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Thema: Rattenpack & Co.

  1. #1
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    Gast

    Rattenpack & Co.


    Gerücht:

    Ratzinger wird Papst?

    http://focus.msn.de/hps/fol/newsausg...e.htm?id=10527


    Übrigens: Die folgende Seite wurde neu gestaltet, Die Adresse wurde geändert. Und sie wirkt nicht mehr so subversiv. Schon gesehen?

    http://www.offenbarung.de/papsttumSchwurDerJesuiten.htm




    Das folgende habe ich kopiert aus dem Börsen-, Wirtschafts- und Elliott-Wellen-Forum :


    meine Verwandtschaft hat Wurzeln in einem zutiefst katholischen Landstrich, in Niederbayern.

    Da ich mich dort mal für ein Anwesen umgesehen habe, kam ich viel mit Maklern zusammen, und natürlich unterhielten wir uns über die jeweilige Nachbarschaft.

    Manche Gehöfte waren von Kircheneigentum direkt eingekreist, und so erfuhr ich, daß bei so mancher Hof*nachfolge* eigentlich klar war, daß die Familie den Hof weiterführen sollte, dann der Schwarzkittel ans Sterbebett trat, und nach seinem aufenthalt beim Hinüberscheidenden war auf einmal die Kirche als Erbe eingesetzt, und die Familie guckte in die Röhre.

    Ich nehme mal an, daß dies inbesondere vor vielleicht 1975 stattfand, danach ist es für mich nur noch schwer vorzustellen. Aber so etwas soll es sogar noch heutzutage geben.

    Wenn jemand niemanden bedenken will, ist das in Grenzen schon in Ordnung, aber wenn die gesamte wirtschaftliche Existenz der Angehörigen davon abhängt, ist das für mich nicht mehr in Ordnung. Zumal ja auch der Wille zuvor ein anderer war und sich erst im stillen letzten Kämmerlein schlagartig änderte.

    Es gehören sich immer zwei dazu, auch das ist richtig. Ohne Pfarrer am Sterbebett wirds auch keinen solchen Mißbrauch geben.

    Dennoch ist es manchmal nur schwer nachempfindbar, was da abläuft.

    Meine Großtante war eine Frau, die durch ihre langjährige Tätigkeit in einem Klerikerhaushalt geprägt war. Sie verachtete z.B. Arbeiter als etwas minderwertiges, himmelte hingegen Akademiker und Künstler im allgemeinen und Geistliche im besonderen generell an. Das ist nicht auf ihrem eigenen Miste gewachsen, sie wurde vielmehr durch ihren Umgang geprägt.

    Es kam ihr nicht in den Sinn, den Krankenschwestern mal einen Zehner zu spendieren, die ihr wochenlang den Hintern abwischen mußten, aber 100.000 für die Kirche, das mußte es schon sein. Sie wurde dann ja auch im Pfarrblatt als edle Spenderin erwähnt. Es bleibt nachzutragen, daß sie sich aus einer etwas weiter entfernteren Stadt das Essen des Anbieters A kommen ließ, anstatt den näheren Anbieter B zu nehmen, nur, um am Tag vielleicht 10 oder 20 Pfennige zu sparen.

    Wenn ihr jemand was besorgte, war das aufgehenlassen auf den nächsten Markbetrag ein demonstratives großmütiges Entgegenkommen - dachte sie.

    Tja. Und wenn man sich dann noch vergegenwärtigte, wie sehr sie die ganze, von ihr so angehimmelte Brut an der Nase herumführte, als es um ihr Wohnrecht im Pfarrhaus ging, das sie gerne für einen horrenden Preis erworben wollte, ihr aber abgeschlagen wurde, da es schon einem Spezl versprochen war, der gedachte, sich durch öffentliche Steuergelder die Renovierung hereinzuholen, und so weiter, Mann, hör auf.

    So läuft das. Es ist ein Ziehen seitens der Kirche und ein direktes demütiges Bitten, doch das schäbige Geschenk bitteschön annehmen zu wollen.

    Grotesk. Grenzenlos niederträchtig. Zu Kriegszeiten ist in unserer ganzen Verwandtschaft nichts bekannt, daß die Kirche irgendein hilfreiches Zutun geleistet hätte, etwa in fürsorglicher Hinsicht. NIX. Bloß genommen, das hat die Brut stets und gerne.

