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Thema: Verlorene und wiedergeborene Sprachen

  1. #1
    annwn
    Gast

    Verlorene und wiedergeborene Sprachen


    Ich musste beim Lesen des Beitrags von kohle

    "das 1. Wort und die vielen anderen" eine Weile

    darüber nachdenken, wie viel wir verlieren,

    wenn eine Sprache verschwindet.


    Wenn eine Sprache verloren geht, verlieren wir mit ihr auch eine

    Seins- und Erkenntnislehre, die Wahrnehmungsvielfalt dieser Menschen

    und eine ganze, menschliche Bibliothek an Perspektiven, Wissen und

    Weisheiten.


    Ich las vor einiger Zeit, das wir jeden Tag ein wahnsinnige Zahl an

    Sprachen verlieren und es ist für mich ziemlich schwer diesen Statistiken

    zu glauben.


    Aber genau wie bei Kulturen und allem in der Natur,

    ist nichts für immer verloren, und kann wiedergeboren werden.

    Wir können die verlorenen Sprachen reinkarnieren,

    indem wir wieder intimere, vertraute Beziehungen mit

    unseren Umgebungen etablieren.


    Ich habe das bereits begonnen und kenne mitlerweile viele,

    die das auch tun, sei es in Gesang oder Poesie. Mir gefällt

    diese Idee so sehr! Einfach die lebende Welt zu fragen, wie

    sie genannt werden will, und dann die lebende Welt einfach

    durch uns sprechen zu lassen.


    Wenn ich mir dies mit einer kleinen Gruppe vorstelle,

    in der genug Menschen sich dem widmen... könnte eine

    ganz neue Sprache geformt werden, vollständig kanalisiert

    von der Lebensregion dieser Gruppe.

    Was wirklich klasse an dieser Idee ist,

    ist das es zu den Anfängen unserer Sprache zurückführt.

    Zum Ursprung der Sprache.


    Wie würdet ihr das nennen,

    "Lebensregionale Wieder-Besprachung" ? klingt doof :-)

    Aber es würde ähnlich der Wieder-Bewilderungs-Bewegung sein,

    nur mit menschlichem Denken. Und Kommunikation.

    Es würde außerdem den Menschen dabei helfen einen Weg

    des Denkens und Empfangens einzuschlagen,

    der perfekt an ihren Lebensraum angeschlossen ist.


    Die Worte zu empfangen scheint einfach genug,

    wenn wir einen offenen, intuitiven Dialog zwischen uns

    und unseren Umgebungen schaffen,

    aber das Interessante daran ist, wie die Worte sich

    untereinander in Bedeutung verbinden würden.

    Oder wie sich Sätze formen würden.

    Ich schätze diese Satzstrukturen würden anfangen

    eine Perspektive zu reflektieren,

    die von der Art und Weise, wie wir uns zu unseren

    Lebensregionen selbst beziehen, herrührt.


    Es ist erstaunlich was passiert,

    wenn ich mich einfach öffne und der Erde erlaube

    durch mich zu sprechen, sich meiner Stimme zu bedienen.


    Es ist eine sehr schöne Sprache!




    annwn

  2. #2
    annwn
    Gast

    Pfeifsprachen


    schon älter, aber interessant..


    Canary Island whistles again


    "It's practically a language in itself - just like Castilian Spanish - but it relies on tones rather than vowels and consonants," Dr Rivero stated.


    "The tones are whispered at different frequencies, using Spanish grammar. If we spoke English here, we'd use an English structure for whistling.


    "It's not just disjointed words - it flows, and you can have a proper conversation."


    http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/3241128.stm


    Soweit mir bekannt, hatten auch die Mazateken eine Pfeifsprache,

    und irgendwo in China wird auch noch eine praktiziert. *zwitscher* :-))



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