"die etablierten Politiker bräuchten den "Schuldkult um den 8. Mai, um von ihrem Versagen abzulenken".
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"die etablierten Politiker bräuchten den "Schuldkult um den 8. Mai, um von ihrem Versagen abzulenken".
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Kennt Ihr Nicolas Gomez Davila? Manches ist schon gut, finde ich:
Solange die Demokratie ihn nicht bemerkt, kann der kultivierte Mensch in demokratischen Zeiten überleben.
Die Demokraten teilen sich in solche, die die Perversität für kurierbar halten, und in solche, die leugnen, daß es sie gibt.
Grundpostulat der Demokratie: Das Gesetz ist das Gewissen des Staatsbürgers.
Die Politiker sind in der Demokratie die Kondensatoren der Dummheit.
Der Prozentsatz von Wählern, die sich der Wahl enthalten, ist Gradmesser für die konkrete Freiheit in einer Demokratie.
Folgender Text Dávilas, der als „implizierter Text“ seiner Scholien verstanden werden kann, beschreibt die Demokratie:
Die Demokratie ist eine anthropotheistische Religion. Ihr Prinzip ist eine Option religiösen Charakters, ein Akt, in dem der Mensch den Menschen wie Gott annimmt. Ihre Doktrin ist eine Theologie des göttlichen Menschen, ihre Ausübung ist die Verwirklichung dieses Prinzips im Verhalten, in den Institutionen und in den Werken. Die Göttlichkeit, die die Demokratie den Menschen verleiht, ist keine rhetorische Figur, kein poetisches Bild, keine unschuldige Hyperbole, sondern strikte theologische Definition.
Die Demokratie ist atheistisch weil sie es unmittelbar nötig hat, daß es Gott nicht gibt. Wenn es Gott gäbe, wäre der Mensch seine Kreatur. Die Demokratie muß an den Fortschritt glauben um dem Menschen zu versichern, daß sie das Universum verändern kann und es schaffen wird, es nach Maßgabe ihrer Vorstellungen zu gestalten.
Die Demokratie muß für universellen Determinismus eintreten, denn wenn weder Welt noch Gesellschaft noch Individuum auf schlichte kausale Konstanten reduzierbar sind, ist auch der hartnäckigste, intelligenteste und methodischste Eifer angesichts der unerforschlichen Natur der Dinge, der kaum zu vermutenden Geschichte der Gesellschaften sowie der unvorhersehbaren Entscheidungen des menschlichen Bewußtseins zum Scheitern verurteilt. Die totale Freiheit des Menschen setzt ein versklavtes Universum voraus.
Nicolas Gomez Davila - Verleumdet wie ein Reaktionär -- Ausgewählte Aphorismen
http://www.new-aeon.de/index.php?act...t&textID=74348
und Teil 2
http://www.new-aeon.de/index.php?act...t&textID=78846
Das Versagen sollte auch mal ganz klar genannt werden:
- Kaum ein Arbeitsloser glaubt heute noch den Beteuerungen der Herrschenden, die ständig vom baldigen Aufschwung reden.
- Die Pisa-Studie belegt, daß es den Etablierten gelungen ist, das Volk der Dichter und Denker zu verdummen. - Diese Regierenden brauchen ein dummes Volk, um weiter regieren zu können.
Vor zehn Jahren sprach kaum jemand von Befreiung, heute am 60. Jahrestag sind die Etablierten gezwungen, mit einer riesigen "Schuldkult-Show" von den selbstgemachten Problemen, wie Arbeitslosigkeit und soziale Verelendung abzulenken.
- Die Abwanderung der Industrie, die Flucht junger Menschen zu Drogen und der „Abtreibungsholocaust“ deutscher Frauen an ihren Ungeborenen zeigen, daß die Herrschenden kein soziales Thema mehr glaubhaft besetzen, geschweige denn lösen können.
Schön Ari, dass Du das mal angesprochen hast.
Denn eine spirituelle primäre Entwicklung darf nicht auf einer Weltflucht vor der einem unmittelbar umgebenden Materie aufbauen.
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