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Thema: Der weibliche Quell

  1. #1
    kohle
    Gast

    Der weibliche Quell


    Der weibliche Quell


    In Vers 40 des Kapitel 1 der Bhagavad-Gita heißt es, wenn Irreligiosität in der Familie vorherrscht, verderben die Frauen der Familie, und wenn die Frauen entarten, entsteht ungewollte Nachkommenschaft.


    Dieser Vers könnte so verstanden werden, dass dort, wo Frauen fremdgehen oder mit Männern unehelich zusammenleben, ungewollt Kinder geboren werden. Im Westen herrschen solche Voraussetzungen und die Religiosität ist hier zurückgegangen. Eine Schwangerschaft kann hier medizinisch manipuliert werden. Die Ursachen hierfür liegen in der Irreligiosität von Männern und Frauen.

    Unter Religiosität verstehe ich die Hinwendung zu Krsna. Diese innere Verbindung wird über das Herz aufgebaut. Ein auf diese Weise religiöser Mensch fühlt sich vom Krsna-Licht berührt und spürt dessen Kraft und Trost in seinem körperlichen und geistigen Befinden. Solch ein reales Erleben ist religiöser Glaube. Dieser Glaube ist nicht dem Fürwahrhalten gedanklicher Spekulationen zu verwechseln.


    Dieser Glaubensprozess hängt nicht von den familiären Verhältnissen ab und kann in jedem Menschen stattfinden. Entscheidend ist hierfür der Zustand unseres Herzens. In ihm liegt die Fähigkeit verborgen, sich der Gnade Krsnas zu öffnen. Nach der chinesischen Ying-Yang – Philosophie gehört das Herzbewusstsein zum weiblichen Prinzip und das Verstandesbewusstsein zum männlichen Prinzip. Bei jedem Menschen, gleich ob Mann oder Frau, bestimmen beide Quellen das Handeln. Das Herz als empfangendes weibliches Prinzip wird vom Liebesstrahl Krsnas berührt. Der Verstand als schöpferisches männliches Prinzip setzt diese intuitive Kraft in Gedanke, Wille und Tat um. Wird unser Herz jedoch von der Lichtschnur Krsnas abgenabelt, so entsteht Irreligiosität in uns und das Herz verdirbt in den psychischen Energien von Angst und Begierde. Daraus entstehen ungewollte Handlungen, die unser Herz noch weiter vom Licht Krsnas trennen. Wird unser Herzbewusstsein völlig vom Verstand abgeschnitten, so leben wir nur noch aus den Reizen unserer Sinne und Gedanken. Dann kann gesagt werden, dass der Verstand der Schlächter des Herzens ist.


    Dies Zusammenhänge werden m.E. im Vers 40 der Bhagavad-Gita und auch in der Bibel auf die Stellung von Mann und Frau in Familie und Gesellschaft übertragen. Nach jahrhundertelanger Unterdrückung der Frau, und damit des Herzens unserer abendländischen Gesellschaft, erhält dieses ausgehungerte Lebensorgan die Möglichkeit zur Gleichberechtigung. Wird es ihm gelingen, die Dunkelheit zwischen Krsna und unserem Verstand zu durchdringen? Dann kann die göttliche Familie wieder zusammengeführt werden.


    Meint kohlchen



  2. #2
    Forenmasterprogram
    Gast

    Re: Der weibliche Quell


    Hallo Kohle,


    nachdenklicher Themenansatz.


    Mich würde mal interessieren, was der Auslöser bzw. deine Motivation war, gerade dieses Thema anzuschneiden.


    :-)))))

  3. #3
    kohle
    Gast

    Re: Der weibliche Quell


    >nachdenklicher Themenansatz.


    >Mich würde mal interessieren, was der Auslöser bzw. deine Motivation war, gerade dieses Thema anzuschneiden.


    Hallo Forenmaster,


    Ich gehe die Bhagavad-Gita systematisch durch und bin jetzt bei Vers 40 ff. angelangt, der dieses Thema anspricht. Sollte ich die restlichen Vershunderte der Bhagavad-Gita auch noch bearbeiten, so möchte ich meine Gedanken dazu dann als Internetbuch auf meiner HP zum Downloaden freigeben.


    Als ich mich vor fast 15 Jahren der Religiösität zuwandte, hatte ich einige Schlüsselfragen, die inzwischen jedoch beantwortet sind. Unter anderem wunderte ich mich über die augenscheinliche Erniedrigung der Frau in einigen Religionen (Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus weiß ich nicht).


    Die Botschafter dieser Religionslehren konnten Mann und Frau sicherlich auf allen Ebenen unterscheiden und als ebenbürtig betrachten. Dass diese ursprünglich reinen Erkenntnisse später entsprechend den Machtverhältnissen gegen die Frauen verändert wurden, ist wirklich schade. Religion lädt zur Manipulation ein. Die Unterdrückung der Frau ist ein äußeres Anzeichen für die Unterdrückung der Seele. Solange wir unsere Seele unterdrücken, kann der neue Mensch nicht geboren werden. Sind die antifeministischen Staatsreligionen vielleicht garnicht an seelenbefreite Mitglieder interessiert?


    In der Bhagavad-Gita steht u.a., dass die Frau weniger intelligent als der Mann sei. Im Neuen Testament schreibt Paulus über die Frau in der Gemeinde ähnlich seltsame Sätze. Nur die Gnostiker bewerten nicht den Unterschied zwischen Mann und Frau. In der Abhandlung „über die Seele“ in den Evangelien aus Nag Hammadi steht mehr darüber.




    Soweit erstmal

    und Alles gute


    kohlchen




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