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Thema: meinprinz

  1. #1
    kohle
    Gast

    meinprinz


    Für Christus


    Gott ist allgegenwärtig, also auch in jedem Stern, Planeten, Atom usw.. Wir können Gott über diese Form- und Objektoffenbarungen mit unserem Herzen erfahren. Dazu ist ein Reinigungsprozess im Herzen erforderlich. Doch das alles hilft nichts, wenn ich Gott nicht auch mit dem Kopf erkenne. Denn ein verzücktes Herz wirft Schatten vor den Lichtstrahl göttlicher Informationen und verrückt mich in Mystifikation. D.h. die Intuition kommt dann nicht aus dem Urquell sondern aus den Töpfen meiner Illusionen, die der strebende Mensch ja eigentlich auflösen will. Diese Einflüsse ziehen mich dann an und kapseln die Seele ein.


    Nun tappen wir ja alle im Dunkeln um machen laufend Fehler. Das macht auch nichts, WENN wir uns bemühen, Gottes Licht im Auge zu behalten. Was mir auch widerfährt, will im Licht Gottes erkannt werden und nicht in der Schattenwelt meines Unterbewusstseins. So wird es dann langsam helle im alten verrußten Kohlenkeller und das Unterscheidungsvermögen wächst.


    Gott im Herzen erfahren, im Kopf erkennen: Daraus ergibt sich, meinen Platz im göttlichen Szenario der wunderbaren Schöpfung zu finden, meine Aufgabe darin (wieder) zu erkennen. Dann fügt sich zum erfahrenden Herzen und erkennenden Geist die dienende Hand. Dienend nur für Gott und keinem anderen Meister. Diese Aufgabe ist so herrlich, dass es sich lohnt alle Abhängigkeiten dieser Pseudo-Welt in meinen Gedanken und Emotionen loszulassen. Wie schwer das ist, weiß jeder, der ernsthaft darum ringt. Das ist nur in der eigenen intimen Erfahrung mit Christus möglich. Er gab sein Leben für uns. Ich muss meint weltlichen Leben für ihn geben. Dann erst kommt er in mein Herz, in mein Blut und in mein Fleisch. Dann erst ist er in mir und ich in ihm. Das ist nicht intellektuell zu begreifen, es muss übers Herz erfahren werden. Diese Erfahrung ist innere Reinigung und kann nicht okkult und magisch gewonnen werden. Diese Läuterung ist der Bewusstwerdungsprozess im stinknormalen Leben. Ich kann ihm ausweichen oder ihn annehmen.


    Christus ist mir alles, er ist die einzige und deshalb notwendige Erfahrung mit Gott. Er ist das "Licht in meiner Mitte, das keinen Schatten wirft". Dies ist sein Name. Er ist so rein, so unantastbar, dass er selbst in Unwissenheit und Lüge leuchtet und erfahren werden kann.


    Christus gehört in keinen religiösen Kulturbesitz sondern in die Herzen von uns Menschen. Die Allgegenwärtigkeit Gottes kann nicht gelehrt werden. Sie kann nur erfahren, erkannt und gelebt werden – nicht morgen, sondern jetzt und hier.


    Kohle

  2. #2
    J/N
    Gast

    harjo


    aufm weißen Schimmel oder Araberhengst? In Ritterrüstung oder zu Fuß in Lumpen durch die Wüste, nach Wasser dürstend und in der Hoffnung keinen Nierenschaden davonzutragen?



  3. #3
    kohle
    Gast

    Re: harjo




    hallo J/N,


    eigentlich gefällt der mir am besten. Vor ihm scheuen weiße Pferde und bevor die Nieren trocknen, dann zapft er ´ne Karawane an.







    >aufm weißen Schimmel oder Araberhengst? In Ritterrüstung oder zu Fuß in Lumpen durch die Wüste, nach Wasser dürstend und in der Hoffnung keinen Nierenschaden davonzutragen?



  4. #4
    kohle
    Gast

    Re: harjo


    Schade, dass das Bild nicht kommt:


    http://www.kunst-fuer-alle.de/deutsc...nius/index.htm

  5. #5
    J/N
    Gast

    Re: harjo


    Der Mann war irre! Aber das Bild an sich is recht schön. Erinnert irgendwie an Zirkus, Artisten auf Stelzen oder aber an verlängerte Wurzeln. ;-)


    >Schade, dass das Bild nicht kommt:

    >http://www.kunst-fuer-alle.de/deutsc...nius/index.htm



  6. #6
    J/N
    Gast

    Karawane?


    Sieht aus wie nen Wanderzirkus. Möcht' bloß mal wissen, warum der das "Versuchung" genannt hat.


