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Thema: Schwarze Magie im braunen Hemd

  1. #1
    Jenny
    Gast

    Schwarze Magie im braunen Hemd


    Hi Alle,


    hat noch Jemand diese Sendung gestern auf Discovery Geschichte gesehen? Fand ich sensationell, mal etwas über die "magischen" Zusammenhänge im Bezug auf das 3. Reich zu erfahren. Das war mir so deutlich noch nicht bekannt.


    Gerade im Bezug auf "Bewußtseinsveränderung", Manipulation, usw. fand ich das sehr Aufschlußreich. Und, was noch hinzu kommt, die haben versucht eine Religion zu schaffen. Das wußte ich bis dato auch noch nicht.


    Da kann man sich auch mal der Schattenseiten bewußt werden, die mit religiösem Fanatismus einhergehen.


    CU


    J.

  2. #2
    PA
    Gast

    Re: Schwarze Magie im braunen Hemd


    Hallo Jenny,


    >Hi Alle,

    >hat noch Jemand diese Sendung gestern auf Discovery Geschichte gesehen? Fand ich sensationell, mal etwas über die "magischen" Zusammenhänge im Bezug auf das 3. Reich zu erfahren. Das war mir so deutlich noch nicht bekannt.

    >Gerade im Bezug auf "Bewußtseinsveränderung", Manipulation, usw. fand ich das sehr Aufschlußreich. Und, was noch hinzu kommt, die haben versucht eine Religion zu schaffen. Das wußte ich bis dato auch noch nicht.

    >Da kann man sich auch mal der Schattenseiten bewußt werden, die mit religiösem Fanatismus einhergehen.

    >CU



    Nein, leider nicht. Habe ich leider versäumt, besser gesagt, nichts davon gewußt. Wie war denn der Titel der Sendung? Es gibt ja oft Wiederholungen, möglicherweise hat man dann ja erneut die Gelegenheit, die Sendung zu sehen.

    (Ich zeichne interessante Sendungen prinzipiell auf Video auf, damit ich später bei Diskussionen meine Behauptungen untermauern kann. smile)




    Freundliche Grüße sendet dir Paul.


    >J.

  3. #3
    Jenny
    Gast

    Re: Schwarze Magie im braunen Hemd


    >Hallo Jenny,

    >>Hi Alle,

    >>hat noch Jemand diese Sendung gestern auf Discovery Geschichte gesehen? Fand ich sensationell, mal etwas über die "magischen" Zusammenhänge im Bezug auf das 3. Reich zu erfahren. Das war mir so deutlich noch nicht bekannt.

    >>Gerade im Bezug auf "Bewußtseinsveränderung", Manipulation, usw. fand ich das sehr Aufschlußreich. Und, was noch hinzu kommt, die haben versucht eine Religion zu schaffen. Das wußte ich bis dato auch noch nicht.

    >>Da kann man sich auch mal der Schattenseiten bewußt werden, die mit religiösem Fanatismus einhergehen.

    >>CU


    >Nein, leider nicht. Habe ich leider versäumt, besser gesagt, nichts davon gewußt. Wie war denn der Titel der Sendung? Es gibt ja oft Wiederholungen, möglicherweise hat man dann ja erneut die Gelegenheit, die Sendung zu sehen.

    >(Ich zeichne interessante Sendungen prinzipiell auf Video auf, damit ich später bei Diskussionen meine Behauptungen untermauern kann. smile)

    >

    >Freundliche Grüße sendet dir Paul.

    >




    >Hi Paul,


    der Titel lautet: "Schwarze Magie im braunen Hemd"!!! Gestern kam übrigens der zweite Teil, aber ich konnte nicht so lang wach bleiben, weshalb ich mir warsch. die Wiederholung heute mittag anschaue.


    CU


    J.


  4. #4
    Moonchild
    Gast

    Dion und der Krieg


    Hallo Jenny,


    habe die Sendung leider nicht gesehen, es folgt ein Text zum Thema Krieg aus dem Leben von Dion Fortune. Er ist aus dem Buch von Alan Richardson, es gibt noch ein 2. Buch über Ihr Leben von Gareth Knight. Ich glaube Sie hat viel Kraft gegeben und so mitgeholfen die Nazis zu besiegen und wir sollten dankbar für Ihren Anteil daran sein.


    Ein schönes Wochenende und viele Grüße


    Moonchild




    Der Krieg kam, zur höchsten Überraschung von vielen, vor allem der Eingeweihten. Welches auch immer ihre Tugenden sein mögen, viele Adepten der Inneren Ebene sind bei derartigen Vorhersagen genauso unfähig wie das britische Volk, sich auf einen Krieg vorzubereiten. Man sehe sich nur seine lange, blutige Geschichte an: nie sind die Briten auf einen Krieg vorbereitet gewesen! Dion hätte es besser gewußt, wenn man sie gefragt hätte, aber wer tat es schon!. Keine innere Stimme hatte sie vor Wotans unmittelbarem Ausbruch gewarnt. Churchill war es, mit dem sie sich ziemlich intensiv beschäftigt hatte, der Deutschlands Absichten vorausgesagt hatte, allerdings war er auf taube Ohren gestoßen - außer bei ihr. In ihren Augen war er eine große Seele.

