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Thema: "Zusammen fällt's leichter"

  1. #1
    Sisay
    Gast

    "Zusammen fällt's leichter"


    Was auch sonst, ich bin hier weil ich mein Leben nicht

    mehr leben will. Da es doch so bleibt, wie es sich wohl

    niemand wünschen würde, und ich denke auch dass ich

    es nicht verdient habe, trotzdem kann ich nix ändern....

    Stop, jetzt bitte nicht denken "natürlich kannst du was ändern,

    geh raus, auf die Leute zu, knüpf Kontakte usw."

    Aber ich schaffe es nicht, es ist zu schwer, die Last....

    Man sieht sie mir nicht unbedinft an, aber das am Aussehn

    abzutun ist ja mal wieder ein Zeichen der verfickten Gesellschaft,

    -ja, da sind wir hingekommen!

    Die letzten Tage war ich (und das von ganz eigen geschaffener

    Energie, von wegen an das gute glauben und so) sehr

    optimistisch und "wusste"(also gedenkte zu wissen) alles

    wird besser.

    Na ja der Stand der Dinge jetzt: So ist es eben nicht, ich

    schaff das nicht alleine! Hilfe hatte ich aufgesucht, aber

    geholfen werden kann mir mit ner Psychologin wohl

    auf keinsten.... Familie schert sich auch nicht um mein

    Befinden, Freunde hab ich (leider) nicht.

    Es ist wohl offensichtlich was ich hiemrit sagen

    will, und dann nochmal zurück zum Thread Thema

    was da lautet "Zusammen fällt's leichter"

    Na Leute, ich schaff es nicht alleine, dann vielleicht

    mit einer geistig gleichgesinnten Person?!!

    Meldet euch mal bitte!

    Und nich den Thread schliessen, denn wo

    soll ich denn sonst hin. Wenn ich schon niemanden

    habe, dann will ich meine letzten Stunden zumindest

    mit jemandem verbringen der mich braucht, und den

    ich brauch.....


    PS:ist egal wo ihr wohnt, Kilometer sind nicht

    die Distanz.




  2. #2
    Benonoi
    Gast

    Re: "Zusammen fällt's leichter"


    >Was auch sonst, ich bin hier weil ich mein Leben nicht

    >mehr leben will. Da es doch so bleibt, wie es sich wohl

    >niemand wünschen würde, und ich denke auch dass ich

    >es nicht verdient habe, trotzdem kann ich nix ändern....

    >Stop, jetzt bitte nicht denken "natürlich kannst du was ändern,

    >geh raus, auf die Leute zu, knüpf Kontakte usw."

    >Aber ich schaffe es nicht, es ist zu schwer, die Last....

    >Man sieht sie mir nicht unbedinft an, aber das am Aussehn

    >abzutun ist ja mal wieder ein Zeichen der verfickten Gesellschaft,

    >-ja, da sind wir hingekommen!

    >Die letzten Tage war ich (und das von ganz eigen geschaffener

    >Energie, von wegen an das gute glauben und so) sehr

    >optimistisch und "wusste"(also gedenkte zu wissen) alles

    >wird besser.

    >Na ja der Stand der Dinge jetzt: So ist es eben nicht, ich

    >schaff das nicht alleine! Hilfe hatte ich aufgesucht, aber

    >geholfen werden kann mir mit ner Psychologin wohl

    >auf keinsten.... Familie schert sich auch nicht um mein

    >Befinden, Freunde hab ich (leider) nicht.

    >Es ist wohl offensichtlich was ich hiemrit sagen

    >will, und dann nochmal zurück zum Thread Thema

    >was da lautet "Zusammen fällt's leichter"

    >Na Leute, ich schaff es nicht alleine, dann vielleicht

    >mit einer geistig gleichgesinnten Person?!!

    >Meldet euch mal bitte!

    >Und nich den Thread schliessen, denn wo

    >soll ich denn sonst hin. Wenn ich schon niemanden

    >habe, dann will ich meine letzten Stunden zumindest

    >mit jemandem verbringen der mich braucht, und den

    >ich brauch.....

    >PS:ist egal wo ihr wohnt, Kilometer sind nicht

    >die Distanz.


    Was erwartest Du denn, die grosse Liebe? Oder Freundschaft auf Bestellung?

    Aus so manchem Dreck kann man sich nur selber rausziehn, also hör auf auf Deinen Retter zu warten.

    Was meinst Du im Übrigen mit einer "geisteig gleichgesinnten Person"?

    Und vor allem: Was ist es, was Du wirklich willst?


    Gruß,

    Benonoi



  3. #3
    die Mission
    Gast

    Re:findet Gott und das Leben ist wieder was wert


    Was ist ein Christ ? Besser noch : Wer ist ein Christ ?


    In einem Buch des NT, der Apostelgeschichte, wird die Herkunft dieser Bezeichnung erklärt. Viele der Anhänger von Jesus flohen nach einer


    Verfolgung in Jerusalem und Judäa in die Nachbarländer und ließen sich dort nieder. Einige gelangten auch in die Stadt Antiochia, eine der


    größten Metropolen des röm. Reiches (im Gebiet des heutigen Syrien). Dort, so wird dann weiter berichtet, kam zuerst die Bezeichnung Christen


    für die Anhänger Jesu auf. Das dafür gebrauchte griechische Wort lautet christianos, wörtlich ein Christianer, also ein Christusmensch.

    Hier ist der Ursprung der Bezeichnung Christ. Ein Christ definiert sich also von Christus her.

    Darum geht es beim Christsein entscheidend : um die Beziehung zu Jesus Christus. Ob jemand Christ ist, hängt davon ab, ob er eine Beziehung zu


    Jesus Christus hat. Da ist der Kernpunkt.

    Und : Um Christ zu sein, braucht man diese Beziehung zu Christus.

    Auch das ist klar : Wer Christ sein will, muss Christ werden. Christ werden - darum geht es im Folgenden. Christ werden ist keine Forderung,


    sondern ein großartiges Angebot, das nicht zu überbieten ist. Es ist das Angebot einer Lebenserneuerung. Dieses Angebot macht uns Gott selbst :


    durch Jesus Christus.


    Wer ist kein Christ


    Was macht einen Christen aus ? Bei dieser Frage bestehen häufig Missverständnisse. Ds Wort Christ wird oft sinnentfremdet oder in einer


    anderen Bedeutung gebraucht. Im Folgenden will ich aufgrund der Definition des NT einige Missverständnisse ausräumen.