    Was denkst du?


    >hallo J/N,

    >eigentlich gefällt der mir am besten. Vor ihm scheuen weiße Pferde und bevor die Nieren trocknen, dann zapft er ´ne Karawane an.

    >

    >>aufm weißen Schimmel oder Araberhengst? In Ritterrüstung oder zu Fuß in Lumpen durch die Wüste, nach Wasser dürstend und in der Hoffnung keinen Nierenschaden davonzutragen?



  7. #7
    kohle
    Gast

    Re: harjo


    >Sieht aus wie nen Wanderzirkus. Möcht' bloß mal wissen, warum der das "Versuchung" genannt hat.

    >Was denkst du?


    Hallo J/N,


    Irgendeine Religionsstiftung hatte einen Malwettbewerb zum Thema „Die Versuchung des heiligen Antonius in der Wüste“ ausgeschrieben. Dali hat natürlich keinen Preis dafür bekommen. Surrealisten wie er, Bosch und Eschner bleiben nicht bei den Formen stehen. Sie stellen Strukturen und Hintergründe dar.


    Sie sind irre. Ja, das sagt unser Verstand. Denn seine Gedanken sind in Formen gepresst worden. Bei solchen chaotischen Darstellungen dreht der Verstand sich weg oder seine Denkhüllen zerreissen. Nichts anderes will der Surrealist. Er will Bewegung in unsere erstarrten Denk-Muster bringen. Diese Methode wird auch bei einigen Meditationspraktiken angewendet, um hinter den Schleier zu schauen.


    Vor Jahren deutete ich ein paar Bilder von Dali, Bosch und Eschner, habe aber inzwischen alles wieder gelöscht.


    Dies Bild zeigt unseren angeblichen Reichtum, getragen auf spindeldürren Elfenbeinen. Im Hintergrund himmelt eine vermutlich mittellose Gestalt diese Wolkenschlösser an. Im Vordergrund hockt Antonius, verwurzelt und standfest. Sein ausgestreckter Arm schleudert dem „Zirkus“ die horizontale Kraft der Erde und die vertikale Macht des Geistes entgegen. Dali stellt mit seinem Bild dar, wenn mir der Arsch auf Grundeis geht, sei es durch Krankheit, Sorge oder Furcht, dann platzen alle Reichtümer, Annehmlichkeiten und Sicherheiten im Kopf. Im Buddhismus wird dieser Zustand die Nacht der Seele genannt. Wir sagen, wir fallen in ein schwarzes Loch.


    Wer sich auf diese Weise erfährt und erkennt, der lässt sich nicht durch die Mächte dieser Welt versuchen. Die Mächte dieser Welt? Das sind jene, die am Tisch sitzen und für die gedeckt ist. Der Rest der Menschen wird durch Gesetze gezwungen, zum Vorteil dieser wenigen zu dienen. Wir merken es nur nicht. Denn es sind nicht bewaffnete Schergen, die uns zwingen, sondern unser Gewissen. Und hier kommt die Kirche ins Spiel. Sie impft den Menschen die Staatsreligion ein. Mit dieser Gehirnwäsche hält sie sich und ihren weltlichen Verbündeten die Speisekammern offen.


    Logisch, dass Gesetzes- und Gebotehüter keine Surrealisten mögen.


    Meint


    kohlenbruder



  8. #8
    Default
    Gast

    Re: meinprinz


    Hallo Kohle,

    ja wir machen immer wieder Fehler. Das wird sich auch vermutlich nie ändern. Beim Autofahren ist das natürlich fatal, aber in Diskussionen, da ist das etwas anderes.


    Wer lernen will, gilt als Grünschnabel, nur das arrogante "Ich weiß, ich weiß" ist kompetent.

    Jemand, der sucht nach dem Sinn des Lebens, der wird von vornherein zum Looser gemacht. Ihm sagt man: Iß nicht vom Baum der Erkenntnis!


    An diesem Punkt ist ewas nicht schön in unserer Denkstruktur.


    Im übrigen glaube ich nicht, daß man viel „weltliches“ dafür geben muß (außer vielleicht einige Dinge, die man schon immer einmal loswerden wollte).

    In irgendeinem Forum hat jemand diese Frage gestellt:

    Ein glaubwürdiger Gott ist nicht denkbar, ein denkbarer Gott ist nicht glaubwürdig.

    Ist das so?

    _______________________

    Mir fiel dazu ein:

    Im Grunde halte ich das für einen klugen Spruch.

    Es sei denn, daß Gott in dir denkt. Wäre das möglich?

    Das würde aber deine "Abwesenheit" voraussetzen.