    Die Reaktion der Londoner Bevölkerung war zwiespältig: Die einen blieben, um sich dem Krieg zu stellen; die anderen gaben Fersengeld und flohen aufs bombenfreie Land. Dion hatte nicht die Absicht, sich zu verdrücken. Zu alt, um sich auf dem Land erneut einzuschränken, zu krank, um eine der Bürgerpflichten wie Luftschutz zu übernehmen, war sie entschlossen, in London, in der Stadt des Mondes auszuharren, und zum Schutz der Nation Magie zu betreiben, während sich die Straßen um sie herum in Mondkrater verwandelten.

    Was auch immer die Wahrheit ihrer Trennung von Merlin und die wahren Gründe von Seymours Treuebruch gewesen sein mögen, die Kriegserklärung am 3. September 1939 gab ihr etwas die Möglichkeit, ihren Geist auf die neue Situation einzustellen. Die ersten Monate bestanden aus dem sogenannten ,Sitzkrieg, als die Masse der Streitkräfte sich die Beine in den Bauch stand, neue Divisionen zusammenschusterte und die hoffnungslos veraltete Ausrüstung mit unglaublicher Energie erneuerte. Als schließlich nach monatelangem zermürbendem Warten die ersten Bomben fielen, war es, als ob man sich dem Hüter der Schwelle entgegengestellt und ihn unter sein Joch gezwungen hätte. Ein Gefühl der Erleichterung machte sich bereit. Trotz allem!

    Auch die Society of the Inner Light war betroffen. Diejenigen, die gesund und im kampfesfreudigen Alter waren, schlossen sich der Armee an. Junge Männer hatten etwas Besseres zu tun, als alte Götter zu beschwören. Der Krieg kam herab wie ein Sommergewitter und bremste die Entwicklung einer ganzen Nation. Nur einige Frauen und ältere Männer blieben zurück. Creasy, der sich von seiner Tätigkeit als Bankmanager zurückgezogen hatte, war nach wie vor im Heiligtum zu finden, genau wie Loveday (Amor Vincit Omnia = Die Liebe siegt über alles), der natürlich viel zu alt war, um im Krieg noch mitzumischen. Unter seiner Leitung scheint sich die Gilde von Meister Jesus in die Gralskirche verwandelt zu haben.

    Wenn das vierzigste Lebensjahr eine Zeit der Inventur war, in der Dion Selbstverteidigung mit PSI schrieb, war es das fünfzigste Lebensjahr erst recht. Bis dahin hatte sie sich so stark mit dem übergeordneten Leben der Nation identifiziert, daß die Selbstverteidigung mit PSI, die sie vertrat, die ganze Gestalt der Britannia mit einschloß.

    Hatte sie sich in einer bittersüßen Zeit, von der sie jetzt nichts mehr wissen wollte, mit den internationalen Gestalten von Isis und Osiris verbunden, so waren die Götter, die sie in jener Zeit der nationalen Not anrief, ur - britisch.

    Es gibt eine Legende über Artus, die man sich in vielen Variationen erzählt:



    Artus und seine Ritter liegen schlafend in einer Berghöhle. An der Wand hängt ein großes gebogenes Horn. In Zeiten bitterer Not, wenn das Schicksal des Landes an einem seidenen Faden hängt, muß jemand das Horn blasen, um den König zu wecken, der ausreiten und die Schlacht gewinnen wird.

    Dion wußte, wo diese Höhle war. Dreimal war sie bereits dort gewesen. Sie nahm ihre ganze Puste zusammen und stieß mit aller Kraft in jenes Horn. In der glühenden Höhle unter dem Hügel zuckten Artus Lider und öffneten sich.

    Natürlich blies sie im Heiligtum in 3 QT nicht in ein richtiges Horn. Sie schrieb einen Brief und vollbrachte damit eine der wirksamsten magischen Handlungen ihres Lebens. Sie spürte es. Sie hatte eine neue Ära ihrer Karriere mit dem Jenseits eingeläutet. Nicht, daß jener Brief mit den schweren Botschaften zu vergleichen gewesen wäre, die durch Madame Blavatsky und Co. herabgefallen waren. Es war ein offener Brief an alle ihre Schüler. Er war so offen, daß selbst der unbedarfteste Neophyt gleichberechtigt mit dem erfahrensten Adepten Magie praktizieren konnte. Etwas ähnliches hatte selbst sie nie erlebt. Als diese seltsame Botschaft verkündet wurde, hatte die Lehre von der Gleichheit aller zum ersten Mal ihr Haupt erhoben wie eine Schlange.

    Papier war knapp in jenen Herbsttages des Jahres 1939, und knapp waren auch die Magier. Die Bühne im Osten war leer. Der offene Brief, ordnungsgemäß magnetisiert, war ihr einziges Mittel, ein festes Band aufrechtzuerhalten und eine Art Gruppenarbeit fortzusetzen. Es gab genug Energie für diesen Brief oder für die monatliche Zeitschrift, nicht für beide. Sie wählte ersteres und schuf damit einen neuen Arbeitsstil. Eine andere Wahl blieb ihr ohnehin nicht.

    Die Briefe wurden jeden Mittwoch abgeschickt, damit sie ihr Ziel rechtzeitig für den Sonntag erreichten, eher durfte der Umschlag nicht geöffnet werden.

