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Thema: trascend time - Leere?

  1. #1
    Default
    Gast

    trascend time - Leere?




    Ein wenig Philosophie wieder einmal?


    To meditate is to trascend time. Time is the distance that thought travels in its achievements. The travelling is always along the old path covered over with a new coating, new sights, but always the same road, leading nowhere – exept to pain and sorrow.

    It is only when the mind transcends time that truth ceases to be an abstraction. Then bliss is not an idea derived from pleasure but an actuality that is not verbal.

    The emptying of the mind of time is the silence of truth, and the seeing of this is the doing; so there is no division between the seeing and the doing. In the interval between seeing and doing is born conflict, misery and confusion. That which has no time is the everlasting.

    The Second Penguin Krishnamurti Reader

    Kapitel: The Only Revolution, Seite 132



    _____________________________________


    David Bohm: Was ist es dann, das Sie zu weiterem Forschen treibt?


    K: Mein Forschen gilt der Beendigung des Konflikts.



    B: Dann müssen wir damit vorsichtig sein. Es kann leicht passieren, daß wir Hoffnung auf Beendigung des Konflikts erwecken.



    K: Nein, nein, es gibt keine Hoffnung. Ich mache dem ein Ende. Im Augenblick, in dem ich das Wort Hoffnung einbringe, entsteht eine Vorstellung von Zukunft.


    Am Schluß stellt Krishnamurti die Frage: „Bin ich gewillt, mich der absoluten Leere zu stellen?“ (224) Diese Frage ist absurd, denn wenn es eine absolute Leere gäbe, gäbe es kein „Ich“, das sich zu stellen braucht, und keinen Willen, der mich zu irgend etwas antreibt, denn es gäbe ja weder mich noch irgend etwas anderes. Es gäbe nur die Leere. Warum und wie sollte die Leere irgend etwas hervorbringen?


    Die Monisten vermögen nicht, zwischen materiellem Ego und spirituellem Selbst zu unterscheiden. Was sie präsentieren, ist eine fahrlässige Verwechslung von Identität und Identifikation: „Verlangen und Denken sind Teil des ‚Ich‘, das Zeit ist. Wenn Verlangen und Zeit aufgehört haben, dann ist da absolut nichts ...“ (36) „Meine Aufgabe besteht darin, die Dunkelheit zu erkennen, zu sehen, daß es das Denken ist, das die Dunkelheit erzeugt, und das Selbst als den Verursacher der Dunkelheit zu erkennen.“ (153)

    http://www.armin-risi.ch/html/AP_Urknall.htm






    Es gibt mehrere Leute, die auf die Suche nach sich selbst gegangen sind, aber jedoch ins Leere geblickt haben:


    Den Nachgeborenen


    Ich gestehe es:

    Ich habe keine Hoffnung.

    Die Blinden reden von einem Ausweg.

    Ich sehe.


    Wenn die Irrtümer verbraucht sind

    Sitzt als letzter Gesellschafter

    Uns das Nichts gegenüber.

    (Berthold Brecht, dt. Schriftsteller, 1898-1956)


    ___________________________________


    Ein menschliches Wesen ist ein Teil des Ganzen, das wir Universum nennen, ein durch Raum

    und Zeit begrenzter Teil. Es erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als etwas

    von allem anderen Getrenntes - eine Art optische Täuschung seines Bewußtseins.

    Albert Einstein, Physiker (1879-1955)


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    Das System schaut ins NICHTS

    auf der Suche nach sich selbst

    Heinrich Badhofer

    http://www.physik.as/


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    Keiner glaubt mir, was geschah:

    Ich sah `nen Mann der war nicht da.

    Auch heute bog er nicht ums Eck,

    o Gott ich wünsch`t er wär schon weg.

    (Deutsche Volksweise)

    (aus dem Gedächtnis zitiert von R.A. Wilson, weiß nicht mehr welches Buch)


    ___________________________________


    Einer seiner Schüler kam eines Tages zu Buddha. „Ich habe ein Problem mit meinem Ego", sprach er, „kannst du mir helfen?" Buddha sprach: „Schon möglich, - Zeig her dein Ego!" Der Schüler meditierte eine Weile, dann sagte er: „Zu dumm, ich kann mein Ego gerade nicht finden". Daraufhin meinte Buddha: „Ich hoffe du lernst daraus. Bleib auf der Suche!"

