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Thema: bewusst glauben

  1. #1
    kohle
    Gast

    bewusst glauben


    bewusst glauben,


    Christ sein heißt für mich, des „Reiches Gottes“ immer mehr bewusst zu werden. Das geht nicht, wenn meine Gedanken bewerten und favorisieren oder abwerten. So ein äußeres Denken strebe ich nicht an. Eigenes Wissen und Erkennen stellt sich aus dem Gebrauch des Gehirns als Wahrnehmungsorgan und nicht als Streitinstrument ein. Dazu muss ich meine Gedanken so disziplinieren, dass ich meine Intuition und meine 5 Sinne (und auch den 6. Sinn) wahrnehmen und ihnen mit Vernunft zustimmen kann oder nicht.

    Dieses Denkprinzip mit der Vernunft ist in einer Neutralität möglich, die mir nur Christus verleiht. Dieser Christus kann überall erkannt werden. Jedoch keine Religion und niemand kann ihn mir schenken. Ich muss ihm mit Herz, Haupt und tätig entgegengehen. Tätigkeit verstehe ich vordergründig als Überwindung. Es kann also auch Nichttun heißen. Die reine Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft besagt also garnichts. Das Mitschwingen (mit Körper, Geist und Seele) in einer Gruppe Gleichgesinnter kann aber Berge versetzen und aus der Überwindung einen Freudenlauf machen.


    Jedoch immer ist Christus der Vermittler mit einer Gruppe oder einem Einzelnen und nicht umgekehrt.




    Meint Kohlenchrist






  2. #2
    Wejdas
    Gast

    Re: bewusst glauben


    >bewusst glauben,


    >Christ sein heißt für mich, des „Reiches Gottes“ immer mehr bewusst zu werden.


    Das heisst für mich Mensch-sein. Oder gar Mensch-Werdung?


    >Das geht nicht, wenn meine Gedanken bewerten und favorisieren oder abwerten.

    >So ein äußeres Denken strebe ich nicht an. Eigenes Wissen und Erkennen stellt sich aus dem Gebrauch des Gehirns als Wahrnehmungsorgan und nicht als Streitinstrument ein. Dazu muss ich meine Gedanken so disziplinieren, dass ich meine Intuition und meine 5 Sinne (und auch den 6. Sinn) wahrnehmen und ihnen mit Vernunft zustimmen kann oder nicht.


    Gerade die Sinne sind auf dem Weg jenseits des Favoritismus von großer Bedeutung. Es bedarf n.a. eines weiteren Sinnes. Dem Sinn für Wunder. "Wenn ihr keine Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht."... Erst dieser Sinn für Wunder lässt mich eine jede Offenbarung des Geistes entsprechend klar empfangen und würdigen.


    >Dieses Denkprinzip mit der Vernunft ist in einer Neutralität möglich, die mir nur Christus verleiht. Dieser Christus kann überall erkannt werden. Jedoch keine Religion und niemand kann ihn mir schenken. Ich muss ihm mit Herz, Haupt und tätig entgegengehen. Tätigkeit verstehe ich vordergründig als Überwindung. Es kann also auch Nichttun heißen.


    Der Sinn für Wunder (dessen Zweck es ist durch ihn über ihn hinauszugehen, was nicht heisst, das man dann keine Verwendung mehr für ihn hat, zeichnet sich dadurch aus, das sich die Charaktere und Tätigkeiten sich dem Wirken der Allintelligenz unterordnen. Das allein hebt mich aus meinen zeitweisen Blickpunkt heraus und bringt mich jenseits des Favoritismus. Es findet dann kein Bewerten statt, sondern mehr ein Erkennen des grundlegenden Wertes einer jeden Schöpfung, oder anders gesagt ein Erkennen der Schöpfungsabsichten.


    Gruss






  3. #3
    kohle
    Gast

    Re: bewusst glauben


    Hallo Wejdas


    >>bewusst glauben,

    >>Christ sein heißt für mich, des „Reiches Gottes“ immer mehr bewusst zu werden.

    >Das heisst für mich Mensch-sein. Oder gar Mensch-Werdung?