    Missverständnis 1 : Christ ist, wer ein guter Mensch ist


    Dies ist das moralische Missverständnis. Es ist sehr verbreitet. Manche Menschen fühlen sich angegriffen, wenn sie auf die Notwendigkeit


    hingewiesen werden, zu Jesus Christus umzukeheren: "Ich bin ein guter Christ! Ich bin nicht schlechter als andere."

    Aber Christsein ist nicht gleichbedeutend mit "moralisch sein". Ein gutes Leben allein macht noch niemanden zum Christen. Auch Nichtchristen,


    zum Beispiel Anhänger anderer Religionen, können ein moralisch hoch stehendes Leben führen.

    Auf der anderen Seite gibt es Christen, die aus einem unmoralischen oder ungeordneten Leben kommen und jetzt eine Beziehung zu Jesus


    Christus gefunden haben. Sie müssen noch mühsam daran arbeiten, ihr Leben neu zu ordnen. Rein moralisch beurteilt bleiben sie vielleicht hinte


    rmanchem Nichtchristen zurück. Und doch sind sie Christen geworden, weil sie in Gemeinschaft mit Jesus Christus ihr Leben gestalten.


    Missverständnis 2 : Christ ist, wer Mitglied einer Kirche ist


    Auch dieses Missverständnis enthält, wie das vorige, einen wahren Kern. Christen sollten danach streben, "gute Menschen" zu werden. Und


    natürlich gehört das zum Christsein : Ein Christ lebt seinen Glauben in der Gemeinschaft mit anderen Christen, also in einer christlichen Gruppe,


    in einer Gemeinde oder Kirche. Und doch macht allein die Mitgliedschaft in einer Kirche noch niemanden zum Christen. Niemand ist schon


    allein deshalb ein Auto, weil er in einer Garage geboren wurde. Ebenso kann ein Mensch getauft, gefirmt oder konfirmiert und sogar ein


    regelmäßiger Kirchgänger sein, ohne wirklich Christ zu sein. Auch die aktiven Mitarbeiter einer christlichen Gemeinde macht noch niemanden


    zum Christen.

    Jesus selbst machte auf diese traurige Gefahr der Selbsttäuschung aufmerksam : "Am Tage des Gerichts werden viele zu mir sagen : Herr, Herr!

    In deinem Namen haben wir Weisungen Gottes verkündet und viele Wunder getan. Und trotzdem werde ich das Urteil sprechen : Ich habe euch nie


    gekannt !"

    Wichtig ist also nicht, zu welcher Gruppe oder Gemeinde jemand gehört oder was er für Gott tut, sondern ob ein Mensch Gott persönlich kennen


    gelernt hat.


    Missverständnis 3 : Christ ist, wer religiöse Erfahrungen macht


    Ebenso wenig wie Moral oder Kirchenzugehörigkeit machen religiöse Erfahrungen einen Menschen zum Christen. Erhebende Gefühle,


    bewegende, das Alltägliche übersteigende Erlebnisse können uns in vielen verschiedenen Situationen erfassen. Eine meisterhaft gespielte


    Symphonie, eine Wanderung in den Alpen oder ein feierlicher Gottesdienst können uns zutiefst bewegen. Solche Erfahrungen allein aber führen


    noch nicht ins Christsein, obwohl sie sicherlich auch Hinweise auf Gott enthalten können. Entscheidend ist nicht ein Gefühl, sondern der Inhalt,


    aus dem dieses Gefühl gespeist wird. Für den Christen ist Jesus Christus der Inhalt, der alles bestimmt. Von ihm erfasst, können wir dann auch


    tiefe religiöse Erfahrungen machen. Aber das Christsein baut nicht darauf auf. Die Verbindung zu Jesus Christus übersteigt alle moralischen


    Anstrengungen, alles kirchliche Engagement und alle religiöse Erhebung.


    Das Verständnis der Bibel : Christsein bezeichnet die Lebensverbindung mit Jesus Christus


    Christsein heisst : in Verbindung mit Christus leben. Die unverwechselbare, personhafte, existenzielle, andauernde Beziehung zu Jesus Christus


    ist Merkmal und Inhalt des Christseins. Christsein heisst, sein Leben in dieser persönlichen Beziehung, in Freundschaft mit Jesus Christus zu


    führen. Hier ist die unveränderliche Mitte. Die Wege in diese Mitte hinein können jedoch sehr unterschiedlich sein. Gott hat jeden einzelnen


    Menschen individuell geschaffen. Die Lebensumstände keiner zwei Menschen sind gleich. Der Ausgangspunkt mag unterschiedlich sein. Aber das


    Ziel und die Richtung sind klar. Jesus ruft uns zu sich selbst: "Kommt doch zu mir!" "Wer durstig ist, soll zu mir kommen und trinken."

    Den Weg zu Jesus möchte ich als Christwerden bezeichnen.

    Den Weg in der Gemeinschaft mit Jesus nenne ich Christsein.


    Der Weg zu Jesus


    Beim Lesen der Evangelien können wir mitverfolgen, wie Jesus Menschen begegnete und wie er sie in eine Beziehung zu sich brachte. Keine


    dieser Begegnungen verläuft gleich. Jesus geht nicht nach einem Schema vor, sondern geht auf jeden Einzelnen persönlich ein. Dem


    intellektuellen, angesehenen religiösen Führer begegnet er anders als dem einfachen Fischer vom See Tiberias. Dem reichen, jungen Mann sagt er


    etwas anderes als der armen Witwe. Die stadtbekannte Prostituierte spricht er anders an als den gesetzestreuen Juden. Das ist ein


    Wesensmerkmal der gewinnenden Liebe, die Jesus Christus gelebt hat. Niemals ging es ihm um die Form. Immer ging es ihm um den Menschen.


    Das gilt heute in derselben Weise. Jesus begegnet den Menschen auf ihrer Ebene, auf der Ebene ihrer Fragen, ihrer Bedürftigkeit, ihrer Zweifel


    und Angst, ihrer Not und ihrer Schuld. Er kann sich ganz in unsere Lage hineinversetzen. Seine "Allgegenwart" ist kein theoretischer Glaubenssatz,


    sondern eine direkte Zusage an uns. Jesus Christus spricht sein Wort der Einladung direkt in unsere Lebenssituation hinein. Sein Angebot der


    Lebenserneuerung gilt jedem, egal wo wir stehen. Wer dies weiß und darauf reagiert, vielleicht noch zaghaft, geht schon die ersten Schritte ins


    Christsein hinein. Damit beginnt das Christwerden: auf den Ruf von Jesus Christus zu antworten; herauszutreten aus dem alten Lebensgefüge, das


    unser Leben bislang prägte, und hineinzutreten in Gottes Wirklichkeit. Hervorzukommen aus den Verstecken und den Sackgassen, hinein in sein


    Licht und auf seinen Weg. Das ist die Umkehr zu Gott. Wollen, Denken und Handeln schlagen eine neue Richtung ein.


