TAO 82, Selten sich äußern
"Wer sich nicht in Worte verliert,
Dessen Worte haben Gewicht.
Ein Wirbeisturin wütet keinen ganzen Morgen.
Ein Wolkenbruch dauert keinen ganzen Tag.
So wie diese Äußerungen von Himmel und Erde
Von kurzer Dauer sind,
So seien es die der Menschen.
Denn mehr als Äußerung
Ist Innewerdung.
Wer sich dem Tao hingibt,
Wird eins mit dem Tao.
Wer sich der Kraft widmer,
Wird eins mit der Kraft.
Wer sich Äußerlichkeiten hingibt,
Wird von wechselhaften Äußerlichkeiten bestimmt.
Wer mit dem Tao eins wird,
Dem dient das Tao willig.
Wer mit der Kraft eins wird,
Für den ordnet sich alles von selbst.
Wer mit Äußerlichkeiten eins wird,
Für den herrscht ewiger Mangel.
Denn: Woran du auch glaubst, du wirst es finden!“
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Gedanken hierzu:
„Wer sich nicht in Worte verliert,
Dessen Worte haben Gewicht.
Ein Wirbeisturin wütet keinen ganzen Morgen.
Ein Wolkenbruch dauert keinen ganzen Tag.
So wie diese Äußerungen von Himmel und Erde
Von kurzer Dauer sind,
So seien es die der Menschen.“
Unsere Stimme ist Ausdruck unseres Kehlkopfchakras. Dieses entladen sich Spannungen zwischen Herz und Kopf. Äußere Stille wird Ausdruck innerer Stille.
„Denn mehr als Äußerung
Ist Innewerdung.“
Innehalten und Stille sein erfordern ein Auflösen der Gedanken. Wo Gedanken sich auflösen, da löse ICH mich auf. Denn außerhalb meiner Gedanken existiert ICH nicht. Deshalb ist das Innewerden mit abgrundtiefer Angst verbunden.
„Wer sich dem Tao hingibt,
Wird eins mit dem Tao.
Wer sich der Kraft widmet,
Wird eins mit der Kraft.“
Hingabe an Tao ist ein Überwindungsprozess. Die Sehnsucht nach dieser Kraft muss in mir bereits glühen. Ohne diese Sehnsucht bleibt TAO in mir erloschen und wird von der abgrundtiefen Angst umschlossen und in diesem Leben unwirksam.
Wer sich Äußerlichkeiten hingibt,
Wird von wechselhaften Äußerlichkeiten bestimmt“
Dies ist dann der Fall, wenn die Angst vor der Stille nicht überwunden wird.
„Wer mit dem Tao eins wird,
Dem dient das Tao willig.
Wer mit der Kraft eins wird,
Für den ordnet sich alles von selbst.
Wer mit Äußerlichkeiten eins wird,
Für den herrscht ewiger Mangel.
Die Überwindung der Angst kann nur in TAO erfolgen. Es ist aller Quell und ohne zeiträumlichen Beginn oder Ende. TAO ist keine Religion, jedoch in jeder Religion enthalten – wie die unaussprechliche Wahrheit.
„Denn: Woran du auch glaubst, du wirst es finden!“
Das gilt für jede Religion
meint
Kohle



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