    Der erste Brief datierte vom 8. Oktober 1939. Jeder der Teilnehmer lag oder saß in entspannter Haltung auf dem Brief, streßfrei, die Füße zusammen, die Hände gefaltet, den Blick nach London gerichtet - um Punkt 12.15 Uhr. Die älteren Adepten, oder ihr kümmerlicher Rest, sollten im Heiligtum von 3 QT Energie erzeugen und so eine Verbindung zwischen dieser neuen Gruppe und der Gruppenseele der Rasse schaffen. Zweck dieser ersten Sitzung, die bis 12.30 Uhr dauerte, war, sich aufeinander und auf die größere Seele von Britannien einzustimmen, damit sie mit jenen spirituellen Einflüssen, die hinter der Bühne arbeiteten, Kontakt aufnehmen konnte.

    Der Krieg war in Dions Augen nur eine Phase des kosmischen Plans, der gerade jetzt ausgearbeitet wurde.

    Das Symbol, das sie alle miteinander verband, war die Rose auf dem Kreuz, das in strahlendem Glanz von goldenem Licht umgeben war, während sich die Rose von jenem Diamantlicht abhob, das ein sicheres Zeichen ungeheurer Kraft war.

    Eine der Schülerinnen auf dem Land spürte die Energie so stark, daß sie sich in ihrer Vision im Heiligtum in Glastonbury sah, ausrangiert wie ein Zug auf dem Abstellgleis. Dennoch war es das richtige Gleis. Später sah man das Rosen - Kreuz in einer wundersamen Höhle liegen. Diese Höhle war den Eingeweihten als ,Höhle unter Mt. Abiegnus bekannt. Abiegnus war ein Berg und galt als der ,Hügel der Vision. Sein irdisches Symbol war Glastonbury Tor.

    Zuerst kann man im Dunkel der Höhle fünf Gestalten ausmachen, wurde den Lesern versichert, ,keine richtigen Präsenzen, sondern Schatten der Meister. Im Laufe der Zeit werden diese Schatten Wirklichkeit, und in den nächsten Wochen aus den fünf sieben, die in den Farben des Spektrums strahlen. Das hieß: der volle Umfang der Kontakte war erreicht. Dann konnten sie mit ihrer normalen Arbeit weitermachen, deren Ziel es war, dem Geist der Rasse klarzumachen, welche Hilfe das kosmische Gesetz geben konnte. Wenn der Ultra - reine christliche Mystizimus ihrer Anfangszeit für ihren spirituellen Stoffwechsel nicht mehr ausreichende Nahrung bot, und wenn die exotische Diät ihrer



    heidnischen ägyptischen Arbeit nicht länger schmackhaft war, dann bot diese neue Arbeit eine Alternative für beide.

    Tatsache war: Die Hüter von Avalon waren zurückgekehrt. Ob sie in den letzten Jahren vor dem Krieg beiseite geschoben worden waren oder ob sie in einem anderen magischen Programm eine gleiche Stellung eingenommen hatten - niemand vermag es zu sagen. Es spielt auch keine Rolle. Magier dürfen andere Systeme verwenden; die einzige Bedingung ist das Einfühlungsvermögen, das für die Kontaktaufnahme erforderlich ist. Die Götter und die Geheimen Oberen mögen sein, wie sie wollen - eines sind sie nicht: eifersüchtig. Dion war mit den ersten Ergebnissen zufrieden. Der Erzbischof von York hielt im Radio eine Rede, die beinahe eine wörtliche Wiedergabe der Botschaft und Meditation der Adepten der Inneren Ebene war. Nicht, daß der Gottesmann abgeschrieben hätte, das muß klargestellt werden, aber auch er verlieh jenen Strömen Ausdruck, für die Dion jetzt Kanal war. Eine Woche später tat der Kriegsminister, Höre - Belisha, dasselbe. Bei ihren wöchentlichen Besuchen auf dem Hügel der Vision sah sie jetzt dunkle Gestalten, die sich im Hintergrund der Höhle drängten Gestalten, die ,vor Licht glühten. Es war die Nation in Reih und Glied, die telepathisch die Botschaft aufnahm, die vom Heiligtum aus geschickt wurde - ähnlich wie die ,Schweigeminute vieler Christen zu jener Zeit, die dem letzten Schlag von Big Ben im Radio lauschten und sich dann einem schweigenden Gebet hingaben. Dion war sich dessen bewußt und klug genug, nicht zu behaupten, sie allein übe magischen Einfluß auf die Weltgeschichte aus. Weit gefehlt: Im New Forest führten Hexen menschliche (aber freiwillige) Opferrituale durch, um die Invasion der deutschen Kräfte zu stoppen; Seymour erweckte den Merlin Tempel zu neuem Leben und zapfte die traditionellen Kraftzentren in Britanien an, um die Küste durch einen Schild zu schützen, während Okkultisten im ganzen Land ihre besonderen Fähigkeiten mit großer nationaler Leidenschaft einsetzten, vielleicht mit gewissem Erfolg. In der Sprache der Zeit: Dion tat ihre Pflicht und Schuldigkeit.

    Durch ihre Briefe brachte sie ihre Politik in gewissem Einklang mit der des Mannes, den sie respektvoll Mr. Churchill nannte. Anders als auf dem Kontinent, neigten die britischen Magier nie dazu, im See der Politik zu ertrinken; niemand hat je gewußt, für welche Partei Dion gestimmt hat - wenn überhaupt. Dennoch verfügte sie jedoch über eine fundierte Meinung zu Kommunismus und Faschismus: Jede dieser Richtungen enthielt trotz ihres unseligen Erscheinungsbildes im Kern eine große Wahrheit. Sie verriet sie uns: Die spirituelle Wahrheit hinter dem Bolschewismus war die Notwendigkeit einer verbesserten Organisation des Lebens nach gesellschaftspolitischen Aspekten und das Fehlen jeglicher Art von Privilegien: das war Dions Meinung, die es jetzt Neophyten erlaubte, zu gleichberechtigten Bedingungen hinter den Schleier zu sehen. Und die spirituelle Wahrheit hinter dem Nationalsozialismus war die Notwendigkeit der erhöhten Dynamik - die Dynamik, alte verbrauchte Formen niederzureißen und eine Rückkehr zur Natur vorzunehmen: es war die sitzengelassene Frau, die daraus sprach.