    (Reflektiert und destilliert, eigentlich fast abgeschrieben aus „Die Reden des Buddha“ Reclam 6245)


    ___________________________________




    Vielleicht zwischendurch einmal als Witz:


    Ein Philosoph und ein Pfarrer streiten sich darum, welcher der beiden von ihnen vertretenen Disziplinen der höhere Rang zukomme. Spöttisch meint der Pfarrer: "Philosophie ist, als ob jemand in einem dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die es gar nicht gibt." Darauf antwortet der Philosoph: "Theologie ist, als ob jemand in einem dunklen Raum ebenfalls mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist und plötzlich ruft: "Ich hab sie!..."


    ___________________________________


    Und nun meine persönliche Interpretation, eher aus der Esoterik heraus und als Kritik an der Esoterik gedacht:


    Du sprichst von der Idee, das Ego zu reduzieren. Wenn ich Dir vorschlagen würde, eine Sache, die nicht existiert, zu verkleinern oder zu vergößern, dann würdest Du mich zweifellos für verrückt erklären! Es drängt sich der Verdacht auf, daß man uns hier vor eine unlösbare Aufgabe gestellt hat, um uns von Ewigkeit zu Ewigkeit unsere wertvolle Zeit zu stehlen. Ich nehme an, Du verstehst, was für einen abermakaberen Witz man sich mit uns erlaubt.




    Spricht man nicht vom Spiegel der Seele? Für mich ist die Seele tatsächlich ein Spiegel, dem nur dann etwas Individuelles anhaftet, wenn er nicht geputzt oder verkratzt wird.


    ___________________________________


    Ist das richtig? Wenn ja, warum kann man das so schlecht verständlich machen?

    Kennt jemand weitere Beispiele, Aspekte, Argumente oder zusätzliche Beleuchtungen?

    (Ach ja, eine Geschichte gab es da noch, vor langer Zeit hier: Wissenschaft + Bhagavad Gita)


    freundliche Grüße







    Tatsache ist, daß der Denker selber Gedanke ist. Es gibt keinen Denker ohne

    Gedanke.





    Che Gedankvara, äh...nein,


    Jiddu Krishnamurti aus: Fragen und Antworten und sein Gespräch mit

    David Bohm (Schüler Einsteins übrigens) über das Erwachen der Intelligenz

    (Goldmann, 11753)







  2. #2
    kohle
    Gast

    Re: trascend time - Leere?


    Hallo Default,


    schöne Gedanken hast Du. Meine Simulationen dazu:


    >Ein wenig Philosophie wieder einmal?

    >To meditate is to trascend time. Time is the distance that thought travels in its achievements. The travelling is always along the old path covered over with a new coating, new sights, but always the same road, leading nowhere – exept to pain and sorrow.

    >It is only when the mind transcends time that truth ceases to be an abstraction. Then bliss is not an idea derived from pleasure but an actuality that is not verbal.

    >The emptying of the mind of time is the silence of truth, and the seeing of this is the doing; so there is no division between the seeing and the doing. In the interval between seeing and doing is born conflict, misery and confusion. >That which has no time is the everlasting.

    >The Second Penguin Krishnamurti Reader

    >Kapitel: The Only Revolution, Seite 132

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    >David Bohm: Was ist es dann, das Sie zu weiterem Forschen treibt?

    >K: Mein Forschen gilt der Beendigung des Konflikts.


    >B: Dann müssen wir damit vorsichtig sein. Es kann leicht passieren, daß wir Hoffnung auf Beendigung des Konflikts erwecken.


    >K: Nein, nein, es gibt keine Hoffnung. Ich mache dem ein Ende. Im Augenblick, in dem ich das Wort Hoffnung einbringe, entsteht eine Vorstellung von Zukunft.

    >Am Schluß stellt Krishnamurti die Frage: „Bin ich gewillt, mich der absoluten Leere zu stellen?“ (224) Diese Frage ist absurd, denn wenn es eine absolute Leere gäbe, gäbe es kein „Ich“, das sich zu stellen braucht, und keinen Willen, der mich zu irgend etwas antreibt, denn es gäbe ja weder mich noch irgend etwas anderes. Es gäbe nur die Leere. Warum und wie sollte die Leere irgend etwas hervorbringen?


    Diese Frage taucht ja VOR der Auflösung in die Leere auf. Etwa so, “Bin Ich gewillt, meine Lichter (Gedanken) zu löschen? Loszulassen? Bin ich GEWILLT, muss gefragt werden. Ohne ein inneres “Ja” lehnt sich “ICH” dagegen auf.


