Christuslicht
Ich las ein schönes Gedicht über Christus und spürte den Balsam des Seelenfriedens darin. Was ich darin spüre ist die Kraft des Christus, die auch in mir zirkuliert.
Dieses Geschenk unaussprechlicher Liebe ist jedoch nicht das Ziel meiner innerer Öffnung. Das wollen mir viele Esoteriker und Christen weismachen. Nein, dieser intuitive Strom wird mir nicht für den Genuss eines Pseudohimmels geschenkt. Gott verplempert seine Liebe nicht. Nur mit dieser Lichtkraft erhalte ich die Möglichkeit meine Seele aufzubohren und meine Unarten auszuleuchten. „Hochs und Tiefs“ sind meine persönlichen Reaktionen auf diesen inneren Prozess. Beim Lesen des NT vor vielen Jahren wurde in mir dieses Licht als Funke entzündet. Damals war ich ungläubig. Bin ich beim Verrichten meiner täglichen Pflichten auf Christus ausgerichtet, dann strahlt mein Herz still. Stößt mein Herz mich in alltägliche Ängste und Gelüste, so wird es durch die durchstrahlende Lichtkraft gerichtet (im Sinne von AUS-gerichtet). Die Persönlichkeit reagiert dann mit Höhen und Tiefen. Ich weiß nicht, welche Assoziationen meine unzulänglichen Worte wecken, aber ich vermag es nicht anders auszudrücken.
Die Psalmen Davids berühren mich. Inzwischen bereichert mich auch die Sprache anderer Religionen sehr. Alles wird von diesem Licht durchstrahlt, kaum jemand bermerkt es.
Schreibe ich vom Licht, nennt man mich einen Buddhisten
Schreibe ich vom Heiligen Geist, nennt man mich einen Christen
Schreibe ich vom NICHTS, so nennt man mich einen Atheisten
Schreibe ich von der Inkarnation Gottes in jedem Wesen, so nennt man mich einen Krsna-Anhänger
Schreibe ich von TAO, so nennt man mich einen Esoteriker
Schreibe ich nicht, so spür ich Stille
Mit meinen Worten kann ich nur Vorstellungen weitergeben. Mit den Pausen zwischen meinen Worten möchte ich die Stille wie einen kleinen Zündfunken weitergeben.
Deshalb spreche und schreibe ich. Weil mein Herz dann still strahlt.
kohlchen



LinkBack URL
About LinkBacks


Lesezeichen