    Die Geschichte einer Umkehr


    Jesus erzählte eine unvergleichliche Geschichte. Es ist die Geschichte von jedem Menschen, auch deine und meine Geschichte. Der Sohn war


    fortgegangen aus dem Haus seines Vaters. Er hatte sein Erbe eingefordert, obwohl der Vater noch lebte. Der Vater hatte es ihm ausgezahlt. So


    lebte er noch in der Ferne auf Kosten des Vaters. Dass man Liebe nicht kaufen kann, merkte er erst, als es zu spät war. Alles, was er mitgebracht


    hatte, war verbraucht. Er hatte keine Reserven mehr. Mit dem Geld verließen ihn auch die Freunde. So fand er sich ausgestoßen draußen vor der


    Tür vor. ein halbwegs mitleidiger Landwirt ließ ihn Schweine hüten. Zu essen gab er ihm aber nicht. Dort bei den Schweinen, am Ende seines


    Weges, kam er zur Besinnung. In dieser ausweglosen Lage kam ihm die Erinnerung an das Haus des Vaters. "Selbst die geringsten Arbeiter dort


    haben es besser als ich, der ich doch eigentlich ein Sohn bin!" Aber seine Stellung als Sohn hatte er verspielt - so dachte er jedenfalls. "Ich will


    umkehren und zu meinem Vater gehen. Ich will meine Schuld zugeben und ihn bitten, dass ich wie ein geringer Lohnarbeiter bei ihm unterkommen


    kann." Stolz und reich war er ausgezogen, abgebrannt und reumütig kam er zurück. Der Vater sieht ihn schon von weitem kommen. Er rennt, ganz


    ungebührlich, auf ihn zu. "Vater, ich habe falsch gehandelt! Ich bin es nicht wert, dein Sohn zu sein. Lass mich nur wie einen deiner letzten


    Arbeiter sein." Doch der lässt ihn gar nicht ausreden. Keine Strafpredigt, keine Drohung - er umarmt und küsst ihn. Nach einem ausgiebigen Bad


    gibt es neue Kleider, Schuhe und den Siegelring, der ihn als Sohn mit allen Rechten auszeichnet. Und dann fängt das Fest an, mit dem Besten, was


    man hatte, eine rauschende Feier mit Musik und Tanz. Diese Geschichte gehört zu den bekanntesten des NT. Sie wird häufig als die "Geschichte


    vom verlorenen Sohn" bezeichnet. Doch eigentlich sollte sie die "Geschichte von der Freude des Vaters" heißen. Denn darum geht es im Tiefsten.


    Jesus zeichnete in dieser Geschichte nicht nur das Bild von uns Menschen, sondern auch ein Bild von sich selbst. Er ist der Gott, der uns auf den


    Straßen unseres Lebens weit entgegenläuft. Er wartet auf uns und empfängt uns gerne, wenn wir uns aufmachen, heimzukehren in das "Vaterhaus"


    der Gegenwart Gottes. Das ganze Leben von Jesus war ein einziges Entgegenkommen. Seine Zuwendung galt allen in gleicher Weise: Kindern und


    Alten, Angesehenen und Ausgestoßenen, Kranken und Gesunden. Er stieß keinen von sich weg. Jesus war auf der Suche nach Menschen, die sich


    auf ihrem Lebensweg verlaufen hatten. Er lud sie zu sich ein. Er forderte sie heraus mit der Wahrheit Gottes. Er rief sie zu einer grundsätzlichen


    Lebenswende. Nie aber versuchte er, einen Menschen zu etwas zu zwingen. Er konnte Menschen gehen lassen, wie der Vater in seiner Geschichte.


    Er machte keinen Menschen von sich abhängig, sondern stellte ihn in Freiheit. Es ist die Freiheit der Entscheidung für oder gegen ihn.


    Die Geschichte einer Entscheidung


    Es ist meine eigene Geschichte. Weil meine Eltern stark in der Kirche engagiert waren, kannte ich von klein auf die biblische Botschaft. Dennoch


    war ich nicht frei für Jesus. Im Rückblick kann ich erkennen, dass ich in mir selbst gefangen war. Meine IchSucht aufgrund von


    Minderwertigkeitsgefühlen führte zur IchSucht. Ein Wechselbad aus Hochmut und Niedergeschlagenheit, Sehnsucht und Trauer verdunkelte früh


    die Seele. Dennoch konnte ich immer wieder Freude und Geborgenheit durch die Nähe Gottes erfahren. Aber ich verrannte mich immer mehr in


    mich selbst. Krampf statt Freude, Angst statt Gelassenheit prägten mein Leben. Eines Nachts, ich konnte nicht schlafen, hörte ich Gottes Reden.


    Nicht akustisch, aber ganz klar. Vor meinem inneren Auge sah ich deutlich zwei Wege. Und mir wurde klar, dass ich mich zwischen ihnen


    entscheiden musste :


    - Der eine war der Weg, in dem ich mich selbst bestimmte. Ein Weg in der Selbstführung, wo ich meine Gaben und Talente ganz zum Einsatz


    brächte, mich selbst aufbaute und meine Fhäigkeiten voll ausnutzen würde, um mich zu finden und zu bestätigen und ds Beste aus meinem Leben


    zu machen. Der Weg der Selbsterhaltung und der Selbstüberhöhung, der sich letztlich doch nur in der Belanglosigkeit verlieren würde. Mein Weg,


    der Weg meines Ichs, ohne Gott.


    - Ebenso deutlich sah ich den anderen Weg, der auf den ersten Blick schwerer schien. Ein Weg, der von mir Hingabe und Demut verlangt, ein


    Weg, auf dem ich es zulasse, dass Jesus mich führt. Ein Weg, wo Jesus die Regie führt und nicht ich selbst. Ein Weg, der vor Hindernissen nicht


    Halt macht. Ein Weg mitten durch Schwierigkeiten bis zum Ziel, as Gott meinem Leben gesetzt hat. Ein Weg des Sterbens, der zum Leben führt.


    Diese Alternative erfasste mein Herz in jener Nacht. Ich wusste, dass es letzten Endes nur diese beiden Wege gibt. Und ich hörte das Reden von


    Jesus in meinem Innern : "Du selbst musst wählen, welchen Weg du gehen willst. Doch ich lade dich ein, dich mit mir auf dne Weg zu machen."