    Wenn man empathisch für andere mitdenkt, dann nähert man sich dem vielleicht an.

    (Beim Autofahren ist das sowieso unerläßlich, für andere mitzudenken, will man lebendig durch die "offene Psychiatrie" kommen, wie Dieter Hildebrand mal die Autobahnen bezeichnet hat. Manchmal scheint mir sogar, beim Autofahren ist Denken oft lebensgefährlich, denn die Handlungen sind ja in Fleisch und Blut übergegangen, das heißt, wenn du erst denken mußt: jetzt muß ich bremsen, dann ist es sowieso zu spät. Und wenn man sich erst einmal ärgern läßt auf der Autobahn, dann wird es wirklich lebensgefährlich.

    So kann man gerade beim Autofahren in einen "Meditationszustand, und zwar in einen der Wachheit geraten, das schützt oft auch vor Müdigkeit. Ich bin gewöhnt, Nachttouren auf der Autobahn zu fahren, und bei mir führt das zu einem extremen Dauerwachzustand. (Ob man das aber empfehlen kann weiß ich nicht)

    Irgendwann merkt man vielleicht, daß etwas Wahres ist an dem Spruch:


    Keiner glaubt mir was geschah,

    ich sah nen Mann, der war nicht da.

    Auch heute bog er nicht ums Eck,

    o Gott, ich wünsch‘t, er wär schon weg

    aus dem Gedächtnis zitiert, von Robert Anton Wilson


    so kann es geschehen, daß man in selten schönen Momenten empfindet, daß die ganze Welt auf seltsame Weise dein Körper ist.

    Was einen Menschen natürlich aufbringen muß, wenn man merkt, was für eine Scheiße so läuft.

    Sowieso ist es schwierig, sich als getrennt zu sehen. Zum Beispiel trinkst du gutes Quellwasser. Minerale aus dem Berg werden zu deinem Körper. Wie ist das nun: bist du nun ein Teil des Berges, oder ist der Berg ein Teil von dir?

    Nix für ungut, vielleicht versteht ihr, was ich meine.....


    Tja, und daß man es nicht sagen kann, das verweigere ich zu glauben. Das Problem, das sich ergibt, soetwas in dieser Richtung zu sagen, das besteht darin, daß man etwa als überheblich oder gar größenwahnsinnig bezeichnet werden könnte. Das liegt mir aber fern, denn erstens lernt man nie aus, zweitens versuche ich, mich der Angelegenheit sachlich anzunähern, und drittens ist es mir mehr und mehr egal, was man über mich denkt, sowie ich mich auch selbst daran hindere, über mich eine Meinung zu haben.

    freundliche Grüße



  9. #9
    Dronament
    Gast

    Re: meinprinz


    >Hallo Miteinander,


    >ja wir machen immer wieder Fehler.


    Jemand sagte mal ein Fehler sei eine 'unbeabsichtigte Richtigkeit'.


    >Wer lernen will, gilt als Grünschnabel, nur das arrogante "Ich weiß, ich weiß" ist kompetent.


    Ja und? Der Mensch bezeichnet sich selbst als Grünschnabel, der das Fliegen erlernen will. Der Punkt ist, er sagt es aus Bescheidenheit, und er sagt es weil das Fliegen mit Unsicherheit verbunden ist und es angenehmer ist, in einem Nest zu sitzen und sich von bereits Fliegenden durchfüttern zu lassen. :-)


    Fliegen sowohl im wörtlichen, als auch im übertragenen Sinne.


    Es grüßt

    Dronament



  10. #10
    Default
    Gast

    Re: meinprinz


    Ja klar, und doch gibt es auch diejenigen, die gleich nach dem Henker rufen, wenn jemand etwas Falsches sagt. :-((


    Dazu eine kleine Geschichte aus meiner Jugend:


    Irgendwann in der Schule habe ich dem Lehrer mal eine dumme Frage gestellt. Das war was, was wir schon im Jahr vorher durchgenommen haben. Der Lehrer sagt Setzen 6. Daraufhin bin ich aufgestanden und habe gesagt: Was Sie mir jetzt für eine Note geben ist ihre Sache, ich bin jedenfalls hierhergekommen, um was zu lernen. Natürlich gabs Gelächter. Aber die meisten anderen waren froh, daß er es dann nochmals erklärt hat, denn sie habens auch nicht gewußt. Und der Lehrer hat was kapert und war nicht mehr so herzlos.


    Christophersen, Thies (1918-1997), deutscher Dichter und Publizist:

    "Übergibt man das Volk der Dichter und Denker,

    wenn es nicht aufhört zu denken, dem Henker?"


    freundliche Grüße



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