    Von beiden politischen Richtungen stand sie wahrscheinlich der letzten näher. Am 15. Januar 1940, in der Höhle, die sie über das mystische Tor an der Seite von Glastonbury Tor betreten hatte, beschützt und sicher, saßen sie und ihre Helfer vor den Meistern und beschworen die reinigenden Gezeiten der Zerstörung, die all das wegspülen sollten, was in ihnen und in ihrem Land selbstsüchtig war.

    Es war ein kühnes Unterfangen, da die Gruppe eigentlich viel zu unerfahren war. In der symbolischen Form eines Strahls stahlgrauen Wassers stürzte die Energie wie ein Wasserfall herab. In der Mitte dieses Strahls war der rot gekleidete Meister des Strahls von Geburah. Es war, als wenn man sauber gescheuert würde, schmerzhaft sauber. Aber schließlich fühlten sich all diese leeren, abgescheuerten Menschen eins und als Gemeinschaftsgeist eines höchst wundersamen Friedens.

    Kurz darauf trat der Krieg in eine neue aktive Phase und führte zum Rückzug der Truppen aus Dünkirchen; dasselbe geschah mit der Magie. Erneut bewaffnet und rot gekleidet,



    riefen sie Engelwesen an und sahen, wie diese in dem Land von Norden nach Süden, von Osten nach Westen patroullierten, Wache hielten und die Küste der Nation hüteten. Acht Wochen später dehnten sie ihren Radius aus. Die Verteidigungslinie erstreckte sich bis zu den Minenfeldern an der norwegischen Küste, über die gesamte Nordsee, vertrieb alles Feindliche, und wahrte die Dunkelheit der Küste.

    Auch in der Höhle hatte sich einiges geändert. Einmal kamen drei Lichtstrahlen hereingeschossen und bildeten ein Dreieck. Die eine Seite war rot gefärbt, sie stand mit König Artus in Verbindung, die andere war blau und gehörte zu Merlin, während die dritte, die purpurfarbene, von ihrem alten Freund, Meister Jesus, regiert wurde.

    Wenn Loveday auch bereits kränkelte, die Loge war noch nicht fertig mit ihm.

    Dieses Bild bereitete ihnen zuerst einige Probleme, da es zwar gut arbeitete, aber den Eindruck einer unausgeglichenen Dreiheit machte. Dann, als sich ihnen das Dreieck zudrehte, war alles klar: Sie sahen eine dreiseitige Pyramide, Meister Jesus auf der Spitze, von dem die anderen drei ausgingen. Diese Trinität setzte sich aus Artus, Merlin und, zur Überraschung aller, der Jungfrau Maria zusammen. Jetzt waren sie glücklicher, jetzt machte es viel mehr Sinn.

    Und dennoch hätte es eigentlich Morgan sein sollen. In einer früheren Zeit wäre es Morgan gewesen. Penry, der aus einem Teil von Wales kam, der mit den alten Energien jener Figur verbunden war, hätte Morgans Erscheinen unvermeidlich gemacht. Wie dem auch sei, wir sind beinahe wieder in den Tagen vor Merlin, als Veronica Mainwaring noch ein Symbol für Dion war. Vielleicht hatte sich auch Dion nach den Atlantis - Romanen so stark mit Morgan le Fay identifiziert, daß es gefährlich gewesen wäre, die Lichtpyramide auf diese Weise zu vervollständigen. Die Jungfrau Maria jedenfalls war ungefährlicher. Und reiner war sie sowieso.

    Ihr Gewand hatte die Farbe des nächtlichen Himmels, mit silbernen Sternen bedeckt. Hinter ihrem Kopf erhob sich die Sichel des Mondes mit nach oben gerichteten Spitzen. Zu ihrer Linken ein großer Zweig weißer Lilien, Madonna - Lilien.

    Sie waren die Kontakte hinter Dions zweitem Orden, - diesem Zweiten Orden im G.D., der sich um dasselbe Symbol des Rosenkreuzes rankte, aber mit Christian Rosencreutz als vorherrschender Figur. Hier, in der Bruderschaft des Inneren Lichts, bewahrte Dion uns alle vor der lästigen Suche nach dem mysteriösen Damcar im mittleren Osten. Statt dessen gab sie uns die Schlüssel zu Avalon. Wir brauchten CRC, wie sie ihn nannten, nicht länger zu suchen, der in seiner Gruft unsterblich und unbestechlich schlief; wir konnten Artus haben, unseren eignen, wahren König, der lichtvoll in seiner Höhle schlummerte.