    Das Bild von den beiden Wegen, zwischen denen ein Mensch wählen kann, hat Jesus selbst gebraucht.In der berühmten Bergpredigt sagt er : Geht


    durch die enge Tür! Denn das Tor, das ins Verderben führt, ist breit und die Straße dorthin bequem. Aber die Tür, die zum Leben führt, ist eng und


    der Weg dorthin anstrengend. Nur wenige gehen ihn."

    Schon das ist ein Reden Gottes, wenn man überhaupt diese Entscheidung, diese beiden Wege erkennen kann. In jener Nacht sah ich sie und wählte


    den Weg mit Jesus. Ein erfahrener Christ half mir dabei, diese Entscheidung vor Gott in einem Gebet auszudrücken und festzumachen.

    Das geschah allerdings nicht mit fliegenden Fahnen oder voller Selbstvertrauen. Ich wusste, dass ich aus eigener Kraft nicht auf diesem Weg


    bleiben konnte. Mein Gebet war : "Jesus, ich will auf deinem Weg gehen. Ich weiß aber, dass ich es nicht allein kann. Du musst mir helfen und


    mich selbst an die Hand nehmen. Ich will mich für dich entscheiden - bitte hilf mir, dass ich durchhalte!"

    Und so konnte ich durch die "enge Tür" hindurchgehen. Und ich merkte, dass meine Entscheidung für Jesus, die so schwach und angefochten war,


    getragen und umschlossen war von der ewigen Entscheidung Gottes für mich. Ich brauchte den Weg nicht allein zu gehen. Jesus ist mit mir auf


    dme Weg.


    Die Geschichte einer Befreiung


    Meine Gesprächspartnerin war schon immer religiös interessiert gewesen. Der Materialismus, den sie bei vielen Menschen um sich herum sah,


    stieß sie ab. Ihre Eltern, die auch für höhere Dinge offen sein wollten, hatten sie auf eine Schule geschickt, in der besonders die geiste


    Weiterentwicklung der Person auf dem Programm stand. Das Bewusstsein für die Zusammenhänge von Natur und Geist und die Suche nach einem


    freien, unabhängigen Menschsein gehörten zur Grundausstattung ihrer Ausbildung. Bald schon machte sie übernatürliche Erfahrungen.


    Bewusstseinserweiterungen durch Kontakt mit übergeordneten Geistwesen - das schin ihr der Weg zur Erfüllung zu sein.

    Jesus Christus kam auch in ihrem Denksystem vor, aber nur als eine von mehreren Möglichkeiten, an verborgenes Wissen zu gelangen. Dann traf


    sie mit Menschen zusammen, die dem wirklichen Jesus Christus nachfolgten. Ihr wurde deutlich, dass hier zwei völlig unterschiedliche


    Lebenskonzepte vorlagen. Die Worte des Jesus von Nazaret, ohne Umdeutung durch das antrainierte mystisch-religiöse Denksystem, wurden zu


    einem Stachel in ihrer Seele. Besonders die absolut klingenden Aussagen von Jesus machten ihr zu schaffen. "Ich bin der Weg, der zur Wahrheit


    und zum Leben führt. Einen anderen Weg zum Vater gibt es nicht."

    Dieser Anspruch stand in völligem Gegensatz zu dem, was sie bislang geglaubt hatte. Konnte das wahr sein ? So kämpften zwei entgegengesetzte


    Kräfte um ihr Herz und ihr Denken.

    Der Konflikt spitzte sich immer mehr zu. Letztlich lief es darauf hinaus. Selbsterlösung und geistige Höherentwicklung aus eigener Kraft - oder


    Erlösung durch Jesus. Mehr und mehr erkannte sie ihre bisherige Lebensphilosophie als Gefängnis. Der Weg der Selbsterlösung war eine


    Sackgasse, in die sie von Mächten getrieben wurde, die sich immer mehr zwingend auf sie legten.

    In dieser Situation wandte sie sich in einem Gebet an Jesus. In diesem Gebet lud sie ihn ein, ihr zu begegnen, ihr nahe zu sein und alle anderen


    Mächte in ihr zu überwinden. In den Wochen und Monaten, die folgten, wuchs ihre Gesprächsbeziehung zu Jesus ständig. Sie stellte sich bewusst


    in eine christliche Gemeinschaft hinein und erlebte Veränderung.

    Und doch war ihr Denken noch stark von der Philosophie der Selbsterlösung geprägt. Geiste Erlebnisse, die ihren Ursprung nicht im Guten Geist


    Jesu Christi, sondern in unheimlichen Mächten hatten, drängten sich ihr auf. Es stellten sich Störungne in ihren Gebeten ein. Träume


    übersinnlichen Inhalts ängstigten sie.

    So kam sie zu uns. Wir beteten miteinander, die Mächte verloren ihre Macht. Sie sagte sich von ihnen los. Seither ist ihre Macht gebrochen. Sie


    kann Jesus klarer sehen als vorher. Die übersinnlichen Erfahrungen haben ein Ende gefunden. Stattdessen wächst die wirkliche Gottesbeziehung,


    wachsen Freude, Vertrauen und Friede.

    Drei Geschichten von Menschen, die auf der Suche waren. Alle drei sind wahr. Sie stehen für viele andere. In jeder sehen wir einen bestimmten


    Aspekt des Christwerdens : UMKEHR, ENTSCHEIDUNG, BEFREIUNG


    Umkehr - wie bei dem Sohn, der zum Vater zurückkehrt

    Entscheidung - zwischen zwei Lebenswegen

    Befreiung - von verführerischen Mächten und Weltanschauungen


    In jedem Fall mussten konkrete Schritte gegangen werden. Auf dem Weg zu Gott kommt es letztlich nicht so sehr darauf an, welchen Schritt


    jemand zuerst tut; wichtig ist, dass er überhaupt anfängt zu gehen. Nur darüber nachzudenken, ist nicht genug. Ein konkreter Anfang ist gefragt.


    Bilder des Christwerdens


    In der Bibel werden verschiedene Begriffe und Bilder gebraucht, um den Weg des Christwerdens zu beschreiben. Sie zeigen jeweils einen Teil des


    ganzen Vorgangs. Denn wenn jemand Christ wird, hat das Auswirkungen in allen Bereichen seines Lebens, bis in die weiteste Zukunft hinein. So


    kann jedes Bild nur einen Teil dieses Vorgangs verdeutlichen. Ich will einige nennen :


    Christwerden ist wie eine Geburt :


    Die Antwort gibt Jesus dem einflussreichen Theologen Nikodemus :"Nur wer von neuem geboren ist, wird Gottes neue Welt zu seen bekommen."


