Einsicht öffnet


Nach den Erläuterungen zu Vers 13 des Kapitels 2 der Bhagavad-Gita verlässt die individuelle Seele nach dem Tode die Persönlichkeit, durchlebt Läuterungsprozesse um dann wieder in eine geeignete, neu geborene Persönlichkeit zu reinkarnieren. Erst wenn die individuelle Seele mit Hilfe ihrer bewohnten Persönlichkeiten ihre irdischen Anhaftungen abgelegt hat, kann sie aus dem karmischen Kreislauf von Geburt und Tod aussteigen. Der Umstand, dass die individuelle Seele sich in Körperlichkeit und Materie verfangen hat, wird mit ihrer Zuneigung zur Materie erklärt. Erst wenn sie sich wieder von diesen Verbindungen löst, erlangt sie ihre ursprüngliche göttliche Freiheit zurück.


In Kapitel 14 wird erläutert, dass hierzu eigene Einsicht in Krsnas Lehren erforderlich ist. Das Wort Krsnas wird durch befreite Seelen an die Menschen herangetragen, deren individuelle Seele danach ruft. Die Gemeinschaft dieser befreiten Seelen umspannen als Überseele die Welt und dienen dem Werk Krsnas unpersönlich. Diese Seelen haben die Widerstände überwunden, welche die bedingten Seelen auf der Erde noch gefangenhalten. Sie haben aufgrund ihrer abgeschlossenen Erfahrung eine Bresche durch die verschiedenen Widerstände gefahren. Wem diese spirituelle Hilfe gereicht wird, erfährt ihr Mitleid als Trost- und Gnadenkraft für jeden seiner Erfahrungsschritte. So kann das Licht Krsnas menschenverträglich empfangen werden. Nach jedem so gegangen Schritt erhält der Krsna-Anhänger so den Trost für seine Unannehmlichkeiten. Für den nächsten Schritt bekommt er die Gnade neuer Kraft. Voraussetzung ist, dass der betreffende Mensch ausgerichtet auf die Hilfe Krsnas bleibt und sich Unannehmlichkeiten auf dem Weg stellt.

Das Gespräch Krsnas mit Arjuna, von welchem die Bhagavad-Gita spricht, ist solch ein Trost- und Gnadenspender. Diese Hilfe kommt jenen zu, deren individuelle Seele befreit werden will und welche die Hand ergreifen (können), die ihnen durch die Bhagavad-Gita hindurch gereicht wird.


Die Herrlichkeit eines Lebens im Licht Krsnas weiß nur unsere individuelle Seele. Unsere menschlichen Widerstände dahin lesen wir in der Bhagavad-Gita, wenn Krsna seinen Schüler auffordert, seine Verwandten zu töten. Wer für dieses Verständnis, dem Ruf der individuellen Seele folgt, wird seine Antwort durch die geschilderten Hilfen erfahren können.


In Kapitel 15 wird erklärt, dass der Weg eines Krsna-Anhängers wie bei jedem Menschen durch Leid und Freud. Diese Schwankungen werden in der Hilfe Krsnas ertragen. Durch Trost und Gnade stört sich der nicht daran, er überwindet


Meint kohlchen