    Den Außenseiter, der die Briefe las und sich vorstellte, was seine Leser taten, nämlich Symbole anzuschauen, die sie in ihren Köpfen hin und her bewegten, mag das alles vielleicht langweilen. Ein himmelweiter Unterschied zu den Spektakeln früherer Zeiten! Man muß jedoch daran denken, daß diese Visionen mehr als reine Bilder waren, sie summten vor Leben und Präsenz und waren sehr real. Hier, mit jenen Großen Mysterien in Berührung, wo Worte sinnlos, unangemessen sind, und wo der Geist keinen Vergleich hat, der ihm bei seiner Funktion auf dem normalen Weg hilft, waren diese Symbole alles, was sie hatten. Alles wurde zu Metapher und Gleichnis, Parallele und Bildersprache. Sie strampelten wie Menschen in einer Welt greifbarer Enthüllung und taten ihr Bestes, es den Umnebelten zu erklären, die nicht hinter den Schleier schauen durften.

    Nicht, daß Kraft und Majestät immer präsent gewesen wären. Manchmal fühlte sich die Gruppe lustlos, trotz aller Erwartungen. Nichts passierte. Ein anderes Mal, wenn sie das Heiligtum in einer persönlich düsteren Stimmung betreten hatten, geschah das Wunder, und sie wurden von der Kraft überrascht, die sich gebildet hatte. Es war nicht immer vorhersehbar, und offensichtlich hing es nicht von der Laune oder Stimmung des einzelnen ab.



    Nach kurzer Zeit begann die Höhle ein Eigenleben zu entwickeln. Eine Wendeltreppe erschien, die zu einer Halle des Lernens direkt über der Höhle führte (aber immer noch unterhalb des Berges), die aussah wie eine große Bibliothek aus dem Mittelalter. Die Treppe ging noch weiter hinauf bis zur Kapelle des Grals, und noch höher bis zum Wachtturm.

    Der Wachtturm stand auf der Spitze des Berges. Wenn man starke Nerven besaß, durfte man der geheimnisvoll gekleideten und in eine Kapuze gehüllten Gestalt des Wächters folgen, der nie seinen Posten verließ, und wenn man den Druck ertragen konnte, durfte man sogar in die wechselnden Winde von Gut und Böse schauen, in das Herz des Sturmes, und einen prophetischen Blick durch die astrale Turbulenz auf die Zukunft tun. Dion warnte, es war kein Platz für Unerfahrene. Blieb man zu lange, bestand die Gefahr einer PSI - Attacke.

    Ihre Faszination für diesen Turm wurde immer größer. Das war schon immer so gewesen, auch als er sich früher anders manifestiert hatte.

    Sein irdischer Standort ist klar: Es ist der Turm oben auf dem Hügel, dem Heiligen Michael geweiht. Und die Identität des Wächters? Sie wußte nur, es war eine gewaltige Gestalt. Einmal retteten sie beinahe Frankreich. Bei einer ihrer Rituale löste sich ein Lichtstrahl und legte sich wie eine Barriere über Frankreich bis hinein nach Afrika. Nie zuvor in ihrer langjährigen Erfahrung mit okkulter Arbeit hatte Dion etwas derartig Greifbares gesehen, obwohl die Tatsache sie verwirrte, daß dieser Strahl bis in den Schwarzen Kontinent hineinreichte. Zu ihrem großen Kummer fiel Frankreich einige Zeit später. Niemand hatte es erwartet, die Franzosen am allerwenigsten. Bis dahin war die französische Armee die modernste und am besten ausgebildete Kampfkraft in Europa gewesen. Viele der Vorkriegsstrategien basierten auf der Vermutung - nicht der Gewißheit - daß diese Kraft nicht leicht zu besiegen sei. Trotz der Bemühungen der Lichtarbeiter kapitulierte Frankreich im April 1940 - mit Ausnahme seiner afrikanischen Kolonien.

    Anders als ihre Landsleute führte Dion den verlorenen Krieg nicht auf die Abneigung der Gallier gegen einen ernsthaften Kampf zurück.

    Immer länger war die Zeit geworden, die sie auf dem Wachtturm verbracht hatte. Sie hatte Einblicke in den anderen Krieg gewonnen und die bösen telepathischen Ströme, die die Okkultisten der Nazis nutzten. Sie hatte herausgefunden, daß die Siege der Nazis nicht durch die Kraft von Waffen erreicht wurden, sondern als Folge des plötzlichen Zusammenbruchs des nationalen Willens und Vertrauens.

    Absurd, aber wahr. Wie man heute weiß, gehörten zur Ausrüstung des Dritten Reichs starke magische Elemente. Himmler hatte sich einen eigenen Turm als Tempel für die germanischen Mysterien bauen lassen. In den Augen der Nazi - Machthaber waren die Schwarzmagier Dion Fortune und Konsorten, sich selbst hielten sie für Lichtarbeiter.

    In Frankreich schrieb jemand vor der Kapitulation an Dion, ob sie nicht einen PSI - Angriff gegen einen der deutschen Führer starten könne. Dion lehnte höflich ab. So etwas tat man nicht.

    Ob wir wollen oder nicht, wir in England empfangen einen neuen Strom von Leben aus derselben Quelle, die alle menschlichen Normen in Deutschland und Rußland so katastrophal überrannt hat. Aber, fügte sie hinzu, ,wenn wir in diesem Land die dritte Seite des Dreiecks halten können ... das Christentum, dann haben wir ein vollständiges, funktionierendes Ganzes anstatt der schrecklichen Herrschaft ungleichmäßiger Kraft. Hier war sie wieder, die Seepriesterin, im Land des ewigen Sommers des Westens, und hielt Wacht an den Toren, um das Land vor den Gezeiten zu schützen.

