Musik für die Lotosblüte
„Viele Stimmen hat die Welt, und für alles hat die Seele ihre Augenblicke“, schreibt H. Hesse in einem Märchen.
In jeder Stimme vibriert der Schlüssel zur Wahrheit, umlärmt von einem Orchester der Dissonanzen. Ohne dieses Geschrei bliebe unsere innere Stimmgabel stumm. Das Orchester lärmt in uns und nicht außerhalb. Wir müssen inmitten dieses Getöses still werden, um den Klang der auf uns abgestimmten Resonanzgabel zu hören. Wer so ausfiltert, hört sich jeden Augenblick beim Namen gerufen. Zarte Geistfinger dirigieren dann das Orchester in ihm. Die Welt feiert mit einer neuen Sinfonie in ihm Premiere.
Unser Talent zur inneren Musik fördern wir nur im äußeren Missklang. Jedes schräge Lied dieser Welt singen wir dann in Begleitung unserer inneren Stimmgabel. Wie Mücken tanzen die noch falschen Töne um ihren Summton, der sie verzaubert. Mit diesem Zauber auf den Lippen bewegen wir uns schrittweise und leicht swingend auf unseren inneren Violinschlüssel zu. Mit jeder Strophe übergeben wir unsere innere Bewegtheit an den Eindruck, welchen uns die derzeit tiefste Empfindung unseres Lebens hinterlassen hat. So erhellt sich unaufhörlich unser Verstand im Licht eines wachsenden Herzens.
Behauptet kohle



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