    Da es um Bewusstwerdung geht, muss das Reich Gottes in mir bewusst werden. Aus dieser Bewusst-werdung wird ein anderer Blutszustand – Menschwerdung


    >>Das geht nicht, wenn meine Gedanken bewerten und favorisieren oder abwerten.

    >>So ein äußeres Denken strebe ich nicht an. Eigenes Wissen und Erkennen stellt sich aus dem Gebrauch des Gehirns als Wahrnehmungsorgan und nicht als Streitinstrument ein. Dazu muss ich meine Gedanken so disziplinieren, dass ich meine Intuition und meine 5 Sinne (und auch den 6. Sinn) wahrnehmen und ihnen mit Vernunft zustimmen kann oder nicht.


    >Gerade die Sinne sind auf dem Weg jenseits des Favoritismus von großer Bedeutung. Es bedarf n.a. eines weiteren Sinnes. Dem Sinn für Wunder. "Wenn ihr keine Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht."... Erst dieser Sinn für Wunder lässt mich eine jede Offenbarung des Geistes entsprechend klar empfangen und würdigen.


    >>Dieses Denkprinzip mit der Vernunft ist in einer Neutralität möglich, die mir nur Christus verleiht. Dieser Christus kann überall erkannt werden. Jedoch keine Religion und niemand kann ihn mir schenken. Ich muss ihm mit Herz, Haupt und tätig entgegengehen. Tätigkeit verstehe ich vordergründig als Überwindung. Es kann also auch Nichttun heißen.


    >Der Sinn für Wunder (dessen Zweck es ist durch ihn über ihn hinauszugehen, was nicht heisst, das man dann keine Verwendung mehr für ihn hat, zeichnet sich dadurch aus, das sich die Charaktere und Tätigkeiten sich dem Wirken der Allintelligenz unterordnen. Das allein hebt mich aus meinen zeitweisen Blickpunkt heraus und bringt mich jenseits des Favoritismus. Es findet dann kein Bewerten statt, sondern mehr ein Erkennen des grundlegenden Wertes einer jeden Schöpfung, oder anders gesagt ein Erkennen der Schöpfungsabsichten.


    Das vergleichst Du sehr schön. Schön, weil dieses Wunder durch mich hinzieht. Ich nenne es nach abendländischer Sitte Christus. Nicht des Namenskultes wegen, sondern wegen der gewohnten anderen Sinnbilder der Menschen.


    „Über ihn hinausgehen“ heißt in der Bibel „ Seid nicht traurig, wenn ich gehe, denn nach mir kommt der Tröster“. Das ist der heilige Geist, dessen Wunderstrahlen gleich U(h)rzeigern die Welt der Illusionen durchstreichen.


    Doch die Welt ist nicht die Wahrheit. Die ist eine Vorstellung, die wirklich zu scheint scheint. Vorstellungen können die Wahrheit verschleiern. Das ist ihre Macht. Der Geist stellt sich etwas vor und wirft es nach außen. Mystiker bezeichnen diesen „Vorwurf“ als das vor den Sinnen Liegende“. Die Vorstellung wird damit zum Gegenstand, Objekt. Der Gegenstand scheint jetzt außen zu sein und unabhängig vom Betrachter. Aber das Objekt ist lediglich ein Spiegel des Betrachters. Der Betrachter (wird so zu einem Gefangenen seiner eigenen Projektionen, da er auf sie reagiert, als wären sie wirklich und gertrennt von ihm. Wirklich sind nicht die Vorstellungen, sondern einzig die Quelle, aus der sie hervortreten. Nichts ausser dieser Quelle ist wirklich. Ausser der Quelle gibt es nur Vorstellungen. Betrachtet die Quelle sich selbst, erkennt sie sich selbst. In dieser Erkenntnis dehnt sie sich aus und wird zur Alles umfassenden Wahrheit.“


    (Der letzte Abschnitt ist nicht von mir. Ich fand ich so gut, dass ich ihn verlinke und auszugsweise mit einbringe.)


    So spürt der Sinn des Wunders den Geist auf, um sich mit den anderen sechs Sinnen in ihm aufzulösen. Auflösen in Nichts nach menschlichem Ermessen. Mangels Vorstellung nenne ich „Nichts“ das Reich Gottes. Aus ihm strahlt der Geist in mich, in Dich, in jeden und unsere Vorstellungswelt.