    Im Oktober 1940 kam es über Queensborough Terrace zu einzelnen Luftkämpfen. Eine Brandbombe fiel in das Haus nebenan, aber die Gruppe ließ sich in ihrer Meditation nicht stören, von einem Gefühl äußersten Friedens und der Richtigkeit ihres Tuns erfüllt. Die Luftkämpfe nahmen zu, die Abstände zwischen den Bombenangriffen wurden kürzer. Zu



    jener Zeit machten Dions Schüler die Erfahrung, daß ihre psychische Wahrnehmungsfähigkeit erhöht und der Schleier so dünn wurde wie nie zuvor.

    Eines Samstagabends wurde 3 QT von einem Bombenhagel getroffen. Die Fenster waren zum Schutz gegen herumfliegende Glassplitter mit Klebestreifen versehen und durch mächtige magische Kräfte verstärkt. Es entstand kein Schaden. Es konnte kein Schaden entstehen ... außer, daß sie am 27. Oktober ausgebombt wurden. Weil es keinen Zufall gibt, beanspruchte Dion zumindest einen Teilerfolg bei der Verteidigung des Heiligtums. In ihrem nächsten Brief kommentierte sie: ,Ich und Loveday haben ausgesehen wie ein Paar Schornsteinfeger als Folge unserer Meinungsverschiedenheit mit dem Dach, das herabstürzte, aber gnädig genug war, uns nicht zu erschlagen. Man hat oft behauptet, Dion Fortune sei Schwarzmagierin, und jetzt gibt sie voller Bedauern zu, daß sie es nicht länger leugnen kann.

    Ungeachtet dieser Frivolität erzählte sie weiter, alles auf dem Altar im Heiligtum sei weggefegt worden, mit Ausnahme der Statue des auferstandenen Christus, den man in die äußerste Ecke verbannt hatte.

    Regierungsbeamte erklärten, es bestünde Einsturzgefahr. Also zog die Gruppe nach 21 b QT um, und das Dach wurde repariert.

    Als Bernard Bromage für den militärischen Geheimdienst tätig war, sah er Dion wieder. Er stand mit einer Reihe ausländischer Diplomaten in enger Verbindung und ging dem argentinischen Botschafter so lange um den Bart, bis dieser ihn zu 3 QT fuhr. Es war einige Jahre her, daß sie einander begegnet waren , und er kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, so kannte er Dion nicht: etwa als Vortragskünstlerin und Demonstratorin in der Arena des Spiritismus.

    Ich hörte, daß sie Sitzungen machte und, wie andere Medien, ihren ,Führer gefunden hatte, einen schottischen Adligen aus einem früheren Jahrhundert.

    Es war natürlich Erskine. Ich habe jedoch keinerlei Unterlagen über sie als spiritistisches Medium in dem Sinne gefunden, wie es Bromage verstand. Wahrscheinlicher ist, daß Dion es leid geworden war, ihre Geheimen Oberen zu verstecken und ihnen den üblichen dünnen Anstrich psychologischer Respektabilität zu geben.

    Bromage fand sie im Souterrain von 21 b QT., Mit dem für sie typischen Optimismus erklärte sie mir, der Ort wäre eine ,Burg, und wir könnten, von der Spionen der Nazis ungestört, plaudern.

    Dann bemerkte ich andere Veränderungen, von denen einige ihre ganze Persönlichkeit betrafen.

    Soweit ich die Transformation analysieren konnte, hatte sie einen Teil ihrer Zurückgezogenheit aufgegeben und wieder Kontakt zur Außenwelt. Sie traf auf sehr unterschiedliche Menschen und probierte Aspekte ihres Selbst aus, die früher geschlummert hatten. Kurz gesagt: Sie versuchte, mit der Zeit zu gehen !

    Ihr Empfangsraum war jetzt ein exotisches Apartment, reich mit farbiger Seide und erlesenen Vorhängen ausstaffiert. Ein kleines Mädchen unbestimmter Nationalität rannte mit den Tee - Utensilien hin und her. Dion trug eine für sie beträchtliche Menge Schmuck, und aus dem ,Sandeman Port Gewand mit priesterlichem Schnitt war eine weltliche (und höchst kleidsame) Garderobe aus schwarzem Satin geworden.

    Sie hatte mich gebeten, sie aufzusuchen, weil sie mit einem Plan schwanger ging. ,Es wäre phantastisch, meinte sie, ,wenn sich die führenden Okkultisten in London (oder, noch besser, in Europa) vereinigten. Mit anderen Worten: ihr Wissen und ihre Quellen sammeln, um das gemeinsame Lager aufzufüllen...

    Eine Reihe prominenter Namen fiel. Alchemisten, Astrologen, Hexen, Ritualisten, Schriftsteller kluger Bücher und Vertreter seltsamer Theorien...

    Sie versprach, mich von dem Erfolg oder Mißerfolg ihres Unterfangens zu unterrichten. Ich schied von ihr an der Tür ihres Kellergeschosses und hörte in einiger Entfernung die Nazi - Bomben fallen (einige Zeit zuvor hatte sie einen häßlichen Schock erlitten, als sie beinahe



    von einem Stein getroffen worden war, als der Feind einen direkten Anschlag auf eines der Stockwerke von 3 QT vorgenommen hatte. Aber sie stand dort unerschrocken und ungebeugt wie Brunhilde oder Freya aus der alten nordischen Sage: Später gewann ich die Überzeugung daß sie viel von ihrer psychischen Energie einer Wikingerlinie in ihrem Blut verdankte!)