    Und da ich einen Teil dieser Gestalten gesehen habe, kann ich mir lebhaft vorstellen, wie die das jeweils begossen haben und wie die sich belustigt haben über so viel grenzenlose....nein, ich sags nicht. Dagegen kämpfen bekanntlich sogar die Götter vergebens.



  2. #2
    Programm Mochlathmephista
    Gast

    Re: Rattenpack & Co.


    Schön zuwissen, dass hier jemand ist, der auch bei Elliott reinschaut.

    So kann ich mal in Zukunft auch entsprechende Themen hier reinbringen.




    --- off ---



  3. #3
    Default
    Gast

    Re: Rattenpack & Co.


    Da fangen wir doch gleich mal damit an, oder?


    Von der Seite des Kapitalismus aus hat man ja eine sehr einfache Sichtweise: Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns (Dabbelju-Zitat). Ganz klar wird jeder, der daran irgendwelche Kritik übt, eindeutig dem Bösen zugeteilt. Und so versuchen sich hier gewisse Kräfte uneingeschränkte Handlungsfähigkeit und gottgleiche Weltherrschaft zu sichern, und sich noch dazu aufs Christentum zu berufen.


    Warum kommt es zu Wirtschaftkrisen?

    (Quelle: www.geldcrash.de)

    Wirtschaftkrisen entstehen dadurch, daß die reale Produktion linear, der Kapitalanteil jedoch exponentiell wächst. In unserem heutigen Finanzsystem wird Geld nur dann weiterverliehen, wenn Zinsen gezahlt werden. Diese Zinsen führen nun dazu, daß Geldvermögen explodieren: Wer viel Geld hat, legt dieses verzinst an und bekommt Zinsen, wodurch sein Kapital weiter anwächst. Im folgenden Jahr kann er noch mehr verleihen und noch mehr Zins bekommen. Sein Vermögen steigt immer schneller an. Auf der anderen Seite müssen im gleichen Maße Kredite von der Wirtschaft genommen werden, damit das angesammelte Kapital in den Geldkreislauf zurückkommt. Die Schulden müssen deshalb explodieren. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem die Zinslast nicht mehr durch ein lineares Wachstum des Produktionszuwachses (Bruttosozialprodukt) ausgeglichen werden kann - es kommt zur Wirtschaftskrise.

    >Dabei kommt es in einem Zinssystem zwangsläufig zu dieser Entwicklung - jedes Zinssystem stellt deshalb ein System mit Verfalldatum dar.

    Das Tumorwachstum beim Menschen etwa folgt einem Zinseszinsprozeß. Ist anfangs nur eine Krebszelle vorhanden, so teilt sich diese und es entstehen 2 Tumorzellen. Diese teilen sich wieder und es werden 4, dann 8, 16 usw.. Bis schließlich der ganze Körper vom Krebs zerfressen ist und der Mensch zugrunde geht!


    Der Josephspfennig

    Hätte Joseph im Jahre Null einen Pfennig auf die imaginäre Bank von Jerusalem gelegt, hätten seine Nachkommen bei 5% Zinsen 100 Jahre später 1,11 DM abheben können, im Jahr 2000 aber 2x10^40 DM (2.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000). Umgerechnet in Gold wären dass 218 Milliarden Erdkugeln aus purem Gold.

    http://www.web-hoster.com/%7Ezoe/zins.htm




    Prof. Ruhland, 1908

    Bereits über 6 Jahre vor dem Ersten Weltkrieg warnte der Professor für politische Ökonomie Ruhland vor dem Weltkrieg: "Bei der nur zu oft maßlosen Inanspruchnahme des Kredits vollzieht sich hier mit Hilfe des Bank- und Börsenkapitals in einer anscheinend planvollen Weise eine nationale wie internationale Verkettung der Privatunternehmungen, die in unserem Kriegszeitalter uns eines Tages einer Krise entgegen zu führen droht, wie sie kaum in der Geschichte der Völker schon erlebt wurde."

    Ruhland bezeichnete den Krieg als _Erwerbsart der Reichen . Weil sich das Kapital in jedem Land in immer weniger Händen ansammelt, müssen diese Großkapitalisten letztlich aufeinanderstoßen und sich gegenseitig bekämpfen. Durch die hohen Staatsverschuldungen sind die Nationen in die Konflikte verwickelt.

