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Thema: Theopathie

  1. #1
    kohle
    Gast

    Theopathie


    Beitrag aus einem anderen Forum.


    "Kampf der Kulturen"



    Theopathie - Das Erleiden Gottes nimmt kein Ende

    Von Chefarztfrau | 8. November 2006 | 16:12


    Ein Blick in die historischen Patientenakten genügt um festzustellen, Religion ist eine äußerst gefährliche Erkrankung des Verstandes. Besonders der Monotheismus biblischer Lesart hat für die Infizierten und ihre Mitmenschen regelmäßig tödliche Folgen.


    Fehlende Krankheitseinsicht ist eines der Hauptsymptome der derzeit wieder grassierenden Seuche. Das zweite Grundsymptom ist eine moralische Enthemmung, die die Opfer zu Übergrifflichkeiten und brutalster Raserei gegenüber sich selbst und anderen zwingt.


    Bisher konnte die Erkrankung nicht organisch nachgewiesen werden. Erst jüngste Erkenntnisse der Neurologie sind der Wurzel des/allen Übels auf der Spur. Die Schläfenlappen-Epilepsie hat einen bemerkenswerten Nebeneffekt. Bei einigen Patienten löst sie religiöse Halluzinationen aus. Professor Ramachandran, der Leiter des "Centre for Brain and Cognition" an der Universität von Kalifornien in San Diego, hält es für möglich, dass die Erscheinungen von Propheten und Aposteln von dieser Krankheit ausgelöst wurden. Ramachandrans Patienten berichteten über verblüffend ähnliche Visionen, die sie während ihrer Anfälle erlebten. Musste die Medizin die Theopathie bisher noch als ein rein abstraktes Krankheitsgeschehen beschreiben, lässt sich das Leiden nun in eine spezielle Hirnregion verorten. So ist die aufgeklärte Wissenschaft dem ersten naturwissenschaftlichen Gottesbeweis auf der Spur. Gott befindet sich vermutlich im Schläfenlappen (Lobus temporalis) - und da sollte er auch besser bleiben.

    Was passiert, wenn das Gott-Syndrom den Lobus temporalis verlässt und die Handlungen seiner Träger beeinflusst, schildert Richard Dawkins eindrücklich in seinem Film „The Root of all Evil. (Vorsicht das Werk ist englischsprachig. Sie müssen also „in Zungen reden", um den Inhalt sprachlich zu erfassen.)


    Wenn man/frau das Krankheitsbild „Gott" und die durch diesen Wahnsinn ausgelösten Katastrophen in ihrem Zusammenhang betrachtet, verliert sich jede Toleranz gegenüber der hierzulande praktizierten „Religion-Light. Da erscheinen Kopftuch-Prozesse, stoibersche Rufe nach einer Verschärfung des §166 und pastorale Selbstverbrennungen in einem existenzbedrohlichen Licht. Nur ein geringfügiger Anstoß reicht aus, um aus der latenten Theopathie auch im relativ aufgeklärten Europa wieder eine lebensbedrohliche Erkrankung zu machen. Ein paar ökonomische Bedrängnisse mehr, dazu noch ein großer islamistischer Terroranschlag und schon gewinnt das Irrationale erneut die Oberhand.


    Leute die ernsthaft an die jungfräuliche Geburt Jesu glauben, Schülern den Kreationismus als "Intelligentes Design" verkaufen wollen und uns schließlich sogar mit ihrer „Nächstenliebe" bedrohen, haben nichts an Schulen und Kindergärten zu suchen.

    Stammvater Moses schickt uns Ungläubigen folgende Drohung durch die Jahrtausende, Bibel 31 ff: „So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben." Ich fürchte das ist bis heute keine leere Versprechung.


    Chefarztfrau




    Link des Originalbeitrags:


    http://politik.germanblogs.de/archiv...h.htm#fulltext




  2. #2
    kohle
    Gast

    meine Meinung dazu


    Meine Meinung dazu:


    Was hier als Krankheit beschrieben wird ist Besessenheit durch eine Störung des Unterbewusstseins. Sie entsteht dadurch, dass das Licht aus unserem Herzen nicht in unser Haupt sondern in unser Unterbewusstsein strahlt.


    Das Licht in unserem Herzen wird geboren, wenn die Kräfte aus dem Milz-Leber-System, dem sogenannten Sonnengeflecht oder den unteren Chakren nicht mehr in unserem Leben dominieren. Dann übernimmt das Herz-Chakra oder christlich ausgedrückt der Christus in uns oder allgemein ausgedrückt das Licht in uns die Lebensführung. Dies ist ein enormer Bewusstseinssprung.