    Es war das letzte Mal, daß Bromage sie zu Gesicht bekam, und, in gewisser Weise, der Tiefpunkt in Dions Leben, trotz ihres grandiosen Plans einer nationalen okkulten Bewegung - ein Thema, das sie bereits viele Jahre früher angeschnitten hatte (56). Die großen Tage des Ritus und der Zeremonie waren vorbei. Das galt auch für ihre Schriftstellerei. Einmal telefonierte sie mit Christine Campbell Thomson aus Gründen, die letztere nie verstand, und die junge Priesterin war entsetzt über die neue Version einer Dion, die entschlossen war, mit der Zeit zu gehen: eine große Frau mit starkem Übergewicht, umgeben von Frauen, die sie anhimmelten, offensichtlich aller Kontakte beraubt. Sie glaubte allen Ernstes, Dion hätte ihre Kontakte bereits sehr früh als Strafe für die Veröffentlichung der Mystischen Kabbala verloren und dadurch das Strafgericht des G.D. herbeigerufen.

    Es war der Tiefpunkt, aber durch die paradoxe Verbindung zum magischen Pfad auch der Höhepunkt ihres Lebens. Dion wußte, daß die Priesterin auf einer bestimmten Stufe handelt durch das, was sie ist, und nicht durch das, was sie tut. ,Je höher der Grad des Eingeweihten, desto passiver erscheint er auf der physischen Ebene, schrieb sie. Niemand, nicht einmal sie, konnte auf beiden Ebenen gleichzeitig positiv sein. Es ist beides - Entschuldigung und eine Binsenwahrheit. Es erklärt ihren neuen Status alten Bekannten gegenüber und ist gleichzeitig der Ausdruck einer alten Wahrheit neuen Schülern gegenüber. ,Leute wie sie, schrieb sie, ,werden durch zwei Eigenschaften charakterisiert: die Fähigkeit, still zu sein und zu warten; und die Fähigkeit, absolut allein zu sein.

    Sie ging jetzt öfter zum Wachtturm, von dem gewaltigen, einsamen Wächter magisch angezogen. Er war wie jener Turm am Sidestrand, der vor langer Zeit in den Ozean gestürzt war und einst in einer Welt existierte, die ebenfalls vor langer Zeit im Chaos untergegangen war.

    Dank dem Wächter dort konnte sie die Zukunft sehen. Bevor sich Britannien Rußland angeschlossen hatte und bereits vor dem Eintritt Amerikas in den Krieg hatte sie den Endsieg vorausgesehen. Auf den Äußeren Ebenen würde er noch ein paar Jahre auf sich warten lassen, aber über den Ausgang des Krieges gab es keinen Zweifel. In den Jahren darauf würde es vier Weltmächte geben: die Vereinigten Staaten von Amerika, die Union der Sozialistischen Republiken, die Chinesische Republik und das Britische Empire. ,Wir haben uns noch nicht klar gemacht, welche Rolle China in dem neuen Asien spielen wird, erklärte sie. Keiner hatte es; nicht einmal Dion merkte, wie falsch sie zumindest mit einer dieser Behauptungen lag.

    Glücklicherweise starb sie, bevor das Empire unterging. Es hätte ihr das Herz gebrochen. Dennoch hätte Dion alle Schuld der schlechten politischen Führung gegeben. Sie hatte genug von den schwachen Männern, die Britannien zwischen den Kriegen regiert hatten. Von dem Meister des Roten Strahls, König Artus, berührt, suchte sie nach einem Mann, der Dynamik und den Kontakt mit der Natur in sich vereinigte; eingeschüchtert von der Figur des Blauen Strahls, suchte Merlin, der dem Land die Tafelrunde vermacht hatte, suchte wie sie nach größerer sozialer Gerechtigkeit und Gleichheit. Es war zu jener Zeit ihre Aufgabe, ein Medium für einen Strahl zu sein, der sie beide vereinigen und dafür sorgen würde, daß sie nie dieselben unausgeglichenen Pfade gingen wie die Deutschen und Russen.

    Ein Teil davon wurde wahr. Einige ihrer gesellschaftlichen Ziele kamen zum Durchbruch. Auch wenn Britannien Indien an die Unabhängigkeitsbewegung verlor, in der Mrs, Besant



    einst so aktiv gewesen war, gewann es doch für kurze Zeit ein Juwel in seiner angeschlagenen Krone durch den Wohlfahrtsstaat, den Dion so kühn vorausgesagt hatte. Jene Figur der Jungfrau Maria, die die dritte Ecke des Dreiecks eingenommen und die Energien von Artus und Merlin vereinigt hatte, war, zumindest in ihren Augen, der reinste Ausdruck der drei Pfade der Weiblichkeit. Wie tief verstrickt Dion auch immer in ihrer Verbindung zu ihren großen starken Männern und Meistern war, nie vergaß sie die Rolle der Frau.

    Der erste Pfad der Weiblichkeit war der der Mutter. Es war die immer fruchtbare Erdmutter, Hüterin des Heims. Für Dion kam diese Rolle nicht in frage. Sie beneidete diese Kraft, aber es würde nie die ihrige sein.

    Der zweite Pfad der Weiblichkeit war der Pfad der Jungfrau, deren Tugenden Verzicht, Hingabe und Opfer waren - und Kraft, wenn der Verzicht vollzogen war. Das war die unendlich potente Formel der Negierung - der Pfad der Nonne. Dion hatte ihn einst gewählt. Beinahe wäre sie glücklich damit geworden.