    Was er sagen will, ist klar. Eine Geburt ist ein passiver Vorgang. Man wird geboren, ohne gefragt zu sein. Das Geschenk des Lebens überrascht


    uns. Ebenso ist es mit dem Christwerden und Christsein. Gott ist es, der das "neue Leben" schenkt. Er ist letztlich der Handelnde. Er ruft uns in die


    neue Existenz als Christen. Das Entscheidende tut Gott, nicht wir Menschen. Noch etwas Weiteres sagt der Vergleich mit einer Geburt. Sie


    geschieht nicht von heute auf morgen. Sie ist von langer Hand vorbereitet. So wie der Same das Ei befruchtet, dieses sich einnistet und in der


    Verborgenheit wächst, so ist es mit dem Christwerden. Irgendwann trifft uns ein Wort von Gott, ein Wort der Bibel: eine Zusage, eine Tröstung,


    eine Herausforderung. Wir nehmen dieses Wort an und geben ihm Raum, vielleicht ganz tief im Herzen verborgen. Dort wächst es, wird stark und


    lebensfähig, bis schließlich aus dem Samen des Wortes von Gott ein neues Leben von Gott entsteht. Das ist der tiefste Sinn der biblischen


    Aussage, dss wir "Kinder Gottes" werden und sein sollen. Christsein kann niemand für sich selbst produzieren. Christen sind aus dem Willen und


    aus dem Wort Gottes geboren. Gott selbst hat das neue Leben in uns hervorgebracht. "Manche nahmen ihn (=Jesus) auf und schenkten ihm ihr


    Vertrauen. Ihnen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden. Das wurden sie nicht durch natürliche Geburt oder weil Menschen es so wollten,


    sondern weil Gott ihnen ein neues Leben gab."


    Christwerden ist ein Herrschaftswechsel


    Es stimmt nicht, dass der Mensch letztlich autonom ist. Immer wird er von etwas bestimmt. Die Frage ist nur, was das ist. Martin Luther hat


    einmal gesagt : Der Mensch ist wie ein Lasttier: entweder wird er von Gott geritten oder vom Teufel. Was einen "reitet", beherrscht und


    niederdrückt, weiß man selbst am besten. Jesus lädt jeden ein, zu ihm zu kommen, wie er ist. Wir müssen uns nicht zuerst selbst verbessern oder


    reinigen. Jesus bietet uns die entscheidende Hilfe an: "Ich will euch die Last abnehmen! Ich quäle euch nicht und sehe auf keinen herab. Stellt euch


    unter meine Leitung und lernt bei mir; dann findet euer Leben Erfüllung. Was ich anordne, ist gut für euch, und was ich euch zu tragen gebe, ist


    keine Last.

    Die Herrschaft der Sorge, der Angst, der Gier, der Eifersucht, des Neids, der Unreinheit und Unversöhnlichkeit und aller anderen


    Destruktivmächte wird gebrochen, wenn Jesus Herr in unserem Leben wird. Das christliche Urbekenntnis lautet : "Jesus ist der Herr!" Das


    bedeutet : "Jesus ist Herr über alles, und er ist auch mein Herr!" Wer das ehrlich sagt, ist Christ. Seit Jesus von den Toten auferstanden ist, kan


    ihm nichts und niemand die Herrschaft mehr streitig machen. Es ist die wohltuende Herrschaft des "Friedensfürsten", unter der wir aufatmen und


    neue Kraft schöpfen. Christwerden ist ein Herrschaftswechsel. "Gott hat uns aus der Gewalt der dunklen Mächte gerettet und uns unter die


    Herrschaft seines geliebten Sohnes gestellt. Durch ihn hat er uns befreit. Seinetwegen vergibt er uns unsere Schuld."


    Christwerden ist der Gang zu einem Fest


    Dieses Bild stammt ebenso wie die anderen von Jesus selbst. Er verglich die Herrschaft Gottes mit einem großen, festlichen Abendessen. Schon


    lange vorher hatte der Gastgeber die Gäste eingeladen. Als alles fertig war und das Fest beginnen sollte, kamen sie nicht. Jeder hatte eine andere


    Ausrede. Ihr Alltag war ihnen wichtiger als das Fest, das für sie vorbereitet war. Jesus erzählt weiter : "Da wurde der Herr zornig und befahl


    seinem Diener: "Lauf schnell auf die Straßen und Gassen der Stadt und hol die Armen, Verkrüppelten, Blinden und Gelähmten her. Geh auf die


    Feldwege und an die Hecken und Zäune und dränge die Leute zu kommen, damit mein haus voll wird!"

    Gott lädt uns ein zu seinem Fest. Er will uns beschenken. Er will uns satt machen mit guten Dingen. Freude, Heilung, Versöhnung, Sinn,


    Geborgenheit und Gemeinschaft warten auf uns. Das Fest kann losgehen. Oder doch noch nicht ? Gott will warten, bis auch wir hereinkommen und


    an seinem Tisch Platz genommen haben. Es ist noch ein freier Platz für uns an der Festtafel. Alles ist bereit. Auf dem gedeckten Tisch steht eine


    Platzkarte mit unserem Namen. Christwerden ist der Gang zu Gottes Fest. Christsein ist das Fest. Bei Gott ist die Festfreude an der


    Tagesordnung. Gemeinschaft, Beziehung, Musik, ein sättigendes Mahl, neue Freunde, Kreativität, Spaß und Harmonie kennzeichnen die


    Atmosphäre der Gegenwart Gottes. Wir sind zum Fest eingeladen. Das ist wirklich so, auch wenn wir es nicht erwarten. Der junge Mann in


    unserer ersten Geschichte wusste das nicht. Er erwartete alles beim Vater, nur kein Fest. Und doch war es wahr.


    Wie man Christ werden kann


    Eine neue Geburt, ein Herrschaftswechsel, der Gang zu einem Fest: Bilder, die Jesus gebrauchte, um uns in seine Gemeinschaft zu locken.

    Christwerden - die Eingangstür zum Christsein, zum Leben mit gott. Christ wird, wer durch die Tür hineingeht, wer auf den Ruf von Jesus


    antwortet. Wie kann das konkret geschehen ?

    An dieser Stelle hört das riene Nachdenken auf. Jetzt sind bewusste Schritte dran. Der große Theologe Martin Kähler (1835-1912) schrieb ein


    Gebt auf, das an dieser Stelle helfen kann:

    "... der Herzen wendet, dass man dich sucht, Verborgener, Offenbarer, so nah und so fern, du einiger wahrer Herr aller Herrn: hilf aus den


    Gedanken ins Leben hinein, ganz ohne Wanken dein Eigen zu sein."

