Blutsverwandschaft


In den Erläuterungen zu Vers 2 des Kapitels 3 der Bhagavad-Gita wird Arjuna als ein Blutsverwandter Krsnas bezeichnet. Voraussetzung dafür ist, dass Krsna mit seinem Herzen verbunden ist. Aus dem Herzen heraus kann das Blut von Krsnas Lichtstrahlung berührt und verändert werden. Die Blutsubstanzen ändern sich und reagieren anders auf die Drüsensekrete. In einem solchen Blutszustand ändern sich die Reaktionen auf Aggression, Angst, Leidenschaft usw.. Solch ein Mensch ist ein Blutsverwandter Krsnas. In diesem Blutszustand ändert sich der Zustand des Bewusstseins und das Leben. Aus diesem Zustand heraus handelte Arjuna nicht, als er entgegen innerer Erkenntnis seine Brüder auf dem Schlachtfeld nicht angriff.


Bei der Schlacht von Kurruksetra geht es nicht um die Moral von Krieg und Frieden. Die Beschreibung der Schlacht ist ein Gleichnis für den inneren Kampf eines Menschen, der die Blutsverwandtschaft Krsnas erlangt hat, gegen seine irdischen Bindungen an Verwandte, Freunde und andere Abhängigkeiten. H.P. Blavatsky schreibt in der „Stimme der Stille“: „Töte die Liebe zum Leben .... „ Dieser Kampf ist wirklich eine Schlacht mit uns selbst. Deshalb sendet Krsna uns ununterbrochen sein Licht. Nicht damit wir uns ein paar sonnige Stunden machen, sondern er rüstet uns mit seinem Licht für diese Schlacht aus. Soll denn mit der Liebe Krsnas die Liebe zum Leben getötet werden? Die Liebe zu diesem Leben ist Selbstliebe. Die Liebe Krsnas ist Nächstenliebe. In den Betrachtungen zu Kapitel 2, Vers 1 wurde irdisches Mitleid vom Seelenmitleid unterschieden. Die Betrachtungen zum Mitleid gelten ebenso für die Liebe. Zu dieser Unterscheidung ist ein Mensch erst fähig, der die Blutsverwandtschaft zu Krsna erreicht hat.


Meint kohlchen