    >Die Monisten vermögen nicht, zwischen materiellem Ego und spirituellem Selbst zu unterscheiden. Was sie präsentieren, ist eine fahrlässige Verwechslung von Identität und Identifikation: „Verlangen und Denken sind Teil des ‚Ich‘, das Zeit ist. Wenn Verlangen und Zeit aufgehört haben, dann ist da absolut nichts ...“ (36) „Meine Aufgabe besteht darin, die Dunkelheit zu erkennen, zu sehen, daß es das Denken ist, das die Dunkelheit erzeugt, und das Selbst als den Verursacher der Dunkelheit zu erkennen.“ (153)

    >http://www.armin-risi.ch/html/AP_Urknall.htm


    super


    ___________________________________

    >Vielleicht zwischendurch einmal als Witz:

    Ein Philosoph und ein Pfarrer streiten sich darum, welcher der beiden von ihnen vertretenen Disziplinen der höhere Rang zukomme. Spöttisch meint der Pfarrer: "Philosophie ist, als ob jemand in einem dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die es gar nicht gibt." Darauf antwortet der Philosoph: "Theologie ist, als ob jemand in einem dunklen Raum ebenfalls mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist und plötzlich ruft: "Ich hab sie!..."


    Sehr gut

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    >Und nun meine persönliche Interpretation, eher aus der Esoterik heraus und als Kritik an der Esoterik gedacht:

    >Du sprichst von der Idee, das Ego zu reduzieren. Wenn ich Dir vorschlagen würde, eine Sache, die nicht existiert, zu verkleinern oder zu vergößern, dann würdest Du mich zweifellos für verrückt erklären! Es drängt sich der Verdacht auf, daß man uns hier vor eine unlösbare Aufgabe gestellt hat, um uns von Ewigkeit zu Ewigkeit unsere wertvolle Zeit zu stehlen. Ich nehme an, Du verstehst, was für einen abermakaberen Witz man sich mit uns erlaubt.


    Sich selbst zu reduzieren, ist eine unlösbare Aufgabe, wenn sie als Idee aus dem Ego kommt. Tiefgreifende Erfahrung ist erforderlich, um diese Aufgabe als Einsicht zu erhalten. Es ist die Erfahrung des Johannes im Neuen Testament (oder war es Paulus?):” Ich muss weniger werden, doch der andere in mir muss wachsen”. Dieser “andere” ist geistiger Art, sei es als Jesus, AUM, tausendblättrige Lotusblüte, Krsna, Balder (aus dem germanischen) o.ä. Dieses “andere” leitet den Prozess der Selbstübergabe an das “Nichts”. “Nichts” ist kein logischer Bruch. “Nichts” ist lediglich von jeder menschlichen Vorstellung getrennt, mental getrennt. Es ist selbst erfahrbar aber nicht übertragbar. Die Eingeweihten aus Religion und Esoterik liefern uns Vorstellungen, die uns an UNSERE Grenze zum “Nichts” führen können. Jeder versteht sie mit seinen Filtern. Das Ego folgt diesen Vorstellungen mit Ablehnung oder Einsicht, je nach Reife. Das Ego will das Licht aus den Vorstellungen HABEN. Es braucht viele Erfahrungen, bis das Ego einsehen kann, das es sich selbst dem Licht, das ins “Nichts” führt, übergeben soll, ihm folgen, dienen soll. Der Antrieb zu dieser Selbstübergabe folgt nicht aus dem Ego, sondern aus einer Ur-Erinnerung, die sich nach der Einheit mit dem “NICHTS” zurücksehnt. Diese Urerinnerung kann jedoch nur mit dem Ego hervorgeholt und bewusst werden. Schließlich ist sie auch durch das Ego vergessen worden.




    >Spricht man nicht vom Spiegel der Seele? Für mich ist die Seele tatsächlich ein Spiegel, dem nur dann etwas Individuelles anhaftet, wenn er nicht geputzt oder verkratzt wird.

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    >Ist das richtig? Wenn ja, warum kann man das so schlecht verständlich machen?


    Du kannst es mit Deiner ganzen Intention und Überzeugung ausstrahlen. Wenn das Bewusstsein Deiner Leser anders getunt ist, selektieren sie und verstehen anders. Das ist auch gut so. Denn auch hier gilt, ohne ein inneres Ja, lehnt sich “Ich” dagegen auf.


    >Kennt jemand weitere Beispiele, Aspekte, Argumente oder zusätzliche Beleuchtungen?


    Es gibt unendlich viele davon, die das “NICHTS” ablehnen.


    In diesem Sinne: Ich glaube an “NICHTS”


    Meint kohlenopa



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