    Wer so weit gefolgt ist, den lade ich ein, noch weiter mitzukommen. Nachdenken allein führt nicht mehr weiter. Ich möchte jetzt persönlich


    werden. Was kannst du tun, um Christ zu werden ? Welche Schritte sind notwendig ?


    1. Schritt : Du kannst hören


    Gott möchte mit dir sprechen, ganz persönlich und ganz in deine Situation hinein. Richtiger gesagt : in dein Herz hinein, in die Mitte deiner


    Person. Er möchte mit dir sprechen wie ein Freund mit seinem Freund. Sein Reden ist oft leise und leicht zu überhören. Viele andere Stimmen


    versuchen, die Stimme Gottes in unserem Leben zu übertönen. Jesu sagt : "Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört


    und öffnet, werde ich bei ihm einkehren."

    Die Stimme von Jesus hören - wie sieht das praktisch aus ? Eine Möglichkeit : Nimm dir eine Bibel zur Hand - möglichst in einer modernen


    Übersetzung - und lies eins der Evangelien aufmerksam durch . Die Evangelien sind die Lebensberichte von Jesus. Stelle dir dabei folgende


    Fragen:

    - Was wird hier über Jesus ausgesagt ?

    - Was sagt gott mir durch diese Worte über mich selbst ?

    - Was sagt er mir über den Weg zu Jesus ?

    Du fragst also beim Leben im Neuen Testament : Wer ist Jesus ? Wer bin ich vor Gott ? Wie sieht der Weg zu Jesus aus ? Wenn du auf diese


    Weise "hörend" die Bibel liest, kann das Wunder geschenen, dass Gott dich durch sie direkt anspricht. Was er dir sagt, setze dann in die Tat um.


    Wenn dir etwas klar wird, handle entsprechend. Dann wirst du erfahren, wie Gott immer weiter mit dir redet; und du wirst immer mehr in der Lage


    sein, seine Stimme von den anderen Stimmen in dir und um dich herum zu unterscheiden. Auf dem Weg des Hörens und Tuns erkennst du immer


    mehr, wer Jesus ist.


    2. Schritt : Du kannst beten


    Kommunikation ist das Kennzeichen einer lebendigen Beziehung: zuhören, miteinander sprechen, einander antworten. Gebet ist der Weg der


    Kommunikation mit Gott. Beten ist der Draht, der uns mit Gott verbindet. Es kommt nicht auf den Wortlaut unserer Gebete an. Es geht nicht um


    eine Formel oder ein Ritual. Gebet ist vielmehr der Ausdruck von dem, was in unserem herzen ist. Unser Beten kann sehr unbeholfen sein. Das


    macht nichts. In der Bibel finden wir viele Beispiele von Gebeten, die ein erster Kontakt zu Jesus Christus sind oder die ein abgebrochenes


    Gespräch wieder aufnehmen. Meist sind sie sehr kurz. Und doch sind sie der Anfang eines Gesprächs, das nie mehr abbricht und ein ganzes Leben


    verändert. Ich nenne einige davon:

    - "Gott, hab Erbarmen mit mir, ich bin ein sündiger Mensch!" So betete ein Ausbeuter, als er zu Gott umkehrte.

    - Ein Blinder am Straßenrand in Jericho rief: "Jesus, Sohn Davids! Hab Erbarmen mit mir!"

    - Und als der Christenverfolger Paulus auf der Straße nach Damaskus erkennen musste, dass er gegen Gott kämpfte, war sein entscheidendes


    erstes Gebet : "Wer bist du, Herr ?"

    Du kannst beten. Du kannst Gott dein Herz ausschütten. Gott möchte keine wohlklingenden Worte. Er möchte in ein echtes, ehrliches Gespräch


    mit dir eintreten. Am Schluss findest du ein Gebet, ds dir bei der Kontaktaufnahme mit Gott helfen kann.


    3. Schritt : Du kannst Schuld bekennen und loslassen


    Wie der heimkehrende Sohn in der Geschichte, die Jesus erzählt, kannst du vor Gott ehrlich werden. Du kannst ihm die Niederlagen und


    Dunkelheiten deines Lebens sagen. Du kannst vor Gott ausdrücken, was dich an Schuld und Versagen belastet. Es gibt die Zusage der Bibel:" Wenn


    wir unsere Schuld eingestehen, dürfen wir uns darauf verlassen, dass Gott Wort hält: Er wird uns dann unsere Verfehlungen vergeben und alle


    Schuld von uns nehmen, die wir auf uns geladen haben."

    Dafür hat Jesus mit seinem Leben gebürgt. Dafür ging Jesus ans Kreuz. Dafür hing er zwischen Himmel und Erde und starb als verurteilter


    Verbrecher. Dort nahm er alle Sünde und Schuld der Menschen mit in den Tod. Als Jesus am Kreuz starb, hat er auch an uns gedacht und unsere


    Schuld auf sich genommen. Der Gerechte starb für die Ungerechten, der Gottessohn für die Gottlosen, damit wir leben können. "Christus starb für


    uns, als wir noch Gottes Feinde waren. Damit hat Gott uns gezeigt, wie sehr er uns liebt. Als wir noch Gottes Feinde waren, hat Gott durch den


    Tod seines Sohnes unsere Feindschaft überwunden."

    Deshalb sind die ausgebreiteten Arme von Jesus am Kreuz nichts anderes als die offenen Arme des Vaters, der seinem Kind alles vergibt und es


    hineinnimmt in das Fest der Freude. Das ist das Geheimnis des Kreuzes von Jesus : Die scheinbare Niederlage wird zum größten Sieg. Gott selbst


    überwindet die Macht der Dunkelheit.

