Sehr geehrte Damen und Herren, liebe imaginäre Mitleserschaft
Heute möchte ich Euch nun mein alltägliches Ritual vorstellen.
Der Sinn und Zweck, das Ziel dieses Rituales ist es, meine Weltanschauungsfragen, die sich meinem Gehirn (das sind die grauen Windungen mit dem Mandelkern, die linke und rechte Gehirnhälfte, zusammengewachsen wie siamesische Zwillinge) manchmal stellen, zu betrachten und um Antworten zu ersuchen.
Die Methode ist folgende: Ich häng mir ne marokkinische Landesflagge verkehrtrum an die Wand und bewege mich selbst auf die gegenüberliegende Seite. Dort mach ich nen Kopfstand oder lass einen Karabinerhaken, den ein Fußkettchen um meinen Knöchel ziert an der Blumenampel einrasten. Dann guck ich mir die Welt von so rum an, schaukle ein wenig umher bis ich mich hochschwinge, den Haken ausraste und in Form einer gekonnten Rückwärtsrolle mit beiden Füßen wieder auf dem Erdboden lande.
Der wirklich positive Nebeneffekt während dieses Rituales ist, dass sich die Wangen erröten, weil ja das Blut ins Hirn steigt oder hinabsinkt (je nach dem, wie man das sehen möchte) und nebenher auch noch die Rückenwirbel auseinandergezogen und somit entspannt und entlastet werden. Jedenfalls fühl ich mich danach immer supertoll und mein Blutkreislauf (in der bio-logischen Anschauung des gläsernen Menschen die roten und blauen Verzweigungen und Verästelungen) dankt es mir auch.
Wie gefällt Euch mein alltägliches Ritual, welches ich von 12 Uhr bis mittags celebriere?
Liebe Grüße
Paulina



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