Weihnachtsmärchen,
mein Lebensstern führt mich durch viele Irrtümer und windige Gassen. Je dunkler die Nacht wird und je eisiger mich der Nachtwind zurückdrücken will, desto klarer leuchtet der Stern. Einerseits ist da die eisige Ablehnung dieser Welt zu meinem Weg. Zum anderen durchbricht das Sternenlicht die Verhüllungen vor meinen Augen. In jener Lebensnacht, als es mein Herz durchstieß, trat ich durch die Stalltür zu dem Kind in mir.
Die Augen dieser Welt konnten meinen jämmerlichen Anblick nicht ertragen und wandten sich ab. Um das Kind in mir waren weitere erbärmliche Gestalten versammelt. Sie besaßen nichts außer sich selbst. Und diesen Reichtum gaben sie dem Kind in mir. Es war unser Kind, denn wir hatten von nun an nichts mehr als dieses Kind. Das Kind strahlte sein Glück über unser Geschenk mit solch einer Freude aus, dass der ganze Stall in die Welt hinaus strahlte. Die Menschen spürten unsere Freude. Viele konnten jedoch nicht daran teilhaben. Sie trauten sich nicht dem Stern zu folgen, der ihnen ihren Weg weisen kann. Denn der Weg führt durch viele Irrtümer und windige Gassen. Ein eisiger Wind in den Gassen behindert den Weg zum Stall. Und in den Fenstern der Gassen winken Lichter, die den Reisenden aus dem klaren Sternenlicht in kultivierte Räume künstlicher Beleuchtung locken. Jedoch manchmal flackert die Beleuchtung. Dann wird der Reisende wieder unruhig. Er hört das Kind in sich weinen und sieht seinen Lebensstern blinken.
kohle



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