    Jesus Christus blieb nicht im Tod. Er ist von den Toden auferstanden und hat so die Macht des Todes überwunden. Sein neues Leben ist


    unzerstörbar: "Hab keine Angst! Ich bin der Erste und der Letzte. Ich bin der Lebendige! Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit. Ich habe


    Macht über den Tod und die Totenwelt. Durch die Auferstehung von Jesus gibt es die Möglichkeit eines neuen Lebens. Nie mehr dürfen


    Todesmächte uns von Gott trennen, keine Schuld, keine Angst. Keinen Augenblick länger brauchen wir in der Dunkelheit der Gottesferne zu


    bleiben. Wenn wir Schuld verheimlichen, binden wir uns an sie und werden weiterhin von ihr geprägt. Wenn wir unsere Schuld jedoch vor Gott


    offen beim Namen nennen, werden wir von ihr gelöst und frei. Dieser Schritt ist sicher nicht leicht. Aber er ist wichtig und grundlegend für eine


    Umkehr zu Gott. Es ist oft hilfreich, ihn in der Gegenwart eines anderen Christen zu tun. Der andere ist dann der Zeuge des Gesprächs zwischen


    Gott und dir. Das ist der Sinn dieses Bekenntnisses. Seine Schuld beim Namen zu nennen - manchen nennen dies "Beichte" - ist kein Zwang,


    sondern ein Angebot, das helfen soll, die Sündenvergebung wirklich anzunehmen. Wer so seine Schuld bei Gott ablädt, bekommt Freude und


    neuen Mut. Du kannst als Sünder, als fehlerhafter und schwacher Mensch, zu Gott kommen. Du musst nicht erst fromm oder heilig werden. Gott


    nimmt dich so, wie du bist, aber er lässt dich nicht so. Er will und wird dich verändern, wenn du dich ihm anvertraust.


    4. Schritt : Du kannst dich von allen negativen Mächten lossagen


    In der frühen Kirche gehörte die abrenuntiatio diaboli, die Absage an den Teufel, zum festen Bestandteil jeder Taufe. Oft wurde sie so formuliert :


    "Ich sage ab dem Teufel und allen seinen Werken."

    Gerade wenn Bindungen an andere Mächte vorliegen, ist solch eine Lossagung im Gebet hilfreich. In Ihr sprichst du dich von jedem Anrecht, das


    andere Mächte an dich haben könnten, los und stellst dich ganz auf die Seite Gottes. Du trittst so in den Machtbereich von jesus ein, der jede


    finstere Macht besiegt hat, und erfährst: "Der Geist (Jesu), der in euch wirkt, ist mächtiger als der Geist (des Teufels), der diese Welt regiert."


    5. Schritt : Du kannst von Gottes Geist erfüllt werden


    "Der Geist, den Gott uns gegeben hat, macht uns nicht zaghaft, sondern gibt uns Kraft, Liebe und Besonnenheit." Die Kraft des Geistes Gottes


    kann unser Leben ganz umgestalten und prägen. Die Liebe kann unser ganzes Leben erfüllen. Die Besonnenheit, die der Heilige Geist gibt, hilft


    uns, Gottes Willen zu erkennen und zu tun. Bitte deshalb konkret darum, dass Gott dich mit seinem heiligen Geist erfüllt. Er will mit seiner


    heilenden und erneuernden Kraft in alle Ecken und Winkel deines Lebens kommen. Gott gibt seinen Geist jedem, der im Vertrauen auf Jesus zu


    ihm kommt. Jesus hat gesagt : "Wer durstig ist, soll zu mir kommen und trinken - jeder, der mir vertraut!" Denn in den heiligen Schriften heisst es:


    Aus seinem Innern wird lebendiges Wasser strömen. Jesus meinte damit den Geist, den die erhalten sollten, die ihm vertrauten. Mit Gottes Geist


    erfüllt zu werden, ist Teil des Christwerdens. Durch den Geist Gottes wird das Leben wirklich neu. Diese fünf Schritte sind kein Schema, sondern


    eine Hilfe, die Tür für Jesus zu öffnen. Jesus ist mehr als bereit, auf unsere Einladung hin in unser Leben einzutreten. Christwerden und Christsein


    sind für dich jetzt eine echte Möglichkeit


    Ein Gebet der Hingabe an Gott


    Vielleicht kann folgendes Gebet dir eine Hilfe für den Einstieg in die Beziehung zu Gott sein :


    Herr Jesus Christus,

    ich habe von dir gehört und erkannt, dass du der Sohn Gottes bist.

    Du bist am Kreuz für mich gestorben.

    Du bist auferstanden und du lebst heute.

    Du hast unbeschränkte Vollmacht im Himmel und auf Erden.

    Ich komme jetzt zu dir und bringe dir mein Leben, mich selbst. Ich bitte dich,

    dass du in mein Leben eintrittst und die Herrschaft übernimmst. Von nun an will ich zu dir gehören

    und deinen Wilen tun.

    Ich bringe dir auch meine Schuld und meine Gebundenheit. Bitte vergib sie mir und befreie mich davon.

    Ich sage ab dem Teufel und allen seinen Werken.

    Ich stelle mich ganz auf deine Seite, Herr Jesus. Herr, ich öffne mich jetzt für deinen heiligen Geist.

    Erfülle mich mit ihm und lass seine ganze Kraft in mir wirksam werden.


    Herr, ich danke dir, dass du mich hörst und erhörst. Ich danke dir, dass du mir alle meine Schuld vergeben hast. Danke für das

    Geschenk des neuen Lebens mit dir. Ich lobe dich und bete dich an. Amen.


    Wenn du dieses Gebet als Ausdruck deines Willens gesprochen hast, ahst du die Tür für Jesus Christus geöffnet.

    Gott hat Ja zu dir gesagt, und du zu ihm. Was auch immer geschieht - dies steht felsenfest.

    Dein Leben beginnt neu, als Christ. Jesus Christus ist jetzt das Zentrum deiner Existenz. Als Christ kannst du ganz Mensch sein.

    Du hast zu deiner Bestimmung gefunden. Du kannst Mensch Gottes sein, so wie Gott sich dich gedacht hat, als er dich schuf. Und als Mensch

    kannst du ganz Christ sein, "radikal", von der Wurzel her, ganz und gar. Gott ist dir ganz nahe, um dich zu leiten. Der Weg als Christ ist wie eine


    große Entdeckungsreise. Hier ist der Startpunkt.



  4. #4
    Astaroth-Gabriel
    Gast

    Re: "Zusammen fällt's leichter"


    >Was meinst Du im Übrigen mit einer "geisteig gleichgesinnten Person"?

    >Und vor allem: Was ist es, was Du wirklich willst?

    >Gruß,

    >Benonoi


    Was denkst Du denn, was sie möchte?

    Sie stellt eine Frage, die bewirkte, dass vor geraumer Zeit mehrere Foren von den Betreibern geschlossen werden mussten... somit empfehle ich, diesen Thread schnellstens zu löschen, ungeachtet des Schicksals der Thread-Eröffnerin, da die Aufforderung zum (gemeinsamen) Suizid eine Straftat darstellt und die Forenbetreiber unter Umständen haftbar gemacht werden können.


    Die Rechtsabteilung von


    Astaroth-Gabriel



  5. #5
    Benonoi
    Gast

    Re: "Zusammen fällt's leichter"


    >Was denkst Du denn, was sie möchte?