    Sehr viele Esoteriker und –theisten glauben, dass sie aufgrund dieser Änderung ihrer Probleme enthoben werden. Das ist keinesfalls so. Zunächst einmal ist zu unterscheiden,

     ob ein Mensch dieses Licht durch bewusstes Leben aus 1. Hand erhalten hat, z.B. durch Karmaabbau oder ein Leben nach den Geboten religiöser Gesetze.

     oder ob ihm das Licht durch Okkultismus (Meditation, Gebet, Channeling usw.) aus 2. Hand gereicht wurde.


    Im 1. Fall ist das Unterbewusstsein allein schon durch die besondere Lebenshaltung merklich gereinigt. Das Licht passt sich dem jeweiligen Lebenszustand, insbesondere der Psyche an. Im zweiten Fall wird das Licht künstlich durch Methode aufrecht erhalten. Der Mensch ist von der Methode abhängig. Nur die Methode schafft künstlich Raum für das Licht.


    Unabhängig von ihrer Qualität und Herkunft drängen beide Lichter das Zentrum des Menschen, das Gehirn zu erreichen. In den östlichen Religionen wird dies als Aufstieg der Kundalini von Herzchakra bis zum Scheitelchakra beschrieben. Im Christentum wird dieser Weg als der Weg von Bethlehem/Jerusalem nach Golgatha beschrieben.


    Psychologisch bedeutet es, dass das Licht der Seele jeden Winkel unseres Unterbewusstseins ausleuchtet. Reines Seelenlicht wird uns immer zum Ausklingen unserer psychischen Reaktionen aufrufen. Gespiegeltes Seelenlicht (aus dem Jenseits) wird uns zu bestimmten Reaktionen drängen, im schlimmsten Fall zu Zombies machen. Aber auch das reine Seelenlicht bedarf unserer Mitwirkung. Wenn wir uns von der inneren Stimme abwenden (warum auch immer), bleibt auch dieses Licht im Unterbewusstsein stecken und wirft Schatten auf unseren Verstand. Dann können Halluzinationen entstehen, wie sie beschrieben wurden. Dann können beispielsweise die Bildspeicher unserer Sehorgane Erscheinungen in unseren Verstand projizieren. So werden dann auch die Botschaften aus den heiligen Schriften in alle Richtungen verzerrt.


    Deshalb lege ich den Menschen nahe, sich lediglich auf ihr Allerinnerstes zu besinnen. Dieses Allerinnerste ist vorstellungslos und entzieht sich deshalb schon den Sinnestäuschungen. Es ist aber durch das Bewusstsein erlebbar.


    So ist also nicht Gott eine Krankheit, sondern die Imitation Gottes. Dies auch wieder als Hinweis darauf, dass es heutzutage durchaus nicht einfacher ist, zu Gott zu finden.


    Um Gott zu finden, werden wir auf uns allein zurückgeworfen. Da sind wir ebenso einsam (aber nicht verlassen) wie bei Tod und Geburt. Aber erst diese Einsamkeit gibt uns treffsicheres Unterscheidungsvermögen.


    Meint


    kohli



  3. #3
    Default
    Gast

    Re: meine Meinung dazu


    Hallo kohle,


    guter Kommentar, super.

    Wobei allerdings das, was du ansprichst, nur Wirklichkeit werden kann, wenn das “Ich” verschwunden ist, und zwar nicht deshalb, weil wir so großartig sind, daß wir das für immer überwunden haben, sondern eher, weil wir durchschaut haben, daß es eine Art Fake ist.

    Und das ist es, was mir bei diesem Theopathie-Artikel besonders aufgefallen ist: Die Vorstellung von Gott ist etwas völlig anderes, als eine Wirklichkeit von Gott.


    In diesem Zusammenhang möchte ich darauf verweisen, daß das gewöhnliche Alltags-Christentum einen Gott bevorzugt, der nicht da ist, denn die stellen sich vor, daß ein Gott in 7 Tagen die Welt erschaffen hat, und dann gegangen ist, um dieses "Uhrwerk" sich selbst zu überlassen. Außerdem stellt man sich diesen Gott üblicherweise außerhalb des Universums oder hinter den Dingen vor.


    Es gab auch früher schon so ähnliche Geschichten, als Anarchie gemeint und auf einer Anarchie-Seite steht es:


    Unter allen Geisteskrankheiten, welche "der Mensch in seinem dunklen Drange" sich systematisch in den Schädel impfte, ist die Gottespest die allerscheußlichste. Wie alles eine Geschichte hat, so ist auch diese Seuche nicht ohne Historie .....(Übrigens ein Augsburger, der Johann Most )


    freundliche Grüße


    ______________________________________________


    Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht.

    (Albert Schweitzer, dt. Theologe, Mediziner & Phil., 1875-1965)



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