziert den Tod der niederen Interessen des Selbstes. Entsprechend ist die Haupttugend von Hod Wahrhaftigkeit- das heißt, die Dinge so zu sehen, wie sie sind – Gareth Knight


    Viele Grüße


    Moonchild




  3. #3
    R.B.
    Gast

    Re: Themavertiefung


    Hallo Paul, hallo ALS, hallo Mitleser,


    ich habe in meiner gestrigen Antwort ganz kurz auf das Verhältnis des "Warum" zum "Wie" verwiesen. Nachdem ich nun den Verlauf der Woche nachgelesen habe, scheint es mir sinnvoll zu sein, darauf noch einmal näher einzugehen.


    Am Anfang steht bei den meisten Suchenden eine Sehnsucht, der tief empfundene Wunsch mehr zu erfahren über das Ich im Verhältnis zum Ganzen ( Mensch und Schöpfung), und einer daraus resultierenden Aufgabe oder Handlungsanweisung. Die Sehnsucht paart sich mit der Erkenntnis, dass die dem Einzelnen angebotenen Denkmodelle religiöser, weltanschaulicher oder auch nur profaner Natur ( der Sinn des Lebens ist Party - der Sinn des Lebens ist Fortpflanzung - der Sinn des Lebens ist Macht und Einfluss ) nicht zum Stillen eben dieser Sehnsucht genügen.

    Also wird die Suche an anderer Stelle fortgesetzt und führt fast zwangsläufig zum Auffinden verschiedener der dualistischen Weltanschauung verhafteter Denkschulen.

    Nun haben alle diese Dekschulen eines gemeinsam, nämlich dass sie aus zwei Teilen bestehen: einem erkenntnistheoretischem und einem praktischen.

    Viele verschiedene Beweggründe, über die sich der Suchende leider zu wenig Gedanken macht, bringen ihn irgendwann dazu, eine dieser Denkschulen als die für ihn richtige anzusehen, und also beginnt er mit den zugehörigen Praktiken zu arbeiten.

    Und schon hier biegt er auf einen Irrweg.

    Wenn man nämlich die dualistischen Systeme untersucht, stellt man fest, dass sie in ihrem erkenntnistheoretischen Inneren alle wesensverwandt sind. ( Übrigens waren sie alle mal der esoterische Kern von Religionen, und wurden aus ihren Religionen herausgedrängt, als der Umbau der jeweiligen Religion zum weltlichen Herrschaftsinstrument einsetzte, ein Baustein der von mir gewünschten Politisierung von Esoterik)

    Was die dualistischen Systeme tatsächlich deutlich von einander unterscheidet, sind die dazu gehörigen Techniken.

    Und diese Unterschiede haben etwas zu tun mit den Menschen, an die sie sich richten, in historischer, kultureller, mentalitätsorientierter, klimatischer u.ä. Hinsicht.

    Eine rituell eingeleitete, kontemplative kabbalistische Operation ist eben nur ein entfernter Verwandter einer buddhistischen Meditation.

    Nun kommt zu diesem Koordinatensystem aus historischen, kulturellen, mentalitätsbedingten, klimatischen und ähnlichen Aspekten, noch ein weiterer Faktor hinzu, nämlich der der Individualität. Ohne ein falsches, überzogenes Ich-Bewußtsein einführen zu wollen ( und damit einen Irrweg zu weisen ) bleibt festzuhalten, das jeder in diesem Koordinatensystem an anderer Stelle steht.

    Und hier also beginnt die eigene Suche nach Verbindungspunkten zu den verschiedenen Techniken, oder aber sie unterbleibt, mit der Folge, an willkürlich ausgewählten Techniken zu scheitern. Diese Suche ist eine Mischung aus theoretischer Auseinandersetzung und Experiment, immer begeitet von der Frage: Was hat das mit mir zu tun?


    Ich habe mal vor einigen Wochen in anderem Zusammenhang geschrieben:

    Mir war es immer egal, woher eine Technik kommt, hauptsache sie funktioniert.


    Im Nachhinein klingt mir das eitel und dumm. Gemeint aber war diese eben von mir beschriebene Erfahrung.

    Hans Biedermann schreibt:" Die Einstellung zur Übernatur ist beim Magier eben aktiver und autonomer, als die des religiösen Menschen."

    Daraus resultiert für mich, dass er sich dieser Übernatur auch immer nur ganz alleine stellen muß. Den schützenden Mantel von Denkschulen und Meistern muß er ablegen, aber darin liegt auch seine wahre Freiheit. ( Damit will ich den Wert von Denkschulen und Meistern nicht herabwürdigen, wenn man sie als das nimmt, was sie sind - zeitlich begrenzte Hilfestellungen )

    " Ein wahrer Magier wird sich aber an keine Gesellschaft, wie sie sich auch immer nennen mag, durch etwaige Schwüre o. dgl. binden und wird frei bleiben von allen Banden der Welt, um seinen geistigen Weg ohne Anerkennung einer Autorität zu gehen."

    So schreibt Franz Bardon, und verbittet sich damit geradewegs das, was heute mit ihm getrieben wird.


    Ich praktiziere mittlerweile ein Gebräu aus Rosenkreuzertum, GD (trotz Fälschung und Betrug ), Fortune/Butler, ein bischen Bardon, und alles mit buddhistischen Einsprengseln. Ich schätze den jüdisch/christlichen Magier Jesus von Nazareth und seine Idee der Nächstenliebe. Ich praktiziere es, weil ich mich darin wohl fühle, und weil es mir Fortschritte beschert. Trotzdem sehe ich es immer als work in progress an, und bleibe für jedweden Wandel bereit.

    Ich habe aber die eindeutige Erfahrung gemacht, das der progress sofort zum Stillstand kommt, wenn ich das Ziel aus dem Auge verliere. Hier aber wird es schwammig. Ich habe noch nie eine befriedigende Definition des Ziels gelesen, geschweige denn, sie selbst formulieren zu können. Irgend etwas zwischen " eins werden mit dem Universum " und " das göttliche meiner Natur zu entfalten " käme dabei heraus, und ist doch zu nichts zu gebrauchen.

    Zwar empfinde ich, dass Butler mit seinen Versuchen näher dran ist, als andere. Auch hat die buddhistische Forderung nach "mitfühlendem Verständnis" etwas damit zu tun. Aber es reicht alles nicht aus. (Auch wenn es schwierig bis unmöglich scheint, erwecken gerade die esoterischen Autoren mein besonderes Mißtrauen, die sich mit dem Versuch einer Zielbeschreibung gar nicht erst aufhalten, sondern gleich zur Beschreibung von Techniken übergehen.)

    Tatsächlich scheint mir die Definition des Ziels eine tiefliegende Erfahrung zu sein, die sich verbalen Beschreibungen weitgehend entzieht, und sich nur über gelebte Seelenverwandschaften zwischen Menschen kommunizieren läßt.

    Trotzdem bleibt die Erkenntnis:

    Erst wenn ich eine vage Ahnung davon habe, wo ich hin will, kann ich einen Weg auf seine Brauchbarkeit hin prüfen.

    Und Prüfen heißt: ihn gehen und gegebenenfalls verlassen.


    Viele Grüsse


    R.B.

Stichworte

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
Creative Commons Lizenzvertrag
Diese Webseite ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48