    >Sie stellt eine Frage, die bewirkte, dass vor geraumer Zeit mehrere Foren von den Betreibern geschlossen werden mussten... somit empfehle ich, diesen Thread schnellstens zu löschen, ungeachtet des Schicksals der Thread-Eröffnerin, da die Aufforderung zum (gemeinsamen) Suizid eine Straftat darstellt und die Forenbetreiber unter Umständen haftbar gemacht werden können.

    >Die Rechtsabteilung von

    >Astaroth-Gabriel


    Nä nä, umgebracht wird sich heute nicht, da hast Du völlig recht.

    Genau genommen dachte ich, das Mädel wäre noch einen Schritt weiter zurück und das ganze Gelaber soll eigentlich nur aussagen, dass sie nur einen zum Poppen sucht.

    Hm, wahrscheinlich projezier ich wieder . . . .

    ; )



  6. #6
    asleif From Thy Northlands
    Gast

    ja, aber...


    ave, Astaroth-Gabriel!


    nun, suizid an sich ist ebensowenig strafbar, wie gemeinsamer suizid...


    unter umständen kann dem betreiber eines forums allerdings wegen unterlassung (oder so) der strick gedreht werden, daher sollte es eigentlich reichen, auf hilfsangebote für sog. "suizid-gefährdete" hinzuweisen - zum beispiel hier:


    http://suizid.imess.net/hilfe.html


    meine meinung ist natürlich: suizid ist menschenrecht.


    im zweifelsfalle sollte jedoch mal ein jurist hinzugezogen werden.


    gruß,

    asleif

  7. #7
    Astaroth-Gabriel
    Gast

    Ups...


    ...hab mich nochmal informiert und muss Dir recht geben, (Beihilfe zum) Suizid ist in Deutschland tatsächlich nicht strafbar, Danke für den Hinweis!


    *Kauft seiner "Rechtsabteilung" neue Gesetzestexte*


    Astaroth-Gabriel


    >ave, Astaroth-Gabriel!

    >nun, suizid an sich ist ebensowenig strafbar, wie gemeinsamer suizid...

    >unter umständen kann dem betreiber eines forums allerdings wegen unterlassung (oder so) der strick gedreht werden, daher sollte es eigentlich reichen, auf hilfsangebote für sog. "suizid-gefährdete" hinzuweisen - zum beispiel hier:

    >http://suizid.imess.net/hilfe.html

    >meine meinung ist natürlich: suizid ist menschenrecht.

    >im zweifelsfalle sollte jedoch mal ein jurist hinzugezogen werden.

    >gruß,

    >asleif



  8. #8
    Lady Despina
    Gast

    Re:Suizidromantik


    Sie hatte sich verdammt weit vorgewagt. Das Geländer hatte sie hinter sich gelassen, hielt sich aber noch daran fest. Ihre Füsse kauerten am äussersten Rand der Brücke, wobei ihre grossen Zehen bereits in der Luft hingen. Der Wind, der unten noch angenehm geweht hatte, war hier oben zu einem Sturm mutiert, welcher ihre Haare durcheinanderwirbelte. Ihr Herz schlug in einem absoluten Rekordtempo, als sie einen zweiten Blick nach unten warf. Ohja, verdammt hoch. Der Fluss tief unter ihr ähnelte von hier oben eher einem winzigen Bach. Die Tiefe als gähnendes Loch, gierig darauf bedacht, sie zu verschlucken. Sie hatte Angst, und doch war ihr auf eine komische Art leicht zumute. Hinter ihr standen die Bullen, die natürlich sofort die Brücke gesperrt hatten. Die Züge würden nun alle Verspätung haben. Die Fahrgäste würden sehr ungehalten sein. Sie musste bei diesem Gedanken grinsen. Auch eine Psychologin hatten sie angeschleppt. Diese Frau stand vielleicht zehn Meter von ihr entfernt auf der Brücke und redete unablässig auf sie ein. Das meiste verstand sie gar nicht, es lohnte sich wohl auch nicht, genauer hinzuhören. Satzfetzen wie "...ist keine Lösung...gibt immer einen Weg" und ähnlicher Blödsinn drangen trotz des Heulen des Windes zu ihr hinüber. Fast hätte sie dies schon wieder zum schmunzeln gebracht. Sie blickte in die Gesichter der Bullen, die reichlich verloren auf der Brücke standen. Was mache ich hier, schien das Gesicht des einen zu fragen. Zweifelsohne wäre denen einen anständige Demo oder eine grössere Razzia lieber. Trotz ihrer Angst grinste sie abermals. Nun aber war sie die Hauptdarstellerin in diesem Akt. Sie hatte sich auf diesem Vorsprung einen Freiraum geschaffen, den sie verteidigen würde. Jetzt endlich entschied sie, nur sie, obwohl sie natürlich wusste, dass die Leute auf der Brücke krampfhaft überlegten, ob sie einen Zugriff schaffen würden. Sie fühlte sich bei soviel Interesse fast wie eine Geiselnehmerin, nur dass sie selbst eben auch die Geisel war. Der dritte Blick anch unten machte ihr deutlich, dass es so nicht gehen würde. Im selben Augenblick hörte sie wie die Psychologin irgendetwas von viel zu jung laberte. Jung? Jung nur an Jahren, doch steinalt in der Seele. Sie wollte endlich schlafen.

    Ruckartig drehte sie sich zu der Brücke um und stand nun mit dem Rücken zum Abgrund. Ein kalter Schauer jagte ihr über den ganzen Körper. Der eine Bulle schaltete schnell, ahnte ihre Absicht und schnellte nach vorn, freilich ohne Erfolg. Sie hatte losgelassen und fiel nach hinten. Der überraschte Ausdruck im feisten Gesicht des Bullen, dessen Wangen stark gerötet waren, war das letzte, was sie sah, bevor sie sich mit rasender geschwindigkeit von der Brücke entfernte und dem Abgrund zusteuerte. Sie überschlug sich noch einmal und geriet in Seitenlage. Der Aufprall war hart, aber trotz seiner katastrophalen Folgen für ihren Körper, spürte sie bereits nichts mehr. Das wasser färbte sich rot und irgendwo am Fluss sang eine junge Lerche.


    xxxDespinaxxx



  9. #9
    Bael-Anar-i-Morgul
    Gast

    Re:Suizidromantik


    Der Wind,

    die Eingebung es zu tun,

    das Jetzt,

    die Entscheidung.

    Das hätte in seiner Summe ganz auf mich gepasst.




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