    Der dritte Pfad der Weiblichkeit war ihr eigener. Es war der Pfad der Priesterin, die ,weder Mutter noch Jungfrau ist, sondern geheimnisvoll auf der verborgenen Seite der Dinge agiert mit Kräften, für die die Menschen in der heutigen Zeit kein Verständnis mehr haben. In diesem Aspekt verkörpert sie eine Sache, keine Person... allmächtig auf den Inneren Ebenen, jedoch träge auf der physischen. Sie arbeitet weder mit den physischen Kräften der Mutter noch den spirituellen Kräften der Jungfrau, sondern mit den magnetischen Kräften ihrer selbst. Sie nimmt ihre Kraft aus der Erde und mit der Schale des Grals, die sie trägt, hütet sie das Sakrament der Weiblichkeit.

    Es ging wieder los. Die Gruppe wurde neu aufgebaut. Am 27. April 1941 verkündete Dion der Welt, die Gemeinschaft des Inneren Lichts würde in Kürze ihre Vorkriegsaktivitäten wieder aufnehmen. In gewisser Weise war ihr der schwierige magische Trick gelungen, ihre Schüler dazu zu bringen, sie zu sehen, wie sie sich jetzt selbst sah: nicht als die Priesterin der Isis, die sich im Lotus - Teich spiegelt, sondern als Vivienne, Nimue, ja sogar als Morgan le Fay, letztere in der christlich gereinigten Form. Sie war jetzt die Frau, die die Schale des Grals trug, wie es am Hof von Camelot üblich war. Sie kannte die Geheimnisse des Fischerkönigs. Sie wußte, wie man das verwüstete Land zu neuem Leben erwecken konnte. Ihre neue Gruppe hatte nicht den geringsten Zweifel daran. Je mehr sie in diesem Bild sahen, desto leichter wurde es, die notwendigen Eigenschaften anzunehmen. (57)

    Wie Bromage bemerkt hatte, kleidete sie sich jetzt anders, und das bezog sich nicht nur auf eine Ebene. Die Tage von Merlin, Seymour und Moriarty waren vorbei, und da alle diese starken Männer aus ihrem Leben verschwunden waren, tat sie das, was jede Frau getan hätte: Sie kaufte sich ein paar neue Kleider, sammelte die Scherben ihres Lebens ein und begann noch einmal von vorn. Es waren Gewänder aus Licht, vom Mond am westlichen Himmel gefärbt. Und da sie nicht länger mit einem Partner arbeiten konnte, begab sie sich zur Tafelrunde und arbeitete mit jedem von ihnen zu gleichen Bedingungen.

    Unglücklicherweise war sie nicht gesund. Obwohl die Leukämie erst in den letzten Wochen ihres Lebens zum Ausbruch kam, war ihre Gesundheit bereits in den letzten Jahren stark angegriffen. Wie der Fischerkönig war sie gekommen, um zu dienen, und wie beim Britischen Empire, dem sie diente, entwichen ihre Energien so schleichend wie in jenen Tagen, als sie Prana verlor.


    Alan Richardson



  5. #5
    Jenny
    Gast

    Re: Dion und der Krieg


    >Hallo Jenny,

    >habe die Sendung leider nicht gesehen, es folgt ein Text zum Thema Krieg aus dem Leben von Dion Fortune. Er ist aus dem Buch von Alan Richardson, es gibt noch ein 2. Buch über Ihr Leben von Gareth Knight. Ich glaube Sie hat viel Kraft gegeben und so mitgeholfen die Nazis zu besiegen und wir sollten dankbar für Ihren Anteil daran sein.

    >Ein schönes Wochenende und viele Grüße

    >Moonchild

    >

    Hi,


    naja, das liest sich für mich wie ein Fantasy-Roman. In der Sendung ging es um die Gesellschaft von Thule, in der viele bedeutende und vor allem reiche Münchner versammelt waren. Diese waren Anhänger der Legende von Atlantis, welches angeblich von "Supermenschen" bevölkert war. Diese "Rasse", welche sich mit dem gemeinen, von den Affen abstammenden Volk vermischt, galt es wieder herauszuzüchten.


    Nur durch diese spinnige Idee ist der zweite Weltkrieg zustande gekommen und der Holocaust erst möglich geworden. Mit der ganzen Macht und den Recourcen eines Landes wurde Eugenik betrieben. Das ist so krank, daß ich es nicht fassen kann. Ich gebe nicht Hitler die Schuld. Er war wohl größenwahnsinnig. Nein, ich gebe den Geldgebern die Schuld. Den Leuten, die Hitler gepusht haben, die das alles finanziert haben.


    Der Größenwahn und der Machthunger, der diese Leute treibt ist mir vollkommen unverständlich. Das ist so krank, das ich es nicht fassen kann und ich denke, dies ist eine gottverlassene Welt.


    Es gibt so viel gut zu machen. Es gibt so viel Elend und Leid auf der Welt. Warum kann man sich nicht damit beschäftigen. Nein, stat dessen muß man eine "Herrenrasse" züchten. Die braucht kein Mensch.


    naja, ich bin halt immer wieder erschüttert, wie doof die Menschen sind und wie selbstsüchtig und blind. Das sollte man sich immer wieder in Erinnerung rufen. Wie auch die traurigen Exzesse, die sich die katholische Kirche geleistet hat. Das ist, trotz Mea Culpa von Johannes paul II., nicht in Vergessenheit geraten.


    CU


    J.

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