Betrachtung der Seele
Vers 28 des Kapitels 2 der Bhagavad-Gita lautet:
„Einige betrachten die Seele als wunderbar; einige beschreiben sie als wunderbar, und einige hören, sie sei wunderbar, wohingegen andere, selbst nachdem sie von ihr gehört haben, sie überhaupt nicht verstehen können.
Getäuscht von materiellen Werten befassen wir uns mit der Befriedigung unserer Sinne. Für unser eigenes Verständnis nehmen wir uns wenig Zeit. Ohne dieses Selbstverständnis finden wir jedoch keinen Lebenssinn. Das Verständnis zu unserer Seele muss selbst gelebt und erfahren werden. Die Beschreibung der Beziehungen der Seele in Schriften und Vorträgen ist hilfreich, reicht aber als passive Beschäftigung nicht aus. Die Ablenkung unseres inneren Focus durch unsere Sinne ist einfach zu groß.
Eine Betrachtung der Seele kann nur in innerer Neutralität erfolgen, wenn die Sinne nicht dazwischen funken. Diese Neutralität stellt sich nur in der Stille und in der Atmosphäre eines reinen Ätherfeldes ein. In der Natur empfinden wir diese Reinheit. Kirchen werden zu diesem Zweck bereits mit der Grundsteinlegung und beim Bau durch Einweihung polarisiert, damit reine Äther angezogen werden. Diese Reinigung wird später rituell aufrechterhalten. In Ausrichtung auf Krsna polarisiert der Mensch bereits sein Ätherfeld und das seiner Umgebung.
Unter diesen Voraussetzungen ist eine Betrachtung der Seele möglich. Die Betrachtung erfolgt weder über die Sinne noch über ausschmückende Gedanken. Allein das Bewusstsein betrachtet den Dialog mit der Seele. In diesem Seelenbewusstsein findet der Dialog zwischen Hermes Trismegistos und Pymander (der Seele) statt. Die Psalmen Davids sind ebenfalls solche Betrachtungen. Nur ein Gebet im Betrachtungszustand der Seele führt zu Gott. Schalten sich in diese Betrachtung Vorstellungen der Sinne und Gedanken ein, so krümmt sich das Seelenbewusstsein in Richtung Persönlichkeitsbewusstsein.
Der Krsna-Anhänger richtet anfangs seine Persönlichkeitsbewusstsein (etwas anderes kennt er noch nicht) auf Krsna aus und chantet. Analog dazu richtet der Christ sein tägliches Leben auf die Gott aus, indem er seiner Glaubenslehre folgt und betet. So kann das Herz rein werden und das Seelenbewusstsein, Christus / Krsna in ihm wachsen.
Meint kohle



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