    Lass uns den Geist nicht vor den Sinnen sondern hinter den Sinnen erkennen. Wenn er in uns bleibt, dann bleiben wir in ihm (= frei nach der Bibel).


    Meint


    kohlchen








    >>bewusst glauben,

    >>Christ sein heißt für mich, des „Reiches Gottes“ immer mehr bewusst zu werden.

    >Das heisst für mich Mensch-sein. Oder gar Mensch-Werdung?

    >>Das geht nicht, wenn meine Gedanken bewerten und favorisieren oder abwerten.

    >>So ein äußeres Denken strebe ich nicht an. Eigenes Wissen und Erkennen stellt sich aus dem Gebrauch des Gehirns als Wahrnehmungsorgan und nicht als Streitinstrument ein. Dazu muss ich meine Gedanken so disziplinieren, dass ich meine Intuition und meine 5 Sinne (und auch den 6. Sinn) wahrnehmen und ihnen mit Vernunft zustimmen kann oder nicht.

    >Gerade die Sinne sind auf dem Weg jenseits des Favoritismus von großer Bedeutung. Es bedarf n.a. eines weiteren Sinnes. Dem Sinn für Wunder. "Wenn ihr keine Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht."... Erst dieser Sinn für Wunder lässt mich eine jede Offenbarung des Geistes entsprechend klar empfangen und würdigen.

    >>Dieses Denkprinzip mit der Vernunft ist in einer Neutralität möglich, die mir nur Christus verleiht. Dieser Christus kann überall erkannt werden. Jedoch keine Religion und niemand kann ihn mir schenken. Ich muss ihm mit Herz, Haupt und tätig entgegengehen. Tätigkeit verstehe ich vordergründig als Überwindung. Es kann also auch Nichttun heißen.

    >Der Sinn für Wunder (dessen Zweck es ist durch ihn über ihn hinauszugehen, was nicht heisst, das man dann keine Verwendung mehr für ihn hat, zeichnet sich dadurch aus, das sich die Charaktere und Tätigkeiten sich dem Wirken der Allintelligenz unterordnen. Das allein hebt mich aus meinen zeitweisen Blickpunkt heraus und bringt mich jenseits des Favoritismus. Es findet dann kein Bewerten statt, sondern mehr ein Erkennen des grundlegenden Wertes einer jeden Schöpfung, oder anders gesagt ein Erkennen der Schöpfungsabsichten.

    >Gruss



  4. #4
    the (un)known Artist
    Gast

    Re: bewusst glauben


    >bewusst glauben,

    >Christ sein heißt für mich, des „Reiches Gottes“ immer mehr bewusst zu werden. Das geht nicht, wenn meine Gedanken bewerten und favorisieren oder abwerten. So ein äußeres Denken strebe ich nicht an. Eigenes Wissen und Erkennen stellt sich aus dem Gebrauch des Gehirns als Wahrnehmungsorgan und nicht als Streitinstrument ein.


    ...bewegt das Streiten - ob nun mit jemanden oder seinen eigenen Gedankengängen - einen denn nicht aber auch dazu seine eigene Fehlbarkeit zu erkennen...?...was dich doch auch deine Position in "Gottes wunderbaren Welt" zeigt...


    grüzels...

  5. #5
    kohle
    Gast

    Re: bewusst glauben


    hallo Artist,



    >...bewegt das Streiten - ob nun mit jemanden oder seinen eigenen Gedankengängen - einen denn nicht aber auch dazu seine eigene Fehlbarkeit zu erkennen...?...was dich doch auch deine Position in "Gottes wunderbaren Welt" zeigt...

    >grüzels...


    Ohne Streit ist keine Bereinigung der eigenen Position möglich. Es gehört aber Tapferkeit dazu, ungeschützt in den Streit zu ziehen. Es bringt mich ja nicht weiter, meine Fehlbarkeit abzustreiten.


    Aber auch beim Abstreiten können die mir zugefügten Wunden und Schmerzen zur Besinnung führen. Das wäre dann Schmerz, Krankheit, Krieg, Not, Hunger usw. als Weg. Und das passiert ja in großem Umfang in der Welt.


    Ich komm nicht umhin und gebe Dir (gerne) recht.


    alles gute


    kohle

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