>>>Als eine Art jüdische Gnosis entstand die Kabbalah auf der Basis des Sepher Jezirah im 12. Jahrhundert, vermutlich als Antwort auf die gnostischen Strömungen im Christentum.<<<
Die kabbalistische Tradition ist älter.
Sie lässt sich nicht nur bis zur jüdischen Merkabah-Mystik der ersten nachchristlichen Jahrhunderte zurückverfolgen.
Sondern sogar bis zu den Tempellehren der aristokratischen sadduzäischen Priesterkaste der Stadt Jerusalem (daneben gab es auch noch die Priesterschaft des ländlichen damaligen Palästina, aus deren Kreisen als an dem Rand gedrängten Weisheitsmillieu Johannes der Täufer gestammt haben mag).
Die sadduzäische Priesterkaste der Stadt Jerusalem führte sich bis auf "Zadok den Gerechten" ("Zadokäer") unter König Salomo zurück.
Und war eindeutig saturnisch ausgerichtet.
Man siehe auch die Bücher Ezechiel und das halb apokryphe Buch Henoch bezüglich der jüdischen FRÜHEN Kabbalah.
Ferner sollte man die ersten vorchristlichen Jahrhunderte im hellenisch-jüdischen Millieu Alexandrias im Auge behalten. (etwa Philo von Alexandrien, später auch Klemens von Alexandrien im Christentum).
Die jüdischen Traditionen dürften neben Ägyptischen auch Babylonisch-Mesopotamische Ursprünge haben.
Auch bei den Assyrern gab es einem dem kabbalistischen Lebensbaum sehr ähnlichen Weltenbaum.
Zudem: Kabbalistisches-gnostisches Gedankengut kann man auch bei der syrisch-samaritanischen Gruppe der Ophiten/Ophianer eindeutig nachweisen.
Rabbi König hat eine (u.a. auf Origenes basierende) sehr gründliche Untersuchung und einen Nachweis geführt (die Schlange windet sich bekanntlich auch im Lebensbaum von unten nach oben).
Die vielleicht frühesten Gnostiker der Ophiten/Ophianer und Naassener entstammen der JÜDISCHEN Gnosis als Ableger, freilich mit syrischen Einflüssen.
Und sie entstammen weniger bekannten Strömungen der jüdischen Gnosis.
Etwa aus dem samaritanischen Norden des Landes.
Es gab DAS Judentum eigentlich erst in den ersten Jahrhunderten NACH Christus, vorher gab es eine Menge verschiedene jüdische Strömungen.
"Die Gnosis" von Christoph Markschies
"Die Gnosis" von Kurt Rudolph
Greedz
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