    Schon der Oberbefehlshaber der preußischen Armee, Gerneralfeldmarschall Graf von Moltke (1800-1891) erklärte zu den Kriegen der damaligen Zeit:

    "Die großen Kämpfe der neueren Zeit sind gegen Wunsch und Willen der Regierenden entbrannt. Die Börse hat in unseren Tagen einen Einfluß gewonnen, welcher die bewaffnete Macht für ihre Interessen ins Feld zu rufen vermag..."

    Prof. Ruhland führte weiter aus, daß in einem kapitalistischen System Friede niemals möglich ist. Unsere Zeit nannte er _die Zeiten der ewigen Kriege:

    "Der heute herrschende Kapitalismus in der Gesellschaft bedeutet ewigen Krieg. ... Die Kriege sind Lösungsversuche wirtschaftlicher Fragen in kapitalistischem Sinne. ... Die entscheidende Frage der Friedensbewegung lautet: Wird es gelingen, den heute herrschenden Kapitalismus aus der Gesellschaft zu beseitigen? ...Bleibt aber das kapitalistische Erwerbssystem herrschend, dann müssen die Zeiten der ewigen Kriege fortdauern trotz aller Friedenskonferenzen."

    http://www.vergessene-buecher.de/band3/bd3-s120bis239.html


    Silvio Gesell, 1918

    Silvio Gesell, ein deutscher Kaufmann in Argentinien, welcher zum ersten mal ein Wirtschaftssystem ohne Zins vorstellte, warnte bereits 1918, zur Friedenssehnsucht nach dem Ersten Weltkrieg, vor dem nächsten Konflikt:

    „Trotz des heiligen Versprechens der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz des Rufes der Millionen: _Nie wieder Krieg , entgegen all den Hoffnungen auf eine schönere Zukunft, muß ich es sagen: Wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft, beibehalten wird, so wage ich es, heute schon zu behaupten, daß es keine 25 Jahre dauern wird bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen.

    (Anm.: lest den folgenden Absatz von Silvio Gesell (1918) mal nicht in Bezug zum damals völlig hypothetischen 2.Wk sondern in Bezug zu unserer Zeit: es hat sich nichts an den grundlegenden Mechanismen geändert!):

    Ich sehe die kommende Entwicklung klar vor mir. Der heutige Stand der Technik läßt die Wirtschaft rasch zu einer Höchstleistung steigern. Die Kapitalbildung wird, trotz der großen Kriegsverluste rasch erfolgen und durch ein Überangebot den Zins drücken. Das Geld wird dann gehamstert werden. Der Wirtschaftsraum wird einschrumpfen und große Heere von Arbeitslosen werden auf der Straße stehen. An vielen Grenzpfählen wird man eine Tafel mit der Aufschrift sehen können: „Arbeitssuchende haben keinen Zutritt ins Land, nur die Faulenzer mit vollgestopften Geldbeutel sind willkommen.“

    Wie zu alten Zeiten wird man nach dem Länderraub trachten und dazu wieder Kanonen fabrizieren müssen, man hat dann wenigstens für die Arbeitslosen wieder Arbeit. In den unzufriedenen Massen werden wilde, revolutionäre Strömungen wach werden, und auch die Giftpflanze Übernationalismus wird wieder wuchern. Kein Land wird das andere mehr verstehen und das Ende kann nur wieder Krieg sein.“


    Allein in den USA addieren sich die Schulden auf 31 Billionen Dollar – das Dreifache des Bruttoinlandsprodukts. Ein Schuldenpegel, der zuvor nur während der Weltwirtschaftskrise Anfang der Dreißigerjahre erreicht wurde:


    V E R S C H U L D U N G , Inflationäre Tendenzen in den USA:

    http://focus.msn.de/PF1D/PF1DN/PF1DNA/pf1dna.htm?id=2380&mid=2379


    (Das gibt aber nur den einen Standpunkt wieder, denn es gibt auch Inflation, man müßte das weiter diskutieren ...)



  4. #4
    Default
    Gast

    Re: Rattenpack & Co.


    Ach ja, hier noch der passende Heise-Artikel dazu, nur wenige Tage alt:


    Arbeits- und Kapitaleinkommen

    Norbert Rost 16.01.2005

    Ein alternativer Blick auf unser Wirtschaftssystem


    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19183/1.html




    Und um hier einmal eine weitere "Folie drüberzulegen" um den Trend zu ermitteln, empfehle ich das hier (zum Thema peakoil - man muß wirklich damit rechnen, daß man uns vieles nicht sagt, um uns nicht zu beunruhigen ...):

    http://f23.parsimony.net/forum53379/messages/127139.htm



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